<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<?xml-stylesheet type="text/css" href="/css/rss.css" ?>

<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/">
    <channel>
        <title><![CDATA[krone.at - schlagzeilennewsletter Werbung]]></title>
        <link>https://www.krone.at</link>
        <description>
            <![CDATA[krone.at - der Online-Auftritt der Kronen Zeitung. Aktuelle Nachrichten, Wetterinformationen, Horoskop und Services rund um Politik, Sport, Stars & Society und Gesundheit.]]>
        </description>
        <language>de-AT</language>
        <copyright>krone.at</copyright>
        <pubDate>Thu, 21 May 2026 15:42:47 +0200</pubDate>
        <lastBuildDate>Thu, 21 May 2026 15:42:47 +0200</lastBuildDate>
        <generator>krone.at/WCM</generator>
        <ttl>15</ttl>
        <image>
            <url>https://api.krone.at/img/rss_logo.png</url>
            <title><![CDATA[krone.at - schlagzeilennewsletter Werbung]]></title>
            <width>250</width>
            <height>40</height>
            <description>krone.at</description>
        </image>

                <item>
            <title><![CDATA[Live im Gasometer - Sean Paul: Hits, Hüften und die ultimative Party]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4148402</link>
            <guid>https://www.krone.at/4148402</guid>
            <description><![CDATA[<p>Wer hätte gedacht, dass nach dem Song-Contest-Wahn an einem Dienstagabend noch jemand für echte Partystimmung sorgen kann? Dancehall-Star Sean Paul bewies im ausverkauften Wiener Gasometer mit seiner „Timeless-Tour“ eben genau das: Er feuerte seine größten Hits der letzten 25 Jahre ab und sorgte für einen regelrechten Ausnahmezustand. </p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Wer hätte gedacht, dass nach dem Song-Contest-Wahn an einem Dienstagabend noch jemand für echte Partystimmung sorgen kann? Dancehall-Star Sean Paul bewies im ausverkauften Wiener Gasometer mit seiner „Timeless-Tour“ eben genau das: Er feuerte seine größten Hits der letzten 25 Jahre ab und sorgte für einen regelrechten Ausnahmezustand. </p> Schnelle Melodien, sexy Hüftschwung und absoluter Partyvibe: Genau so klingen die Songs von Dancehall- und Reggae-Star Sean Paul seit mehr als 25 Jahren. Wenn man bedenkt, wie lange der mittlerweile 53-Jährige schon im Geschäft ist, merkt man plötzlich: Mit seinen Liedern ist man selbst ein Stück älter geworden. Zwölf Jahre ist es her, dass Sean Paul zuletzt im Gasometer gastierte – damals noch auf seiner „Full Frequency“-Tour. Umso größer war die Vorfreude auf sein Wien-Comeback. Am Dienstagabend zeigte der Jamaikaner dann eindrucksvoll, dass sein Sound noch immer zieht: Denn, schon vor dem Auftritt lag Partystimmung in der Luft, später wurde daraus eine Tanz-Nacht mit ordentlichem Hüftschwung.Bereits beim Eingang wurde klar: Dieser Abend wird kein normales Konzert. In der Halle wurden gratis Baguettes und Sandwiches verteilt – warum genau, wusste zwar niemand so recht, aber zum Partyabend passte diese schräge Randnotiz irgendwie perfekt.Volksgarten-Vibe und SardinenEin DJ brachte das Publikum mit einem Best-of der 2000er in Stimmung. Rihanna, Jennifer Lopez, Snoop Dogg, 50 Cent – bei „Work“, „Get Right“, „The Next Episode“ und „In Da Club“ war schnell klar, wohin die Reise gehen sollte. Die Raiffeisenhalle füllte sich schon vor dem Hauptact weniger wie eine Konzert-Spielstätte und mehr wie ein riesiger Club an. Das Publikum war dabei ein bunter Mix aus Millennials und neuer Generation. Die einen kennen Sean Paul noch aus ihrer Jugend, die anderen haben seine Hits über Playlists, TikTok oder Partys für sich entdeckt. Spätestens als die ersten Dancehall-Rhythmen durch die Halle pumpten, wurde schon getanzt. Fast fühlte es sich an, wie früher im Volksgarten bei der Juicy-Crew – nur dass hier der Reggae-King selbst als Krönung auf die Bühne kommen sollte.Ganz so schnell ging es dann aber doch nicht. Um kurz nach 20 Uhr meldete sich der DJ mit einem lauten „Seid ihr bereit? Macht mal bitte Lärm“ und holte zwei Frauen und einen Mann für ein Tanz-Battle auf die Bühne. 30 Sekunden hatte jeder Zeit, am Ende gewann die junge Frau ein Ticket für die After-Show-Party mit Paul. Die Stimmung blieb hoch, die Halle war bereit – nur der Hauptact ließ noch auf sich warten. So rappelvoll erlebt man den Wiener Gasometer bei Konzerten selten. Die Fans drängten sich dicht an dicht, die Luft wurde immer schwerer, und in der Menge wurde es schnell ziemlich eng. Umso angenehmer war der Wechsel in den „Family and Friends“-Bereich, wo deutlich mehr Platz war und man sich nicht ganz so sehr wie eine Sardine in der Dose fühlen musste. Kurz darauf ertönten die ersten Takte von „One Love“, der DJ kündigte Sean Paul an und verließ die Bühne, während alle gespannt warteten. Doch statt des Dancehall-Kings kamen erst einmal zwei weitere DJs auf die Bühne. Die Musik lief, die Menge tanzte weiter, aber langsam fragte man sich schon: Wo zum Teufel bleibt denn der jamaikanische Star?Tanz-Battles und Jamaika-FlaggenNach einem weiteren Support-Part, einem Keyboarder und einem Countdown war es dann endlich so weit. Auf der Leinwand liefen Bilder von Sean-Paul-Konzerten mit riesigen Menschenmengen, dann stand er plötzlich selbst da. Mit „So Fine“ eröffnete er den Abend, bevor es mit „Get Busy“ direkt den ersten großen Nostalgie-Schub gab. Spätestens da hielt es kaum noch jemanden still. Die Tänzerinnen kamen auf die Bühne und sofort gingen die Arme nach oben, Handys wurden gezückt, und es wurde richtig getanzt, als wäre es Samstagabend im Club und nicht ein Dienstag nach dem Song-Contest-Wahnsinn oder Dienstag ein stinknormaler After-Work-Tag. Danach jagte ein Hit den nächsten: „Cheap Thrills“, „Baby Boy“, „Bailando“, „Make It Clap“ und „Give It Up To Me“ ließen die Halle endgültig beben.Letzteres sorgte sogar für kleine Choreografien mitten in der Crowd. Auch Jamaika-Flaggen wurden in die Höhe gehalten. Man merkte schnell: Sean Paul hat viele hier wirklich geprägt. Seine Songs sind nicht einfach nur alte Hits, sie sind Erinnerungen an Clubnächte, Sommerflirts und verschwitzte Nächte auf der Tanzfläche. „Sind denn alle Ladys aufgewärmt?“, fragte Sean Paul ins Publikum. Wenig später meinte er: „Was ich weiß ist, dass die Ladys in Wien bereit zum Shaken sind“, so teaserte er „Shake It To The Max“ an. Danach stand er zwischen zwei Tänzerinnen, bewegte sich locker mit und zeigte, dass er nach so langer Zeit noch immer weiß, wie man so eine Halle im Griff hat. Es ist eigentlich ein Wahnsinn, wenn man daran denkt, wie lange der mittlerweile zweifache Familienvater schon im Musikbusiness ist. Doch an diesem Abend wirkte er nicht wie ein Künstler, der nur von älteren Erfolgen lebt. Seine schnellen Parts kamen sauber, seine Stimme saß, seine Energie war da. Man kann sagen, was man will: Der Mann ist mittlerweile 53, aber seine Rapskills sind noch immer top.Große Liebe an die „Sexy Ladys“Bei „No Lie“ schossen Rauchfontänen in die Luft, ein weiterer DJ rief „Hebt eure Hände in die Höhe“ und „Bewegt euch, bewegt euch“, und die Menge machte alles mit. Spätestens bei „Gimme The Light“ war der Abend endgültig im Dancehall-Modus angekommen. Die alten Hits wirkten dabei keineswegs angestaubt, sondern wie ein direkter Rückfall in jene Clubjahre, in denen die Musik von Sean Paul nirgends fehlen durfte. Zwischendurch stellte Paul seine Band vor. Bassist Fletcher durfte die Bassline anspielen, damit sich „die sexy Ladys“ bewegen konnten, dann ging es mit „I’m Still In Love With You“ weiter. Immer wieder warf der Jamaikaner verschwitzte Handtücher ins Publikum, was dort natürlich für zusätzliche Euphorie sorgte. Auch charmante Ansagen durften nicht fehlen. „Große Liebe an die Frauen. Ich habe Respekt vor euch. Meine Großmutter hat mich großgezogen“, sagte er und rief: „Wenn ihr eure Mama liebt, macht Lärm!“ Danach folgte „Rockabye“ – und wieder sang die Halle lautstark mit. Zwischen den alten Klassikern fanden auch neuere Songs wie „Ginger“ und „Press Back“ Platz.Für einen kurzen Spaßmoment sorgte der Künstler auch, als er Merch-Shirts in die Menge werfen wollte. Vorher musste das Publikum aber mitmachen: Links und rechts, „uh“ und „ah“, erst dann flogen die Shirts durch die Halle. „Wollt ihr nun weiter Party machen?“, fragte er danach – als hätte im Gasometer auch nur eine Person daran gedacht, aufzuhören. Zum Ende hin scherzte er sogar, sich in Wien ein Haus kaufen und die Stadt wegen der „sexy Ladys“ nie wieder verlassen zu wollen. Natürlich durfte in der nostalgischen Setlist „Like Glue“ nicht fehlen.Mit „Trumpets“ und „She Doesn’t Mind“ ging es weiter Richtung Finale – und spätestens da war der Abriss dann komplett.Ein kleiner Wermutstropfen blieb allerdings: Die beiden seitlichen Leinwände blieben ausgeschaltet. Bei einer derart vollen Halle wäre das gerade für die hinteren Reihen hilfreich gewesen. Wer weiter hinten in den Ecken stand, hatte es schwer, viel von der Bühne zu sehen. Schade, denn auf der hier passierte wirklich genug – vor allem die Tänzerinnen lieferten den ganzen Abend über stark ab.Handtücher und Grand FinaleAls er den allerletzten Song „Temperature“ spielte, lieferte er noch das erwartete Sahnehäubchen. Das Publikum war textsicher, Sean Paul zog den Track in eine längere Finale-Version, grüne Pailletten regneten von oben, und die Halle rief und sang weiter. „Wollt ihr das ich bleibe?“, fragte er ins Mikro, worauf die Crowd natürlich laut antwortete. Kurz verschwand er von der Bühne, kam dann aber noch einmal zurück, tanzte weiter, warf weitere Handtücher in die Menge und ließ sich dabei regelrecht feiern.Beim Hinausgehen waren viele noch immer im Fiebertraum. Draußen wurde weitergetanzt, geredet und gelacht. „Es war mega cool“, meinte eine Besucherin, während eine andere schon bemerkte, dass es nun ordentlich „graselt“. Die Leute waren jedenfalls noch lange nicht fertig mit diesem Abend.Fazit: Sean Paul ließ zwar auf sich warten, doch als er endlich auf der Bühne stand, lieferte er genau das, wofür ihn alle sehen wollten: Nostalgie, Clubfeeling und Party pur. Jeder Hit wurde abgefangen, jeder Beat gefeiert, jeder Refrain mitgeschrien. Performance-technisch war das stark, die Stimmung ohnehin am Anschlag. Nur die ausgeschalteten Leinwände waren bei dieser vollen Halle wirklich schade. Ansonsten machte der Dancehall-King aus einem Dienstagabend im Gasometer eine schweißtreibende Zeitreise, die noch lange in den Ohren und Beinen nachhallte.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 11:55:41 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4148405/vbe9b10/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="2195"
                    height="1234"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Sean Paul519.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Andreas Graf]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Ein neuer „Poppstar“ - Tabubrüche: Ikkimel liefert Tipps zum „Baddie“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4139991</link>
            <guid>https://www.krone.at/4139991</guid>
            <description><![CDATA[<p>Spätestens seit ihrem Debütalbum „F*tze“ ist Ikkimel wohl jedem ein Begriff. Die Berlinerin hat sich in den letzten drei Jahren zu einer festen Größe im Deutschrap entwickelt und legt nun mit zweitem Werk „Poppstar“ nach. Zwischen Provokation, Tabubrüchen und tanzbaren Clubbeats, wir haben alles dabei – Die „Krone“ durfte, die Platte genauer unter die Lupe nehmen.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens seit ihrem Debütalbum „F*tze“ ist Ikkimel wohl jedem ein Begriff. Die Berlinerin hat sich in den letzten drei Jahren zu einer festen Größe im Deutschrap entwickelt und legt nun mit zweitem Werk „Poppstar“ nach. Zwischen Provokation, Tabubrüchen und tanzbaren Clubbeats, wir haben alles dabei – Die „Krone“ durfte, die Platte genauer unter die Lupe nehmen.</p> „Auf der Lauer, auf der Lauer liegt ’ne kleine Wanze, sie nennen mich Schl*mpe, ich nenn mich Genie“, rappt Melina Gaby Strauß alias Ikkimel auf ihrem neuen Album „Poppstar“. Die 28-jährige Berlinerin sorgte bereits im vergangenen Jahr mit ihrem Debütalbum „F*tze“ für Aufsehen. Sie gehört wohl zu den wenigen Künstlerinnen, die nicht nur laut denken, sondern alles auch laut aussprechen. Ikkimel ist wirklich alles, nur nicht zurückhaltend – und genau damit hat sie sich in den vergangenen drei Jahren als fixe Größe im deutschen Rap etabliert. Selbst Rapperinnen wie Katja Krasavice feiern sie bereits, eine gemeinsame Zusammenarbeit gab es ebenfalls schon. Doch wie kann jemand, der derart polarisiert, gleichzeitig so erfolgreich sein?Denn: Die Berlinerin ist alles andere als gewöhnlich. Ihre Reime sind definitiv nichts für ein zu junges Publikum. Wer also glaubt, auf einem Ikkimel-Album gehe es um Blümchen, Bienchen und harmlose Poptexte, hat sich gewaltig geschnitten. Gibt man Melina Gaby Strauß bei Google ein, stößt man neben ihrer Musik auch schnell auf Aussagen darüber, warum sie überhaupt mit Musik begonnen hat. „Ich hab immer gern Rap gehört und Party gemacht, gerne gefreestyled mit Freunden etc. Anfang Corona ist mein Vater gestorben an Blutkrebs. Das war nach Jahren der Pflege dann der Punkt, wo ich dachte: Man lebt nur einmal. Ich scheiß jetzt auf alles und mach einfach das, was mir Spaß macht.“ – und genau das tut sie offensichtlich.Neben vier Auszeichnungen im vergangenen Jahr, darunter zwei 1-Live-Kronen als „Bester Newcomer Act“ und „Bester Party Song“, verzeichnet Ikkimel mittlerweile mehr als 2,2 Millionen monatliche Hörer auf Spotify. Da stellt sich automatisch die Frage: Wer hört eigentlich sowas?Von Scheren und KokosnüssenSchon beim Start des Albums merkt man diese gewisse Spannung: Was erwartet einen hier eigentlich? Eines vorweg – leichte Kost ist „Poppstar“ definitiv nicht. Der Opener „Was jetzt“ beginnt überraschend melodisch und schlägt zunächst einen ganz anderen Ton an als erwartet. Normalerweise kennt man Ikkimel eher schnell, laut und kompromisslos. „Was jetzt? Ich glaub die haben mich unterschätzt … schöne Grüße an meinen Ex“, rappt sie fast schon gesungen. Kurz entsteht tatsächlich der Eindruck eines möglichen Soundwechsels. Doch lange hält dieser Moment nicht an. Schon wenig später wird es wieder schneller und man merkt: Nein, Ikkimel bleibt Ikkimel.Spätestens bei „Schere“ ist endgültig klar, wohin die Reise geht. Hier gibt es auch gleich das erste Feature mit Rapperin – und Achtung - Kneipenbesitzerin Pintendari. Worum es in „Schere“ geht, kann man sich ungefähr vorstellen. Noch deutlicher wird es bei „Kokosnuss“. Liebe, Sex und Zärtlichkeit spielen auch hier eine Rolle – allerdings alles andere als romantisch: „Uh yeah, Sex am Strand, sex on the beach oder Sex ohne Namen …“ Leichte Kost bleibt „Poppstar“ also weiterhin nicht.Tatsächlich erinnert Ikkimel stellenweise an Rapper wie Ski Aggu. Beide nehmen kein Blatt vor den Mund und bewegen sich irgendwo zwischen Party, Provokation und völliger Eskalation. Umso witziger wirken die Gerüchte, dass die beiden zwischen 2024 und 2025 ein Paar gewesen sein sollen. Ob daran wirklich etwas dran war oder ob es nur ein gelungener PR-Gag blieb, weiß wohl niemand so genau. Handbuch zum Bad GirlSechs Songs wurden bereits vorab veröffentlicht, der Rest erscheint nun komplett. Schon anhand der bisherigen Tracks zeigte sich, welche Produzenten auf dem Album mitmischen. Neben Florida Juicy und Barré ist auch das Produzenten-Kollektiv nocashfromparents vertreten, das für moderne Hyperpop-Elemente und harte Clubsounds bekannt ist.
Der Song „Tipps von mir“ sagt eigentlich schon alles. Hier erklärt Ikkimel fast schon, wie man zur „Baddie“ wird – also zum bösen Mädchen. „Sie woll’n Tipps von mir, wie man eine Baddie wird“, rappt sie und liefert gleich die passenden Regeln dazu. Ob man diese mit 16 wirklich hören sollte, sei einmal dahingestellt.Das große FinaleUmso überraschender wirkt dann plötzlich „Country Girl“. Der Song lebt von sanften Gitarrenriffs, erzählerischen Melodien und amerikanischem Country-Flair. Es geht um „Holy“, ein Mädchen aus einer Kleinstadt – und plötzlich fehlen sie: die vulgären Begriffe, die schamlosen Punchlines und die bewussten Grenzüberschreitungen. Stattdessen bekommt man für einen kurzen Moment Ruhe. Nach all den schnellen Beats und den überzeichneten Provokationen wirkt „Country Girl“ fast wie eine kleine Verschnaufpause. Wer sich die CD oder Vinyl-Version holt, bekommt mit „Für Svenni“ zusätzlich noch eine echte Überraschung serviert. Der Bonustrack ist eine ruhige Ballade mit Klavierklängen und deutlich emotionaler Stimmung. Ein starker Kontrast zu den „Baddie“-Tipps und den exzessiven Partytracks davor.Fazit: „Poppstar“ liefert genau jene Schockmomente, für die Ikkimel mittlerweile bekannt ist. Das Album provoziert bewusst, überschreitet Grenzen und lebt von dieser kompromisslosen Attitüde zwischen Party, Vulgarität und Eskalation. Gleichzeitig zeigt die Berlinerin aber doch noch neue Seiten von sich. Gerade die ruhigeren Songs am Ende sorgen überraschend für einen kurzen Moment des Innehaltens. Hinter all der Provokation steckt also mehr als bloßer Schockfaktor – und vielleicht sogar mehr Gefühl, als Ikkimel selbst zugeben würde.Am 22. August steht die Rapperin beim Frequency in St. Pölten auf der Bühne. Weitere Informationen rund um das Festival gibt es auf www.frequency.at – dort sind auch Tickets erhältlich.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 11:56:24 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4140159/v2522dc/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[ALbumcollage.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/(P) 2026 FOUR MUSIC PRODUCTIONS GmbH a Sony Music Entertainment company  Credits  Jonas Unden]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[„Krone“-Interview  - Deine Freunde: Kinderzimmer statt Gangsterpose]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4138621</link>
            <guid>https://www.krone.at/4138621</guid>
            <description><![CDATA[<p>Seit 2011 begeistert die Band Deine Freunde mit ihrer Mischung aus Hip-Hop, Pop und Familien-Entertainment kleine wie große Fans. Vor wenigen Tagen erschien ihr achtes Album „Die Kinder spielen verrückt“, mit dem sie am 31. Mai auch in der Wiener Arena Halt machen. Mit der „Krone“ spricht Florian Sump, einer der drei Freunde, über den Auftritt in Wien, wilde Kinder, emotionale Songs und den Druck, der heute auf Familien lastet.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2011 begeistert die Band Deine Freunde mit ihrer Mischung aus Hip-Hop, Pop und Familien-Entertainment kleine wie große Fans. Vor wenigen Tagen erschien ihr achtes Album „Die Kinder spielen verrückt“, mit dem sie am 31. Mai auch in der Wiener Arena Halt machen. Mit der „Krone“ spricht Florian Sump, einer der drei Freunde, über den Auftritt in Wien, wilde Kinder, emotionale Songs und den Druck, der heute auf Familien lastet.</p> „Ringedingdong, ich bimmle an deiner Tür, mach mal auf, der Bestimmer ist hier“ – Wer bei dieser Zeile an einen harten Rapsong denkt, liegt ziemlich daneben. Denn Deine Freunde sind keine Rapper, die von Autos, Geld und Villen erzählen. Ihr Kosmos ist ein anderer: Kinderzimmer statt Club, Familienchaos statt Gangsterpose, Alltagswahnsinn statt Statussymbol.Seit 2011 holen Flo Sump, Lukas Nimscheck und Markus Pauli Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren genau dort ab, wo ihr Leben spielt: zwischen Schulranzen, Wackelzähnen, Elternsätzen, Süßigkeiten, Trotzphasen und großen Gefühlen. Das alte „Aram sam sam“ ist längst Schnee von gestern. Die drei Hamburger haben gezeigt, dass Kindermusik nicht nach pädagogischem Zeigefinger klingen muss – sondern nach Hip-Hop, Pop, Beats und jeder Menge Humor. Und dass ein Genre, das viele längst abgeschrieben hatten, Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz füllen kann. Ihr erster großer Hit „Schokolade“ zählt mittlerweile mehr als zehn Millionen Aufrufe. Doch das vielleicht Besondere an Deine Freunde ist: Nicht nur Kinder feiern diese Musik. Auch viele Eltern merken irgendwann, dass sie nicht nur Begleitpersonen sind, sondern selbst mitsingen.Vor wenigen Tagen erschien nun das achte Studioalbum der Band: „Die Kinder spielen verrückt“. Ein Titel, der ziemlich gut beschreibt, worum es bei Deine Freunde seit jeher geht: um den ganz normalen Ausnahmezustand Familie. Um Kinder, die laut denken. Um Eltern, die nicht immer weiterwissen. Und um Songs, die beides zusammenbringen. Als wir Flo Sump im Zoom-Interview treffen, sitzt er zunächst noch nicht ganz dort, wo er eigentlich hinwill. Mit Capi auf dem Kopf begrüßt er uns freundlich und sagt: „Hi, ich nehme dich mal kurz mit runter – in einen Raum, wo wir uns in Ruhe unterhalten können.“ Ein Satz, der fast schon wie eine kleine Szene aus dem Deine-Freunde-Universum klingt. Nach kurzem Smalltalk darüber, dass er sich auf die vielen Gespräche zum neuen Album freut, geht es auch schon los.
„Krone“: Euer neues Album heißt „Die Kinder spielen verrückt“. Wann hast du bei deinen eigenen Kindern zuletzt gedacht: Okay, jetzt wird es wirklich verrückt?Flo Sump: Täglich. Wir in der Band nennen das „die blaue Stunde“. Das kennen wir Erwachsenen ja auch: Wenn man merkt, jetzt fängt es an, richtig wild zu werden (lacht). Das ist meistens der Punkt, an dem man sich nicht mehr gut konzentrieren kann oder schon ein bisschen drüber ist. Dann öffnet sich gefühlt ein Tor zu einer etwas wahnsinnigen Welt. Oft sind es leider genau die Momente, in denen man selbst eigentlich Ruhe bräuchte. So wie wir es im Song auch sagen: „Lass uns doch hinsetzen, lass uns ein Brettspiel spielen“. Aber die Kinder machen einem einen Strich durch die Rechnung. Entweder man geht mit oder man kommt unter die Räder.  Kinder haben da meistens den längeren Atem (lacht).Nach acht Studioalben: Was reizt euch heute noch daran, Musik für Groß und Klein zu machen?Es ist nach wie vor ein unglaubliches Glück für uns, dass wir dieser Arbeit so nachgehen dürfen. Uns gehen die Lieder nicht aus, uns gehen die Themen nicht aus. Auch wenn unser Job viele Aspekte hat, die wirklich Arbeit sind, verstehen wir als Teil von Deine Freunde, dass es zu unserem Beruf gehört, nicht aufzuhören zu spielen. Wir dürfen uns solche Lieder ausdenken, uns in die eigene Kindheit zurückkatapultieren und fragen: Was hat mich damals beschäftigt? Was hat mir Sorgen gemacht, was hat mich glücklich gemacht? Dann schauen wir, wo es Schnittmengen mit dem gibt, was Kinder heute beschäftigt. Das macht wahnsinnig Spaß und sorgt dafür, dass wir im Austausch mit jungen Menschen bleiben.Würdet ihr sagen, dass ihr euch über die Jahre mehr verändert habt – oder euer Publikum?Diese Frage stellen wir uns öfter. Natürlich verändert sich die Welt um uns herum manchmal in rasender Geschwindigkeit. Unser Publikum ist aber irgendwie gleich geblieben. Damit meine ich: Es begleitet uns immer ein paar Jahre, dann verabschiedet es sich in die Pubertät, wo es nicht mehr das Coolste ist, Deine Freunde zu hören – gleichzeitig kommen neue Kinder nach. Wir machen das ganze jetzt schon 15 Jahre (lacht).
Der Titelsong „Die Kinder spielen verrrückt“ ist sehr energiegeladen und hat auch  Elektro-Elemente. Wie entsteht so ein Sound bei euch?Wenn man uns von außen bei der Arbeit beobachten würde, hätte man wahrscheinlich das Gefühl, dass alles ein heilloses Chaos ist. Aber für uns ist es nach so vielen Jahren ein sehr kontrolliertes Chaos. Es ist immer unterschiedlich. Manchmal haben wir zuerst ein Thema oder nur eine bestimmte Zeile. Bei einem älteren Song war das zum Beispiel: „Mein lieber Freund, ich zähle bis drei.“ Als diese Zeile im Raum stand, hatten wir das fertige Lied eigentlich schon vor Augen. Wir wussten genau, wie wir dieses Gefühl und diese oft leere Drohung einfangen wollen.
Wie viel von eurer eigenen Kindheit steckt generell im neuen Album?Wir tauschen uns zu dritt relativ viel über unsere Kindheit aus. Die interessantesten Themen sind für uns immer die, die uns damals beschäftigt haben und von denen wir heute sehen, dass sie immer noch aktuell sind. Die Welt hat sich krass verändert, seit wir Kinder waren. Aber es gibt immer noch viele Dynamiken innerhalb der Familie. Jeder spielt irgendwo seine Rolle und muss seinen Platz finden – im Leben und in der eigenen Familie. Wir versuchen, die Schnittmenge zu finden: Was hat uns damals umgetrieben und was ist heute immer noch aktuell?
Strenger Elternteil oder heimlicher Verbündeter?Heimlicher Verbündeter
Elternabend oder Festival? Was ist anstrengender?Für die Gesundheit das Festival. Für die Nerven der Elternabend (lacht).
Chaos zu Hause oder Chaos auf der Bühne. Was kann man besser händeln?Oh, beides fällt mir schwer. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann kann ich das Chaos zu Hause besser ertragen, weil auf der Bühne muss es so laufen wie wir das geplant haben.
Früher ins Bett. Oder doch noch eine Folge schauen?Früher ins Bett.
Und die letzte Frage. Euer Album in drei Worten.Neu, bunt und laut.
Auf dem neuen Album gibt es Songs wie „Zieh dich bitte warm an!“, der  typische Elternsätze aufgreift. Welche Sätze hast du als Kind am meisten gehasst?Was als Erwachsener manchmal schwierig auszuhalten ist, verstehen Kinder oft erst später. Ich war ein sehr hibbeliges Kind, an vielen Stellen sehr unruhig. Ich habe meine Eltern, speziell meine Mama, bestimmt öfter dazu gebracht, mich leicht genervt anzuschauen und zu sagen: „Schatz, ich unterhalte mich gerade.“ Darüber haben wir auch einen Song gemacht, der genau so heißt. Er fängt einen typischen Eltern-Kind-Moment ein: Man ist gerade am Telefon oder möchte sich fünf Minuten in Ruhe unterhalten, und die Kinder nehmen darauf wenig Rücksicht. Dann rufen sie so lange „Mama“ oder „Papa“, bis man reagiert (lacht). Ich glaube, es ist immer gut, vor der absoluten Genervtheit zu reagieren. Wenn man erst sagt: „Kann ich mich jetzt einmal kurz in Ruhe zu Ende unterhalten?“, ist es eigentlich schon zu spät. Versuchst du das bei deinen eigenen Kindern umzusetzen?Ja, ich versuche es. Es klappt mal besser und mal schlechter. Ich merke sowieso, dass die Art, wie man mit seinen Kindern umgehen möchte, sehr davon abhängt, in welcher Tagesform man selbst ist. Es gibt Tage, da klopft man sich am Ende auf die Schulter und sagt: Heute war ich ein guter Vater. Und dann gibt es andere Tage, an denen man mit einem leichten schlechten Gewissen ins Bett geht, weil man denkt: Da hatte ich vielleicht nicht genug Kraft, um es richtig zu machen. 
Wie viele kreative Ausreden hattest du persönlich eigentlich? Denn der Song „Schieb es auf die Kinder“ klingt nach einer guten Alltagsausrede ...Ich gehöre zu den Menschen, die üben müssen, es okay zu finden, einfach mal zu sagen: Ich habe keine Lust. Bereits verabredete Treffen wieder abzusagen, weil man sich nicht gut fühlt – da war ich, wie wahrscheinlich viele andere, jemand, der sich lieber etwas einfallen lassen hat, anstatt ehrlich zu sagen: Ich kann mich heute nicht treffen. Es gehört Mut dazu, zu sagen: Ich merke gerade, ich bin heute nicht in der Verfassung. Ich habe keine Lust, ich fühle mich nicht so. Das fällt uns Menschen wahnsinnig schwer, weil wir unser Gegenüber nicht vor den Kopf stoßen wollen.  Ihr seid seit vielen Jahren im Musikbusiness und euer Publikum besteht oft aus Kindern. Wie sehr hat sich Kindsein aus eurer Sicht verändert? Früher war tatsächlich vieles anders. Ich erinnere mich an ein sehr kindliches, naives Gefühl beim Aufwachsen: Ich dachte, der normale Lauf der Welt sei, dass sie stetig besser wird. Ich war froh, im Jetzt zu leben, weil ich dachte: Geil, ich bin in eine Zeit geboren, in der alles immer besser wird. Das war natürlich ein sehr naiver Gedanke. Vielleicht läuft es im besten Fall wellenförmig, aber es geht eben auch wieder abwärts. Heute wachsen Kinder bestimmt nicht mit derselben kindlichen Zuversicht auf, die meine Generation vielleicht noch hatte. Es gab natürlich schon immer schlimme Dinge auf der Welt. Aber ich durfte ein etwas befreiteres Aufwachsen genießen. Social Media war bei uns noch überhaupt kein Thema. Heute wird viel darüber gesprochen, ob Kinder gut damit umgehen können. Eigentlich müssten wir Erwachsenen uns vorher fragen, wie gut wir selbst damit umgehen. Denn Kinder machen uns in vielen Bereichen einfach nach, was wir ihnen vorleben.Hättest du dir als Kind eine Band wie Deine Freunde gewünscht?Wenn es uns in meiner Kindheit schon gegeben hätte, hätte ich uns wahrscheinlich sehr gut gefunden. Was uns Kinder und ganze Familien oft rückmelden, ist, dass sie sich durch unsere Musik gesehen fühlen. Das ist natürlich ein tolles Kompliment. Wir versuchen, ein anderes Familienbild zu vermitteln als viele Werbespots aus der Zeit, als wir aufgewachsen sind. Da wurden Familien oft als durchgehend harmonisch und heil dargestellt. Wir versuchen, lebensnäher zu sein. Das rechnen uns Kinder und Eltern hoch an.
Gibt es einen Song auf dem Album, der euch emotional mehr getroffen hat als gedacht? Ja, es gibt zwei Songs, die uns im Nachhinein emotionaler gemacht haben, als wir dachten. Der eine heißt „Du musst nicht“. Darin geht es um Erwartungsdruck, der schon sehr früh in Kinder hineinprojiziert wird. Wir wollen Kindern damit sagen: Du musst gar nicht immer so funktionieren, wie Erwachsene das von dir erwarten. Du darfst auch Nein sagen. Und der letzte Song des Albums: „So jung“. Da blicken wir auf fast 15 Jahre Bandgeschichte zurück und auf diesen tollen Moment der Verbindung, wenn wir gemeinsam mit unserem Publikum Lieder singen. Das hat sich nach all den Jahren zu null Prozent abgenutzt. Es rührt uns jedes Mal wieder, dass wir das erleben dürfen und für so viele Kinder das erste Konzert überhaupt sein dürfen.
Wie schaffst du denn den Spagat zwischen Album, Tour, Musikerleben und Papa sein?Das müssen wir immer wieder neu austarieren. Es ist nicht leicht, aber wir bekommen das in meiner Familie ganz gut hin. Für mich ist wichtig: Ich kann nicht der Rapper der selbsternannten coolsten Kinderband der Welt sein und zu Hause kein präsenter Vater. Mein Herz braucht es sehr, zu wissen, dass meine Kinder mich als Papa in ihrem Leben haben. Wenn dieses Gleichgewicht gefährdet wird, würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um es wiederherzustellen. Für meine Kinder ist es mittlerweile relativ normal, dass ich in Tourzeiten ein paar Tage am Stück weg bin. Das muss dann meine Frau auffangen, weil wir vor allem am Wochenende unterwegs sind. Dafür gibt es andere Zeiten, in denen ich unter der Woche sehr viel zu Hause bin. Es ist ein Tanz zwischen den Welten.Ihr spielt am 31. Mai in Wien. Was macht eure Live-Shows besonders?Bei Deine Freunde haben die Kinder einen eigenen Bereich vor der Bühne. Dort dürfen sie mit Armbändern hinein, auf denen die Telefonnummer der Eltern steht, falls doch einmal etwas passiert. Wir haben eigenes Personal, das nur darauf achtet, ob es allen gut geht. Besonders ist auch, dass bei uns zwar Kindermusik läuft, aber die Eltern mindestens genauso mitfeiern wie die Kinder. Obwohl sie körperlich voneinander getrennt sind, feiern alle zusammen. Wir wollen, dass man das nie wieder vergisst, wenn man bei uns war.Gibt es einen Moment bei euren Shows, der euch immer wieder überrascht?Es ist weniger ein bestimmter Moment, sondern eher der komplette Zustand. Uns überrascht immer wieder, wie textsicher die Kinder sind. Wenn wir ihnen während der Songs ins Gesicht schauen, ist es unglaublich, wie lippensynchron sie jedes Wort mitsingen.
Worauf freut ihr euch in Wien besonders?Wir sind ja nicht zum ersten Mal in Wien. Lukas, unser Sänger, können wir immer nur mit Ach und Krach davon abhalten, nach Wien zu ziehen (lacht). Er sagt, das sei die schönste Stadt der Welt. Wir finden Wien auch sehr schön, wollen aber nicht, dass er dorthin zieht – das würde unsere Arbeit komplizierter machen. Wien hat uns schon aufgenommen, als wir noch klein und unbekannt waren, und empfängt uns immer noch herzlich, jetzt, wo wir größere Hallen füllen dürfen. Jede Stadt, die uns so herzlich willkommen heißt, hat natürlich einen Platz in unserem Herzen.
Letzte Frage, was ratet ihr den jungen Musikern, die gerade am Anfang stehen? Das ist gar nicht so leicht. Wenn man sich die Entwicklung der Musikbranche anschaut, fällt es schwer, da wirklich zuversichtliche Worte zu finden. Ich würde jungen Musikern raten: Bewahrt euch die Freude daran, kreativ Musik erschaffen zu dürfen.
Am 31. Mai spielen Deine Freunde in der Wiener Arena ein Open-Air-Konzert. Tickets gibts bei www.oeticket.com – also: Kinder einpacken, vorbeikommen und gemeinsam einen unvergesslichen Konzerttag erleben.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 11:58:46 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4138688/vabdec3/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Collage-Deine-Freunde.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Michi Schunk, Wohnzimmerpromotion]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Lyrisch in Bestform - Kultfigur Kollegah rappt als Felix Blume weiter]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4134531</link>
            <guid>https://www.krone.at/4134531</guid>
            <description><![CDATA[<p>Der „King“ kehrt erneut zurück: Mit „Alpha DNA“ legt Felix Blume sein zweites Album unter bürgerlichem Namen vor und beweist, dass er zwar nicht mehr offiziell Kollegah ist, dessen Größenwahn, Kanzlerfantasien, Machtgehabe und lyrische Präzision aber weiterhin tief in seiner musikalischen DNA trägt. Wir haben uns die neue Platte angehört ...</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der „King“ kehrt erneut zurück: Mit „Alpha DNA“ legt Felix Blume sein zweites Album unter bürgerlichem Namen vor und beweist, dass er zwar nicht mehr offiziell Kollegah ist, dessen Größenwahn, Kanzlerfantasien, Machtgehabe und lyrische Präzision aber weiterhin tief in seiner musikalischen DNA trägt. Wir haben uns die neue Platte angehört ...</p> Mit den Worten „Still King, Vorhang auf für den letzten Akt“ verabschiedete sich Kollegah alias Felix Blume im August 2024 eigentlich von seiner langjährigen Rapkarriere. Der König dankte ab, so schien es zumindest. Statt Punchlines, Luxusvergleichen und Boss-Aura sollten künftig andere Projekte im Mittelpunkt stehen: seine Malerei, sein Fitness-Imperium und ein Leben abseits der großen Bühne. Doch wer Kollegah kennt, weiß: Ein endgültiger Abgang war bei ihm schon immer schwer vorstellbar.Im Dezember 2025 kam er plötzlich zurück – allerdings nicht mehr unter dem Namen Kollegah, sondern als Felix Blume. „Kanzler (Frührentnertape Vol. 1)“ wirkte wie ein Neustart unter bürgerlichem Namen, aber nicht wie ein musikalischer Bruch. Aus der bekannten Boss-Figur wurde eine Staatsmann-Persona: Kanzlerfantasie, politische Bildsprache, Machtanspruch. Blume richtete seine Angriffe weniger gegen eine einzelne Person als gegen das politische Establishment – mit Friedrich Merz als naheliegender Zielscheibe. 
Während andere alle zwei Jahre ein Album veröffentlichen, legt Felix Blume nur wenige Monate später schon sein zweites Werk unter bürgerlichem Namen nach. Mit Alpha DNA“ möchte der 41-Jährige nun endgültig beweisen, dass er noch immer der „King“ ist. Und schnell wird klar: Der Name ist neu, die Überheblichkeit nicht. Blume bleibt Blume – nur ohne das alte Kollegah-Schild über der Tür. Der deutsch-kanadische Rapper, der Jura studiert hat, über Jahre ein Fitness-Imperium aufgebaut hat und inzwischen auch als Maler auftritt, verbindet auf diesem Album all diese Facetten seiner Person: den wortgewaltigen Battle-Rapper, den Unternehmer, den Körperkult-Boss, den politischen Provokateur und den Künstler, der seine eigene Welt längst nicht mehr nur mit Rap beschreibt.HerausforderungSchon im Song „Intro“ macht Blume klar, wohin die Reise geht. Er fordert Bundeskanzler Friedrich Merz diesmal direkt heraus: „Immer noch der höchstwahrscheinlich alt sterbende Staatsmann. Auf kaltherzige Art zwing’ ich bald Merz in den Nahkampf“. Das ist natürlich keine nüchterne politische Analyse, sondern pure Inszenierung. Er stellt sich als Mann dar, der nicht diskutiert, sondern herausfordert. Noch deutlicher wird es in den Zeilen: „Politik voll Lügen. Ich kämpf’ hier bis zum Ende. Ich bin real und nicht irgend so ’ne BlackRock-Marionette“.„Jeder Song ist ein Gemälde“Musikalisch setzt das Werk „Alpha DNA“ stark auf klassischen Battle-Rap. Keine überladene Pop-Produktion, kein Autotune, keine soften Feature-Hooks. Das Album kommt komplett ohne Gäste aus und umfasst 20 Tracks inklusive Bonustrack „Baphomet“. Gerade dadurch wirkt es wie ein geschlossenes Statement. Blume braucht niemanden neben sich, weil die ganze Platte auf seine eigene Aura zugeschnitten ist.Der Titeltrack „Alpha DNA“ zeigt direkt, warum Kollegah beziehungsweise Felix Blume lyrisch immer noch in einer eigenen Liga spielt. Die Reime sitzen messerscharf, die Vergleiche sind übertrieben, aber präzise, und die Technik ist stellenweise fast unheimlich souverän. Man merkt dem Album an, dass hier jemand rappt, der sein Handwerk nicht nur beherrscht, sondern daraus eine eigene Sportart gemacht hat. In seinen besten Momenten erinnert diese Reimdisziplin an die alte Schule des deutschen Battle-Rap – sauber, hart, ohne viel Tamtam.Gleichzeitig bleibt der in Hessen geborene Musiker größenwahnsinnig wie eh und je. Das ist einerseits seine Stärke, andererseits auch die größte Angriffsfläche des Albums. Er will der Beste sein, sagt es in jeder zweiten Zeile und rappt auch so. Auf dem ganzen Album macht sich Blume selbst zur großen Figur: mal Kanzler, mal Boss, mal Lichtgestalt, mal letzter seiner Art. Zurückhaltend ist das nicht – aber genau das war bei ihm auch nie das Ziel.Besonders interessant ist aber auch, dass er seine künstlerische Seite diesmal stärker in das Gesamtbild einbaut. Für „Alpha DNA“ hat er nicht nur gerappt, sondern das Album auch visuell mitgestaltet. Für jeden Song malte er ein eigenes Porträt und schrieb dazu auf Instagram sinngemäß: „Jeder Song ist ein Gemälde.“ Auch im Musikvideo zu „Lichtgestalt“ tauchen seine Malereien auf. Damit erweitert er seine Rap-Person um eine neue Ebene: Der Boss ist nicht mehr „nur“ Rapper und Unternehmer, sondern auch bildender Künstler, der seine eigene Mythologie malt.Selfmade-MillionärIn „Staatsmann“ geht es weniger um echte Politik als um Macht und Auftreten. Blume zeigt sich als Kanzler, Pate, Streetlegende und Boss zugleich. Das ist voller Wortspiele, bewusst übertrieben und technisch stark gemacht. Gerade diese Mischung aus Größenwahn und Präzision macht den Track spannend.„Blockbuster“ bringt mit seinem Beat einen leichten 80er-Vibe auf die Platte und erzählt die klassische Selfmade-Geschichte: Aus wenig wird viel, aus dem Underdog eine Machtfigur. Blume rappt von Business, Banken, Luxus und Aufstieg – von dicker Kasse über Investment-Anspielungen bis hin zu teuren Mänteln und Patek-Uhren. Dass er in Interviews schon offen über seinen finanziellen Erfolg gesprochen hat, passt zu diesem Bild. Trotzdem bleibt es typisch Blume: Erfolg wird hier nicht einfach erzählt, sondern zur großen Legende aufgeblasen.Auf dem Track „Pluralis Majestatis“ wird es fast opernhaft. Der hohe Gesang am Anfang erinnert an Walküren, bevor er sich wieder in voller Boss-Pose aufbaut: „Der letzte seiner Art setzt die Krone auf sein Haupt. Walküren singen, bricht der Wolkenhimmel auf“. Das ist maximal pathetisch, aber auch wirkungsvoll. Blume weiß, wie man ein Bild groß macht. Er rappt nicht einfach, dass er überlegen ist – er lässt gleich den Himmel aufbrechen. Wenn er dann ergänzt: „Du sprichst den Boss an im Pluralis Majestatis“, ist das fast schon eine Karikatur seiner eigenen Figur.Die AbrechnungDeutlich problematischer und provokanter wird es bei „Killuminati“ und „Blume Island“. In „Killuminati“ schießt der Musiker gegen mächtige Männer und politische Figuren, unter anderem Donald Trump. Die Zeilen sind hart, direkt und verschwörungsideologisch aufgeladen. Er rappt etwa: „Komm heran Donald Trump, du kannst mir hier viel erzählen, aber mach mir nicht auf Boss, du Handpuppe Israels“.Solche Stellen zeigen, wie stark Blume auf Reibung setzt. Er will provozieren, Gegner markieren und große politische Feindbilder in seine Rap-Welt ziehen. Das kann man als kompromisslose Härte lesen, kippt aber auch schnell ins Fragwürdige.Noch extremer ist aber „Blume Island“, eine Art Abrechnung mit den Epstein-Files und prominenten Namen aus Popkultur, Politik und Entertainment. Der Track beginnt mit drastischen Bildern: „Dreckige Sexdetails in Epstein-Files. Mal seh’n, wen ich heute von der Death-List streich’“.Der Musiker arbeitet hier mit Namenslisten, Schockeffekten und Vernichtungsfantasien. Beim Hören denkt man immer wieder: Okay, jetzt geht er wirklich noch einen Schritt weiter. Oprah Winfrey, Beyoncé, Jay-Z, Bill Clinton, Ellen DeGeneres, Lady Gaga, Harvey Weinstein – Er zieht zahlreiche Namen in seinen düsteren Kosmos und inszeniert sich als Rachefigur. Wichtig ist: Der Track funktioniert nicht als sachliche Aufarbeitung, sondern als extreme Fantasie – er lebt von Übertreibung, Gewaltbildern und moralischer Selbstermächtigung. Das ist wirkungsvoll, aber auch teilweise unangenehm. Genau darin liegt die Spannung von „Alpha DNA“. Felix Blume ist technisch brillant. Seine Reime sind präzise, seine Stimme sitzt, seine Bilder bleiben hängen. Man hört sofort, warum er im deutschen Rap jahrelang eine Sonderstellung hatte. Gleichzeitig ist dieses Album aber voll von Größenwahn, Provokation und politischen Kampfansagen, die nicht immer sauber trennbar sind zwischen Kunstfigur, Meinung und Inszenierung.
Dass Dieser einst Jura studierte, passt dabei fast ironisch gut zu diesem Werk. Er baut seine Tracks wie Plädoyers auf: Anklage, Beweisführung dann Urteil. Nur dass er selbst Richter, Staatsanwalt und Vollstrecker zugleich sein will. Dazu kommt der Fitness-Unternehmer, der Körper, Disziplin und Härte immer wieder in seine Sprache einfließen lässt. Und Last but not Least der Maler, der seine Tracks inzwischen auch visuell in Szene setzt. Seine Musik ist kein entspannter Rap-Ausflug, sondern ein weiteres Kapitel in Felix Blumes Selbsterschaffung. Er hat Kollegah offiziell hinter sich gelassen, doch dessen DNA steckt noch immer in jeder Ecke dieser Musik. Fast wirkt es, als würde Blume mit seiner alten Kunstfigur ringen – und dabei feststellen: Ein bisschen Kollegah schadet offenbar doch nicht.
Fazit: „Alpha DNA“ beeindruckt und irritiert zugleich. Das Album zeigt Felix Blume in Bestform, wenn es um Technik, Reimkunst und Präsenz geht. Gleichzeitig lebt seine Kunst weiterhin von Überhöhung, Feindbildern und Provokation. Wer sauberen Battle-Rap ohne Autotune sucht, bekommt hier reichlich Material. Wer politische Tiefe erwartet, landet eher in einer überdrehten Kanzlerfantasie. Und wer sich für einen Moment wie der nächste Mafiaboss fühlen will, findet hier vermutlich den passenden Soundtrack.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 11:59:19 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4134625/vf1897b/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Albumcollage Felix Blume.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/2026 ALPHA MUSIC / igroovemusic.com (Album Cover)Foto: Instagram/kollegahderboss]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Streaming-Kritik - „Xatar“-Doku: Porträt zwischen Mythos und Realität]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4127054</link>
            <guid>https://www.krone.at/4127054</guid>
            <description><![CDATA[<p>Ein Jahr nach seinem Tod wird in „Xatar: Ein Leben ist nicht genug“ das Leben der Rapikone noch einmal durchleuchtet. In einer dreiteiligen Doku des Senders ARD widmete man sich einem Menschen der Deutschrap nicht nur musikalisch geprägt hat ... </p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahr nach seinem Tod wird in „Xatar: Ein Leben ist nicht genug“ das Leben der Rapikone noch einmal durchleuchtet. In einer dreiteiligen Doku des Senders ARD widmete man sich einem Menschen der Deutschrap nicht nur musikalisch geprägt hat ... </p> Giwar Hajabi alias Xatar ist wohl eine der prägendsten und zugleich umstrittensten Figuren des Deutschraps. Songs wie „Mama war der Mann im Haus“ oder „Baba aller Babas“ zeigen die Spannbreite seines Schaffens – zwischen persönlicher Vergangenheit, Straßenrealität und selbstbewusster Inszenierung als Marke.  In einem Keller unter einem Internetcafé im Bonner Problemviertel Brüser Berg nahm Hajabi seine ersten Tracks auf bevor er zu Xatar wurde. Doch sein Weg an die Spitze verlief nicht gradlinig – und wurde von einem Ereignis überschattet, das ihn weit über die Musik hinaus bekannt machen sollte: der spektakuläre Goldraub von 2009. Heute blickt man auf dieses Leben auch deshalb zurück, weil Hajabi im Jahr 2025 im Alter von nur 43 Jahren überraschend verstarb.In der dreiteiligen Doku des Senders ARD „Xatar: Ein Leben ist nicht genug“ wird genau dieser außergewöhnliche Lebensweg nachgezeichnet – von den Anfängen im Bonner Untergrund bis hin zu jenem Moment, der ihn schlagartig deutschlandweit bekannt machte. Auch die Beziehung zu seiner Frau sowie die enge Verbindung zu seinem Label Alles oder Nix Records, das über Jahre hinweg sein kreatives Zentrum bildete, werden beleuchtet.Zwischen Inszenierung und RealitätHip-Hop-Größen wie Schwesta Ewa, SSIO, Apache 207 und Farid Bang, aber auch Journalisten wie Aria Nejati oder Schauspieler Moritz Bleibtreu kommen gleich zu Beginn der Doku zu Wort. Dabei zieht SSIO einen fast schon pathetischen Vergleich: „Wenn 150 Jahre vergehen, dann wird das so etwas sein, wie wenn man über Johann Sebastian Bach spricht.“ Eine Aussage, die die Dokumentation spürbar tragen will – und die sich beim Zuschauen stellenweise tatsächlich einstellt. Elf Monate vor seinem Tod zeigen Interviews und Auftritte Giwar Hajabi noch einmal in voller Präsenz. Ein Satz bleibt aus einem älteren Interview mit ihm besonders hängen: „Aus dem Kampf nach oben wurde Krieg, um hier zu bleiben.“ 

GESEHEN FÜR SIE:„Xatar: Ein Leben ist nicht genug“
WERTUNG:Solides, aber oberflächliches Porträt mit wenig neuen Einblicken (3/5 Kronen)
 STREAMINGDIENST:auf ARD abrufbar
Die Doku springt dabei früh zwischen Zeiten und Perspektiven: vom Begräbnis zu Studioaufnahmen zu persönlichen Erinnerungen und Karriere-Meilensteinen. Auch seine Frau Farvah rückt immer wieder ins Bild – erst in tiefer Trauer, dann in Momenten, in denen sie sein Vermächtnis sichtbar macht, etwa wenn sie Auszeichnungen und Nummer-eins-Alben aus dem Studio mitnimmt. „Die Liebe des Herzens kennt keinen Abschied“, sagt sie in den ersten Minuten. Szenen, die emotional wirken, aber oft nur angerissen bleiben. Zudem kommt sein bester Freund Samy zu Wort und spricht über die Anfänge sowie die jahrelange, enge Freundschaft zu Hajabi. Einen zentralen Raum nimmt der legendäre Goldraub von 2009 ein – von der Planung über die Festnahme bis hin zu den drastischen Erfahrungen im Gefängnis im Irak, die im Kontrast zum späteren Aufenthalt in Deutschland geschildert werden. 1,8 Millionen in Altgold wurden damals erbeutet: „Ich weiß nicht mehr wohin ich das Gold gebracht hab“, erzählt Samy mit einem Grinsen.Magenverkleinerung und GrößenwahnNach fünf Jahren Haft wird Xatar (Hajabi) dann 2015 vorzeitig entlassen – ein Wendepunkt, den die Doku erwartbar als Neustart inszeniert. Der Musiker präsentiert sich nun als Unternehmer und Visionär: Er baut sein Label aus, fördert Künstler wie Mero oder Eno und erschließt sich mit seinen Köfte-Spieß-Läden ein zweites Standbein. Doch genau hier bleibt der Film auffallend oberflächlich. Der rasante Aufstieg wird zwar gezeigt, aber kaum hinterfragt. Erst rund um den „Goldmann Tower“ blitzt so etwas wie Kritik auf – ein ambitioniertes Projekt, das letztlich scheitert und andeutet, dass Xatar seinen eigenen Erfolg nicht mehr vollständig kontrollieren konnte.Kurz vor Schluss wird aber auch Xatars Gewicht thematisiert. Samy verrät dabei erstmals, dass die Rapikone sich einer Magenverkleinerung unterzogen hatte. „Er musste schnell abnehmen, weil er Herzinfarkt-gefährdet war“. Umso tragischer wirkt es im Rückblick, dass der Rapper schließlich an einem Herzstillstand starb – ein Detail, das der Doku eine bittere, fast schon zynische Note verleiht.Am Ende bleiben vor allem Bilder seiner Familie, leise Töne statt großer Inszenierung. Diese Doku versteht sich als Andenken – an einen Künstler, Unternehmer und eine Figur, die im Deutschrap unvergessen bleibt.
Fazit: „Xatar: Ein Leben ist nicht genug“ ist ein solides, stellenweise eindringliches Porträt, das die wichtigsten Stationen seines Lebens nachzeichnet. Wirklich neue Einblicke liefert die dreiteilige Produktion jedoch kaum. Vieles bleibt an der Oberfläche, Konflikte werden nur angerissen statt vertieft. Was bleibt, ist ein würdiger, aber nicht überraschender Blick auf ein Leben voller Extreme und die Frage die wohl Xatar mit ins Grab nimmt: Wo ist denn das Gold jetzt?]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 11:59:48 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3779753/vbf59ea/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="3240"
                    height="1823"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Rapper "Xatar" Giware Hajabi]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krick, Jens / Action Press / picturedesk.com]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Neues R&B-Album  - „Kehlani“: Hip-Hop-Ikonen und ein Selbstporträt]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4112777</link>
            <guid>https://www.krone.at/4112777</guid>
            <description><![CDATA[<p>Pünktlich zu ihrem Geburtstag am 24. April setzt R&amp;B-Sängerin Kehlani mit ihrem neuen Werk „Kehlani“ ein klares Zeichen: Sie zeigt sich so persönlich wie selten zuvor. Trotz hochkarätiger Features wie Usher, Missy Elliott oder Brandy bleibt das fünfte Album aber eher ein ruhiges, emotionales Statement. Wir konnten bereits vorab reinhören ...</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Pünktlich zu ihrem Geburtstag am 24. April setzt R&amp;B-Sängerin Kehlani mit ihrem neuen Werk „Kehlani“ ein klares Zeichen: Sie zeigt sich so persönlich wie selten zuvor. Trotz hochkarätiger Features wie Usher, Missy Elliott oder Brandy bleibt das fünfte Album aber eher ein ruhiges, emotionales Statement. Wir konnten bereits vorab reinhören ...</p> Mit ihrem selbstbetitelten fünften Studioalbum setzt R&B-Sängerin Kehlani ein bewusst ruhiges, aber umso eindringlicheres Statement. „Kehlani“, erscheint am 24. April – passend zu ihrem Geburtstag –  und wirkt wie ein persönlicher Marker: ein Album, das weniger erklären will, sondern fühlen lässt. Die 31-Jährige, die nicht nur als Musikerin, sondern auch als Mutter, queere Künstlerin und Stimme für mentale Gesundheit bekannt ist, zeigt sich hier reflektierter denn je.Seit ihrem Durchbruch mit dem Mixtape „You Should Be Here“ hat sich Kehlani hörbar weiterentwickelt. Während ihre frühen Songs oft noch zwischen jugendlicher Leichtigkeit und Herzschmerz pendelten, wirkt ihr Sound heute kontrollierter, bewusster – und emotional klarer. Diese Entwicklung spiegelt sich auch auf der neuen Platte wider.Alle Musik-Ikonen auf einer PlatteSchon das Intro gibt die Richtung vor: kein klassischer Song, sondern ein gesprochener Monolog über Wachstum, Brüche und Heilung. Die Worte wirken roh und ehrlich, fast wie ein Blick ins Innerste. „Growth Doesn´t Always Sound Pretty At First, Sometimes It Cracks. Sometimes It Bends But It Always Find His Way To The Light“, erklärt sie. Dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Album – ein musikalisches Selbstporträt durch und durch, getragen von Selbstbewusstsein und emotionaler Offenheit.Soundtechnisch bleibt „Kehlani“ ein echtes R&B-Album. Nach dem experimentelleren Vorgänger „Crash“, rückt sie wieder näher an den Kern ihres Klangs. Die Produktion ist bewusst reduziert gehalten und lässt ihrer markanten Stimme Raum. Als Executive Producer fungiert Khris Riddick-Tynes, der bereits mit Künstlern wie Ariana Grande, SZA, Babyface oder Drake gearbeitet hat. Beim Album selbst überrascht nicht nur die intime Herangehensweise, sondern auch die hochkarätige Besetzung. Kehlani holt sich die interessantesten und besten R&B- und Rap-Ikonen der Musikindustrie. Neben Größen wie Missy Elliott, Usher und Brandy finden sich auch Namen wie T-Pain, Cardi B Clipse oder Lil Jon auf dem Album. Trotz dieser Dichte an Superstars bleibt Kehlani konsequent bei sich. Stellenweise wirkt das Album bewusst zurückhaltend – fast so, als würde sie dann doch nicht alles preisgeben wollen, sondern vieles nur andeuten.Zwei Grammys einkassiertEin absolutes Highlight ist „Anotha Luva“, der zweite Track von „Kehlani“. Was soll man sagen, der Track ist mit Hip-Hop-Ikone Lil Wayne und hört sich sehr nostalgisch an. Der Song erinnert nämlich an klassischen 2000er-R&B und lebt von seiner ruhigen, fast schwebenden Atmosphäre. Inhaltlich dreht sich alles um eine vergangene Liebe, die sich nicht abschütteln lässt – ein Gefühl, das sich klanglich widerspiegelt. Mit dem nächsten Banger „Folded“ liefert die aus Oakland stammende Musikerin den prägendsten Moment des Albums, denn dieses Lied brachte ihr gleich zwei Grammys – einen für den besten R&B-Song und einen für die beste R&B-Perfomance. Im Video tanzt sie im silberfarbenen Body zwischen Tänzern und liefert eine klare, reduzierte Performance. „So Can You Come Pick Up Your Clothes? I have them Folded. Meet Me At The Door While it‘s Still Open“, der Track unterstreicht ihre Stellung im modernen R&B. Zwischen Nostalgie und GefühlenMehr Energie bringt dann „Back and Forth“ mit der Queen of Rap Missy Elliott. Der Track lebt vom spielerischen Austausch und sorgt für einen kurzen Kontrast innerhalb des ansonsten ruhigen Albums. Der Beat ist schneller, bleibt aber entspannt und überfordert nie. Über „Misssseeeyyy“ braucht man nicht viel sagen, man fühlt sich richtig zeitversetzt wenn man die Rhymes der heute 54-Jährigen hört.Auch „Shoulda Never“ mit Superstar Usher fügt sich nahtlos ein. Stimmlich harmonieren beide perfekt, und der Song erinnert stellenweise an Klassiker wie „My Boo“ mit Soul-Diva Alicia Keys. Man sieht das Musikvideo beim Hören fast schon vor sich ...
Besonders deutlich wird die emotionale Tiefe bei „Out the Window“. Hier zeigt sich, warum das Album als intim wahrgenommen werden kann: Kehlani singt offen über eigene Fehler, verlorenes Vertrauen und den Wunsch nach einer zweiten Chance. Zeilen über Reue und Selbstreflexion geben dem Song eine persönliche Note und machen die Gefühle greifbar. Auch Themen wie Heilung und emotionale Verarbeitung, über die sie immer wieder spricht, ziehen sich durch das neue Werk. Die ruhigeren Songs dominieren insgesamt. „I Need You“ mit Brandy setzt auf minimale Instrumentierung, wodurch die Stimmen klar im Vordergrund stehen. Gerade in dieser Reduktion entfaltet sich die Stärke beider Künstlerinnen: ruhig, präzise und emotional getragen. Dass Brandy ebenfalls zu den wertvollsten R&B-Stimmen ihrer Generation zählt, wird hier einmal mehr deutlich. Erst kürzlich wurde die „The Boy Is Mine“-Interpretin mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrt – ein Meilenstein, den auch Kehlani unterstützend begleitete. Umso stimmiger wirkt dieses Duett, das zwei Generationen des R&B auf natürliche Weise zusammenführt.Fazit: Insgesamt ist „Kehlani“ ein sehr geschlossenes, melodisches Werk, das bewusst auf große Ausbrüche verzichtet und stattdessen auf Atmosphäre setzt. Genau darin liegt aber auch seine Stärke: Die Tracks wirken glaubwürdig, weil sie auf klaren Emotionen und persönlichen Themen basieren. Gleichzeitig fehlt stellenweise ein Moment, der das Tempo anzieht und für mehr Dynamik sorgt. Gerade im Vergleich zu früheren Projekten hätte ein schnellerer, energiegeladener Track dem Album gutgetan. Am Ende bleibt ein ruhiges, ehrliches Album, das weniger auf große Hits abzielt, sondern auf Gefühl. Ein Werk, das nicht laut sein muss, um zu wirken – sondern gerade durch seine Zurückhaltung und seiner Echtheit überzeugt.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 11:54:54 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4112929/vb9914d/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1280"
                    height="720"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Kehlani neues Album]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Warner Music]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Live im WUK - Rapperin Vicky: Rave-Sound und provokante Zeilen]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4110999</link>
            <guid>https://www.krone.at/4110999</guid>
            <description><![CDATA[<p>Freitagabend – und was gibt es Besseres, als sich ein Rap-Konzert anzuschauen? Wenn die Künstlerin dann noch aus Wien kommt und Vicky heißt, ist der Abend für viele junge Erwachsene gerettet. Die österreichische Newcomerin sorgte für ein ausverkauftes WUK und heizte mit ihren vulgären Rhymes ordentlich ein. Die „Krone“ war live dabei. </p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Freitagabend – und was gibt es Besseres, als sich ein Rap-Konzert anzuschauen? Wenn die Künstlerin dann noch aus Wien kommt und Vicky heißt, ist der Abend für viele junge Erwachsene gerettet. Die österreichische Newcomerin sorgte für ein ausverkauftes WUK und heizte mit ihren vulgären Rhymes ordentlich ein. Die „Krone“ war live dabei. </p> „Bunte Scheine in meiner Baggy Jeans und du dummer kleiner Hundesohn bist leise“, rappt die österreichische Musikerin Vicky am Freitagabend im ausverkauften Wiener WUK. Rund 800 Leute gehen sofort zum rave-lastigen Sound der in Paderborn geborenen Rapperin ab.Mit ihrer Debütsingle 2024 „T-Shirt hoch, Titten raus“, die auch auf TikTok viral ging, fing alles an. Seitdem versucht sie, sich konstant im Musikbusiness zu halten – und wie man an diesem Abend merkt, gelingt ihr das ziemlich gut. Ihre Texte sind teilweise nichts für unter 16-Jährige, trotzdem wird die 24-Jährige gefeiert. Mehr als zehn Millionen Streams hat sie bereits gesammelt. Vor wenigen Wochen erschien ihr neues Mixtape „swaglord“ – und genau das wird heute ordentlich zelebriert. Für viele junge Erwachsene ist dieser Freitagabend damit gerettet.Einlass ist ab 19 Uhr, und schnell versammelt sich ein Publikum zwischen 16 und 25 Jahren zum aktuell einzigen Wien-Termin ihrer ersten Tour „Vicky, wann Welttournee?“. Kaum zu glauben, dass sie erst seit rund einem Jahr ernsthaft Musik macht. Es ist ein milder Frühlingsabend, als im WUK bereits der aufstrebende Rapper Karl Amur einheizt, bevor die 24-Jährige die Bühne betritt.
Mit „Bunte Scheine“ eröffnet sie ihr Set, direkt danach folgt „Hot Girl Summer“. Erst dann begrüßt sie ihre Fans: „Hi Wien, wie geht’s euch? Viele haben mir gesagt, dass ihr krass seid – ihr wisst ja, Wien ist meine Heimatstadt.“ Die Crowd schreit sofort los. Kurz darauf legt sie nach: „Sogar mein alter Chef ist hier, aber der soll sich nicht fi**en, meine alte Chefin soll sich fi**en“ – sie kichert. „Dieser Song brachte mich dahin, wo ich jetzt bin, dank euch“, sagt sie und leitet in „Achterbahn fahren“ über. Die Stimmung ist ausgelassen, das Publikum textsicher. Spätestens bei „Geh dumm“ und „Liebe machen“ sind alle Hände oben.Das Konzert läuft rund, gut getaktet, mit viel Interaktion. Immer wieder fragt Vicky, ob es allen gut gehe – das scheint ihr wichtig zu sein. „Wer hat mein neues Mixtape gehört?“, ruft sie und geht direkt in den nächsten Track über, während sie sich tänzerisch über die Bühne bewegt. Nach einem Song folgt ein überraschtes „Sorry Oma“ – und tatsächlich: Ihre Oma ist im Publikum, gemeinsam mit ihrem Vater und weiteren Familienmitgliedern. Ein Highlight, denn bei den expliziten Texten und Moves ist eine Entschuldigung zumindest angebracht.Stilistisch erinnert Vicky stellenweise an die deutsche Rapperin Ikkimel – nicht ohne Grund: Deren Song „Unisexklo“ war Inspiration für sie. Daraus entstand letztlich auch die Idee zu „T-Shirt hoch, Titten raus“. Auch sonst lassen sich in vielen Liedern Parallelen erkennen. „Hey hey Vicky, hey Vicky …“, schreit die Menge, bevor „aufwachen blaumachen“ startet. Gemeinsam mit dem Publikum rappt sie: „Ich mach einen Party Song und alle Atzen drehen durch, wenn ich auf die Party komm.“ Danach erzählt sie: „Als ich hier gewohnt hab, hab ich jeden Freitag gesoffen – wer ist hier FSK?“ – eine Überleitung zum nächsten Track. Bei „Mein Arsch wie ein Apfel“ dominieren harte Beats und wummernder Bass. „Mirror, mirror on the wall, we the finest of them all, I don‘t pick up when you call, still make all the players fall“, rappt sie. Der Sound erinnert an Afterhour – nur dass es gerade mal 21:30 Uhr ist.Nach „I Love Girls“ verschwindet sie kurz von der Bühne, während der DJ mit noch härteren Beats das Publikum weiter antreibt. Es wird geschrien, gesprungen – mehr Techno-Party als klassisches Konzert. Wenige Minuten später ist sie zurück: „Barkeeper gibt mir gratis Drinks … mach ne Party nur für mich“ – diesmal mit etwas mehr Melodie. „Dankeschön, das bedeutet mir so viel – Jetzt folgt ein Fotodump“, kündigt sie an und reißt noch einmal alle Hände nach oben. Bei „Good Girls“ übernimmt die Crowd einen Teil: „Die F*tzen tanzen oben ohne in nem Swimmingpool.“ Einer der neuen Tracks vom Mixtape „swaglord“, das am 26. März erschienen ist.Dann wird es persönlicher: Sie spielt einen unveröffentlichten Song namens „Fallen“. Entstanden in einer Phase, in der sie nicht wusste, wohin es gehen soll. Eigentlich wollte sie ihn nie veröffentlichen – bis sie ihn eines Tages im Uber wiederhörte und dachte: „Fu*k, der ist gut.“ Der Track ist ungewöhnlich melodisch und, wie sie selbst sagt, „sehr deep“. Den Fans gefällt's, ich glaube alles, was Vicky an diesem Abend machen würde, würde ihnen gefallen. Spätestens bei „Katz und Maus“ und „Hose runter“ ist die Party wieder voll da – vulgär, direkt, aber das Publikum liebt es. Auffällig: viele junge Frauen im Raum, die hier klar dominieren. Wieder ein „Sorry Oma“  folgt und alle lachen. Denn: diese Oma scheint wohl wirklich die coolste im Raum zu sein. Nach all dem Party-Modus wird es kurz emotional. Vicky bittet darum, beim Merch-Stand vorbeizuschauen – das ermögliche ihre Tour. Dann spricht sie über ihren Vater, der extra Shirts mit „WUK 17.4“ gedruckt hat. Ihre Stimme bricht und ein paar Tränen fließen. Ein kurzer Moment der Ehrlichkeit, bevor es weitergeht – ganz nach dem Motto „The Show must go on“, Geld hin oder her. Mit „Vodka Eis“ zieht sie das Tempo wieder an. „Ich bin immer wütend, am meisten auf die Männer – lasst uns alle schreien“, ruft sie und steigt direkt in den Titeltrack „swaglord“. Die Crowd grölt jede Zeile mit: „Swag swag swag ich fi*k die Polizei, zeig dir den Mittelfinger und dann steck ich ihn dir rein.“ Auch bei „P*rno“ wird lautstark mitgerappt. „Das war insane“, kichert sie. „Denkt ihr, dass ich dumm bin, nur weil ich mit meinem Arsch wackel?“ teasert sie auf „FKK“ an. „Danke, dass ihr hier seid, das war toll“, danach verlässt sie die Bühne. Folgt hier eine Zugabe? – aber natürlich. Mit „Hose runter“ eskaliert der Raum ein letztes Mal: „Ich hab den größten…“ – alle springen, schreien „Vicky! Vicky! Vicky!“ Zum Glück hat an diesem Abend niemand wirklich die Hosen heruntergelassen. Zum Abschluss noch einmal „aufwachen, blaumachen“ – und alle Atzen drehen komplett durch, genau so, wie sie es selbst rappt ...Fazit: Die Newcomerin ist gerade in einer starken Phase und dürfte mit ihrer bestehenden Fanbase bald größere Hallen füllen. Ihre vulgären Texte sind sicher nicht für alle gemacht, doch mit ihrer Energie, Bühnenpräsenz und ihrer überraschend herzlichen Art zieht Vicky das Publikum komplett in ihren Bann. Hinter der harten Fassade steckt eine emotionale, junge Künstlerin mit viel Potenzial.Kritikpunkte bleiben Kleinigkeiten: Die Lichtverhältnisse waren nicht immer optimal, kleinere Besucher hatten durch die niedrige Bühne teilweise schlechte Sicht – und auch das Personal im Hintergrund hätte stellenweise freundlicher sein können. Aber naja, typisch für solche Locations in Wien, oder? Insgesamt gilt: Wer eine kompromisslose Rave-Party mit zugespitzten Lyrics sucht, ist bei Vicky genau richtig.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:00:14 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4111119/v08bddc/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="3239"
                    height="1822"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[vicky.jpeg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[CHALUK/Lukas CHARWAT]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[„Krone“-Interview - Rapper benno!: Zwischen Schulbank und Erfolgskurs]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4109045</link>
            <guid>https://www.krone.at/4109045</guid>
            <description><![CDATA[<p>Mit TikTok zum Erfolg: benno! gehört zu den spannendsten jungen Stimmen im Deutschrap. Im „Krone“-Talk spricht der 19-Jährige über seinen Werdegang, den Spagat zwischen Schule und Musik sowie seine erste Tour – und verrät, was ihn aktuell antreibt und wohin sein Weg noch führen soll.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Mit TikTok zum Erfolg: benno! gehört zu den spannendsten jungen Stimmen im Deutschrap. Im „Krone“-Talk spricht der 19-Jährige über seinen Werdegang, den Spagat zwischen Schule und Musik sowie seine erste Tour – und verrät, was ihn aktuell antreibt und wohin sein Weg noch führen soll.</p> Mit 19 Jahren steht Ben Joseph Burrow alias benno! dort, wo viele noch hinwollen: mitten im Durchbruch. Er zählt zu den spannendsten Newcomern im deutschsprachigen Raum. Über TikTok wurde der junge Rapper quasi über Nacht bekannt. Im Februar 2025 erreichte sein Song „Dein Mann Freestyle“ Platz 18 der deutschen Charts. Auch der gemeinsame Track „Rede“ mit der ebenfalls jungen Rapperin Zah1de sorgte für große Aufmerksamkeit und ging viral – mehr als 500.000 Likes und mehreren Millionen Streams. Nun mit weiteren Solo-Releases und seiner ersten eigenen Tour setzt benno! seinen Aufstieg nun konsequent fort. Im „Krone“-Talk zeigt sich der 19-Jährige nahbar, humorvoll und ganz in seinem Element.  „Waaas geeeht?“, sagt er zu uns – und steigt direkt und offen ins Gespräch ein.„Krone“: Erzähl mir was über dich. Wann hast du das erste Mal so richtig gewusst, dass du Musik machen möchtest und Rapper werden willst?benno!: Also, ich glaube, so richtig angefangen hat’s mit 14 oder 15. Da habe ich das erste Mal selbst Musik gemacht und bin überhaupt damit in Berührung gekommen, etwas Eigenes zu kreieren. Seitdem war mir eigentlich klar, dass ich das machen will und mein volles Potenzial ausschöpfen möchte. Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht, auch wenn es anfangs natürlich noch nicht so gut war (lacht). Aber als dann das erste positive Feedback kam und die Leute meinten, „bleib dran, daraus kann was werden“, wusste ich: Ey, das will ich zu 100 Prozent durchziehen – ohne zurückzuschauen.Wie ist das bei dir in der Familie – gibt’s da noch mehr musikalische Einflüsse und hast du Geschwister?Ich hab einen großen Bruder – Tim, der ist 29. Er ist wirklich der beste große Bruder und macht auch mein Management. Wir haben uns das alles zusammen aufgebaut. Musikalisch ist meine Familie schon irgendwie angehaucht, vor allem durch meinen Vater. Der ist Engländer und hat uns früh mit englischen Soulsongs geprägt und mich damit quasi großgezogen. So richtig aus der Musikindustrie kommt aber niemand – mein Vater spielt nur ein bisschen Gitarre. Dieser Einfluss, viel The Beatles und so, hat mich aber schon früh begleitet. Das war auch meine erste richtige Berührung mit Musik. Und er hat mir im Grunde gezeigt, dass Musik Emotionen auslösen kann.Spielst du selbst ein Instrument?Nee, eigentlich nicht. Aber ich versuche mir gerade ein bisschen Klavier beizubringen. Ich hatte früher mal Klavierstunden, und jetzt wird das für die Tour auch spannend, was man damit auf der Bühne machen kann. Ich gehe das einfach Schritt für Schritt an und bring mir das selbst bei (lacht).
Wenn du dich in deiner jetzigen Situation in drei Worten beschreiben könntest – dich und deine Musik – welche wären das?Hm, schwierig … Ich würde sagen, es ist echt nicht leicht, dafür die richtigen Worte zu finden. Aber wenn ich’s beschreiben müsste, dann vielleicht: für jeden Menschen.Egal, ob du 12 bist oder 44, ob du arbeitest oder noch zur Schule gehst – ich glaube, jeder kann sich irgendwie mit meiner Musik identifizieren. 
Autotune: Für dich nur ein Tool oder ein echtes Stilmittel.Stilmittel 100 %.
Wenn du entscheiden müsstest zwischen Liebe und Karriere, was wäre es?Ich sage, ein gesunder Mix aus beidem.
Ein Wort für Deutschrap aktuell?Fresh.
Ein Wort für deine größte Angst.Enttäuschung.
Ich bin Fan von vielen Features oder mehr Solosongs?Ab jetzt mehr Solosongs.
Mein Lieblingsfrühstück derzeit?Ein Ingwershot
Damit struggle ich noch immer:„Corporate“-Telefonate – dieses Wording ist einfach weird.
Nie wieder WLAN oder nie wieder Musik hören?Nie wieder WLAN.
Lieber zehn TikToks drehen oder einen Song fürs Album fertig machen?Ein Song fürs Album fertig machen.
Erfolg verändert oder Erfolg zeigt?Erfolg zeigt.
Gibt es einen Song aus deiner bisherigen Diskografie, der dir persönlich am meisten bedeutet – und warum ist gerade dieser so besonders für dich?Ich glaube, aktuell ist es tatsächlich noch – „Love You Anyway“. Der Song hat mir selbst gezeigt, dass da noch viel mehr geht und alles noch größer werden kann – und auch wird, da bin ich mir sicher. Der Track ist natürlich sehr emotional und liegt mir extrem am Herzen. Gleichzeitig war er für mich auch eine Art Bestätigung. Viele haben ja gesagt, das wären nur TikTok-Hits oder ich wäre ein One-Hit-Wonder-Ding – aber ich wusste immer, dass das nicht stimmt. Und mit dem Song haben wir wieder gezeigt, dass wir hier sind, um zu bleiben. Für mich ist „Love You Anyway“ auch so ein Beweis dafür, dass wir mehr können als nur Rap und dass musikalisch alles möglich ist. Er zeigt unsere Vielseitigkeit und auch meine eigene Entwicklung. Und am Ende ist es einfach ein schöner Song – ich mag das Thema. Ich mag Liebe einfach generell (lacht).
Gibt es eigentlich Themen, über die du bewusst noch nicht gerappt hast oder nicht rappen möchtest?Gute Frage. Ich muss kurz überlegen, aber das ist Schwer zu sagen. Ich versuche mich schon ein wenig von diesem ganzen Straßending zu distanzieren. Klar, man bekommt viel mit, sieht und hört auch einiges. Aber ich identifiziere mich damit einfach nicht zu hundert Prozent und will darüber auch nicht unbedingt reden oder rappen. Meine Message ist eher Frieden – und dass Gewalt und solche Straßenaktivitäten nichts für mich sind. Was möchtest du, dass deine Fans fühlen oder denken, wenn sie deine Songs hören – zum Beispiel bei „Love You Anyway“? Was willst du ihnen damit mitgeben?Ich glaube, bei „Love You Anyway“ geht es mir vor allem darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jeder seine eigenen Probleme hat – egal ob Liebe, Trauer oder Herzschmerz. Jeder lebt sein eigenes Leben und hat seinen eigenen Struggle. Und ich finde, man sollte mehr Rücksicht aufeinander nehmen, weil man nie weiß, was im Kopf von jemand anderem abgeht. Der Song ist für mich ein gutes Beispiel, um genau diese Gedanken widerzuspiegeln. Gleichzeitig steckt da auch viel Hoffnung drin. Ich glaube, jeder hat schon mal jemanden geliebt oder verloren – egal in welcher Form. Und genau dieses Gefühl, trotzdem dranzubleiben und nicht aufzugeben, ist eine wichtige Message für mich.Du hast vorhin ja kurz Tiktok erwähnt. Wie sehr beeinflusst denn Tiktok deine Musik und den jetzigen Erfolg? Meine Musik wird von TikTok kaum beeinflusst. Ich war noch nie am Scrollen und hab mir gedacht: „Boah, genau so einen Song will ich jetzt machen.“ Das kommt immer von uns selbst. Was meinen Erfolg angeht, war TikTok natürlich ein extremer Vorteil. Das ist einfach die Plattform, auf der ich groß geworden bin. Für andere war’s früher vielleicht Instagram, für mich ist es TikTok – gerade für diese neue Generation. Und ich kann jedem nur sagen: Man sollte diese Chance nutzen. Früher haben Leute ihre CDs auf den Straßen verkauft, heute kannst du einfach ein Video hochladen. Ich glaube, gerade Newcomer sollten das zu ihrem Vorteil nutzen, weil nichts daran peinlich ist, seine Musik zu promoten. Ich hab’s genauso gemacht – und bei mir hat’s funktioniert(grinst).Aber findest du, dass man heute als Künstler jetzt mehr Content Creator sein muss? Ich glaube eher das Gegenteil. Am Anfang musst du schauen, dass du auch einen gewissen Mehrwert bietest, was Entertainment angeht. Klar, wenn du extrem talentiert bist und gute Musik machst, kommst du auch weit – aber gerade am Anfang reicht das oft nicht allein. Meine Generation ist extrem schnelllebig, die sucht ständig nach neuen Reizen. Da schaut sich niemand 15 Minuten lang ein Video an, nur um zu sehen, wie gut jemand singen kann. Du musst die Leute auch entertainen und dich interessant machen. Man muss sich einfach selbst gut vermarkten. Für mich bin ich Künstler – mit Appeal.
Wenn du aber einen Song machst – denkst du dabei manchmal schon daran, ob er auf TikTok viral gehen könnte? Klar. Ich glaube, das macht mittlerweile jeder. Auch viele ältere Rapper schauen inzwischen darauf, was auf TikTok gut funktioniert. Am Ende ist es ja so: Wenn ein Song auf dieser Plattform funktioniert, funktioniert er meistens auch generell gut. Und ich halte das für kein Geheimnis. Natürlich schaut man, wie ein Track dort performt oder wie er auf Social Media ankommt. TikTok spielt da schon eine große Rolle aber auch Instagram. Insgesamt ist das einfach ein großer Faktor geworden.
Weil du sagtest auch viele Rapper, wer sind denn aktuell deine Lieblingskünstler? Gibt es jemanden, der dich besonders geprägt hat oder du gerade viel hörst – egal ob aus Deutschland oder international?Also offen gesagt: aus Deutschland aktuell nicht mehr so viele. Man lernt die Szene ja auch ein wenig kennen – ich versuche mit allen gut zu sein, aber ich lass Deutschland da erstmal außen vor. International hat mich auf jeden Fall Drake extrem geprägt – für mich ist er der „GOAT“ (lacht). Ich hör generell viel ruhige, melancholische Sachen, zum Beispiel SZA oder Bryson Tiller. Aber in Deutschland finde ich Reezy im R&B-Bereich stark.Du hast ja schon mit einigen Rappern zusammengearbeitet, unter anderem mit Nimo und zuletzt mit der jungen Rapperin Zahide. Gibt es jemanden mit dem du als Nächstes gerne einen Track machen würdest?Wenn ich mir jemanden aussuchen könnte, mit dem ich unbedingt mal einen Track machen will, dann wäre das Peter Fox. Der ist eine absolute Legende. Ich hab sogar schon einen Song, bei dem ich ihn mir perfekt darauf vorstellen könnte.Zahide ist ja ein gutes Beispiel für einen TikTok-Durchbruch. Wie war die Zusammenarbeit mit ihr – und wie ist der Song „Rede“ entstanden?Die Zusammenarbeit war super entspannt und total harmonisch. Viele vergessen ja, dass sie noch zur Schule geht und erst 15 ist – sie ist einfach auch ein ganz normales Mädchen. Ich glaube, genau deshalb war das alles so auf Augenhöhe. Wir haben uns menschlich einfach gut verstanden und gar nicht groß an Zahlen gedacht. Und dann hat das erste Tiktok von uns, einfach mal 500.000 Likes gemacht – Wahnsinn. Wirklich nur Liebe für Zahide, sie ist echt korrekt.
Du hast Schule ja schon angesprochen – wie läuft das bei dir aktuell? Machst du noch Abi?Ich bin mittendrin. Ich schreibe bald meine Abiturprüfungen – und muss auch noch lernen. Aber ich bin echt froh, dass ich das durchgezogen habe. Bei mir ist ja alles in der Oberstufe passiert, ich hab das parallel gemacht – Schule und Musik, das sind quasi zwei Jobs. Wenn ich das schaffe, klopf ich mir selbst auf die Schulter.
Du kommst am 21. Mai im Zuge deiner ersten eigenen Tour nach Wien – warst du schon einmal bei uns und hast du auch Zeit, die Stadt ein wenig zu genießen?Ja, ich war schon mal in Wien, aber das war noch vor der Musik – damals auf Klassenfahrt in der zehnten Klasse. Ich war im Prater und in der Innenstadt, das hat mir richtig gut gefallen. Diesmal haben wir uns auch bewusst Zeit eingeplant, um lecker essen zu gehen, ein wenig zu shoppen und einfach alles zu genießen. Ich wollte damals schon zu Ferhat-Döner, hab’s aber nicht geschafft, das will ich jetzt nachholen. Ich werd’s aber eher entspannt angehen und nicht alles groß ankündigen – vielleicht eine kleine Instagram-Story. Und wenn mich jemand erkennt, freue ich mich natürlich, nehme mir Zeit und mach auch gern ein Foto.
Was können deine Fans vom Konzert erwarten? Ich will noch nicht zu viel verraten – wir sind jeden Tag am Planen. Es wird aber sehr emotional und spektakulär.
Letzte Frage, was treibt dich aktuell am meisten an?Frieden. Ich will einfach mit mir selbst im Reinen sein und dass es meinem Team, meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich weiß aber auch, dass man nie komplett zufrieden sein sollte – weil genau, dass einen antreibt, weiterzumachen und besser zu werden. Am Ende geht’s darum, sich gemeinsam etwas aufzubauen und diesen Erfolg Schritt für Schritt zu erreichen. Dafür arbeite ich jeden Tag.
Wer benno! erleben möchte, kann sich Tickets unter www.oeticket.com sichern und am 21. Mai live dabei sein.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:00:35 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4109047/v664762/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="2048"
                    height="1152"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[benno! Rapper]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Sony]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Live in der Stadthalle - Jason Derulo: Heiße Tanzmoves und Kokosnusswasser]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4064430</link>
            <guid>https://www.krone.at/4064430</guid>
            <description><![CDATA[<p>Mit mehr als 250 Millionen verkauften Singles und Milliarden Streams gehört Jason Derulo zu den erfolgreichsten Pop- und R&amp;B-Künstlern weltweit. Am Dienstagabend verwandelte er die Wiener Stadthalle mit seiner „The Last Dance – World Tour“ in einen Hexenkessel – inklusive Kreisch-Alarm und schweißtreibender sexy Tanz-Show. Vor dem Konzert durften wir den Superstar im Backstage-Bereich zum kurzen Talk treffen.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Mit mehr als 250 Millionen verkauften Singles und Milliarden Streams gehört Jason Derulo zu den erfolgreichsten Pop- und R&amp;B-Künstlern weltweit. Am Dienstagabend verwandelte er die Wiener Stadthalle mit seiner „The Last Dance – World Tour“ in einen Hexenkessel – inklusive Kreisch-Alarm und schweißtreibender sexy Tanz-Show. Vor dem Konzert durften wir den Superstar im Backstage-Bereich zum kurzen Talk treffen.</p> 10.000 Fans, kreischende Stimmen, blinkende Armbänder und ein oberkörperfreier Superstar: Jason Derulo verwandelte die Wiener Stadthalle am Dienstag in eine einzige Tanzparty. „Shimmy shimmy yay, shimmy yay, shimmy ya – Swalla-la-la“ – das Publikum hatte offensichtlich große Lust auf eine sexy Jason-Derulo-Show. Vor zwei Jahren war der Weltstar zuletzt in Wien, auch heuer legte er mit seiner „The Last Dance – World Tour“ wieder einen Zwischenstopp in der österreichischen Hauptstadt ein, bevor es weiter in die Schweiz ging. Doch bevor es musikalisch losging, durften wir Derulo exklusiv backstage zum Interview treffen.Als wir die Stadthalle betreten, haben sich bereits zahlreiche Fans versammelt – ein buntes Publikum aus Jung und Alt. Seit mehr als 15 Jahren ist Derulo fester Bestandteil der Pop- und R&B-Szene. Seine Songs sind energiegeladen, und selbst Menschen, die sonst wenig Berührungspunkte mit seiner Musik haben, kennen zumindest einen seiner Hits.Backstage mit Jason Derulo Im Backstagebereich warten wir gespannt auf den Frauenschwarm. „Er hat noch TikToks auf der Bühne und vor der Stadthalle gemacht“, erklärt uns der Veranstalter. Natürlich hat er das – auf TikTok ist der heute 36-Jährige äußerst aktiv. Viele Influencer verwenden seine Sounds, und in zahlreichen Videos taucht Derulo selbst auf. Als er schließlich den Raum betritt, ist es so weit. Und natürlich erscheint er in einem auffälligen Look: eine lange schwarze Lederjacke, die ein wenig an den Stil von Michael Jackson erinnert, vorne offen – der durchtrainierte Oberkörper muss natürlich zur Schau gestellt werden – dazu eine schlichte schwarze Stoffhose. „Hey, freut mich, dich kennenzulernen“, sagt er mit einem sympathischen Lächeln. In der Hand hält er ein Kokosnussgetränk – wie sich später herausstellt, ein fixer Bestandteil seiner Tourroutine.Seine bisherigen Shows der „The Last Dance“-Tour sind bekannt für einen Mix aus Hits, spektakulären Tanzeinlagen und aufwendiger Bühnenshow. Trotzdem wollten wir genauer wissen, was das Wiener Publikum erwartet.„Die Show heute Abend ist extrem energiegeladen“, erzählt er. „Sie ist voller intensiver Tanz-Performances. Einige der weltweit besten Tänzer sind mit mir auf der Bühne – und ihr bekommt natürlich all die Hits, die ihr kennt und liebt. Es ist wie eine emotionale Reise mit Höhen und Tiefen.“ Eigentlich sollte das Konzert um 20.30 Uhr beginnen. Doch kurz vor 21 Uhr ist noch immer nichts passiert. DJ Sincere und auch die Vorband LZ7 sorgen zwar kurz für Stimmung, doch der Hauptact lässt auf sich warten.
Vielleicht benötigte der Sänger ja noch einen kurzen Powernap. Denn wie wir im Gespräch erfahren, ist Schlaf für ihn auf Tour besonders wichtig – so wichtig, dass er Wien dieses Mal regelrecht verschlafen hat. Auf die Frage, ob er hier etwas unternehmen oder sich die Stadt ansehen konnte, antwortet er ehrlich: „Die Tour besteht im Moment wirklich nur aus Show nach Show. Ich verbringe die meisten Tage damit zu schlafen.“Hitfeuerwerk und spektakuläre TanzshowEin paar Minuten vor neun beginnt schließlich das Intro. Auf drei großen Videowänden startet eine Inszenierung, während vier Tänzer in weißen, kittelähnlichen Outfits auf der Bühne erscheinen. Zwei Frauen stehen zudem in einer Art elektrischer Telefonzelle. Mit dem Song „Sexy For Me“ betritt Derulo schließlich selbst die Bühne – begleitet von Pyrotechnik und einer ganzen Reihe Tänzerinnen und Tänzer. Auch hier trägt er wieder Leder und lässt seinen fitten Body nicht lange unter der Jacke verschwinden.Beim zweiten Song beginnen die LED-Armbänder im Publikum zu leuchten – offenbar Teil jedes Tickets. Besonders bei dem Superhit „Wiggle“ blinken sie im Takt. Und nicht nur sie: Auch die Tänzerinnen sorgen mit ihren Choreografien für ordentlich Bewegung auf der Bühne. Apropos Tänzer: Die sind tatsächlich beeindruckend. Derulo hat also nicht zu viel versprochen. Er hat einige der weltweit besten Tänzer mitgebracht – darunter Laurent und Larry Nicolas Bourgeois (37), besser bekannt als Les Twins, die sonst auch für Beyoncé tanzen. Dann richtet er sich endlich direkt ans Publikum:„Vienna, what’s up?“ In einer emotionalen Rede bedankt er sich bei den Fans und fragt: „Gibt es hier Leute, die mich schon seit dem Anfang begleiten – seit 2009?“ Danach fügt er hinzu, dass es wohl Zeit sei, „wieder zum Anfang zurückzugehen“, bevor er mit seinem frühen Hit „Whatcha Say“ wirklich in die Anfangszeit seiner Karriere zurückkehrt.Ein emotionaler „Derulo-Jungle“ Bei „Marry Me“ wird es emotional. Das Publikum singt laut mit und kreischt – vermutlich sowohl wegen seines Outfits als auch wegen seines Gesangs. Hier zeigt er nämlich, dass er auch die hohen Töne problemlos trifft. Kurz darauf verändert sich das Bühnenbild erneut: Auf der LED-Wand erscheint der Schriftzug „Derulo Jungle“, während die Tänzer das gesamte Bühnenbild dominieren – bis Derulo schließlich in einem auffälligen Leopardenmantel zurückkehrt. „Vienna, are you ready to party?“, ruft er und heizt dem Publikum weiter ein.Bei Hits wie „Swalla“, „Tip Toe“, „Ridin’ Solo“ – bei dem er kurz erzählt, dass er den Song 2010 geschrieben hat, nachdem ihm das Herz gebrochen wurde – sowie „Savage Love“ und „Talk Dirty“ verwandelt sich die Stadthalle endgültig in eine große Ü20-Party. Besonders bei „Savage Love“ wird es kurz magisch: Seifenblasen schweben durch die Halle, während Tausende Fans laut mitsingen. Nach etwa einer Stunde folgt schließlich der Moment, auf den viele gewartet haben. Aus den Boxen schallt der berühmte Ruf durch die Stadthalle:„Jaaason Deruuulooo!“ – und selbst der Sänger feiert das mit weiteren feurigenTanzmoves.Auf die Kokosnuss gekommen Bereits im Backstage-Gespräch hatte der Sänger erklärt, wie er diese Energie jeden Abend aufbringen kann: „Schlaf ist unglaublich wichtig. Wenn man jeden Abend auf diesem Level performen will, muss man ausgeruht und gesund sein. Deshalb trinke ich auf Tour kaum Alkohol und mache außerhalb der Shows auch nichts Verrücktes.“ Den gesunden Lifestyle merkt man ihm an. Auch seine Ernährung ist entsprechend diszipliniert: Sein Lieblings-Pre-Show-Snack besteht aus Kokosnusswasser, Datteln und gemischten Nüssen.Dass er trotz der intensiven Show immer noch so viel Power auf der Bühne hat, erklärte Derulo bereits im Backstage-Gespräch: „Ich liebe es einfach. Es ist meine Leidenschaft. Selbst wenn ich nicht dafür bezahlt werden würde, würde ich es trotzdem tun. Es ist einfach das, was ich am liebsten auf der Welt mache.“  Zwischen den Songs wird der Sänger auf der Bühne kurz nachdenklich. Er erzählt dem Publikum eine Geschichte über Menschen, die mehrere Tage in völliger Dunkelheit verbringen mussten. Dafür verlässt er sogar kurz die Bühne und mischt sich unter die Fans in den vorderen Reihen. „Wenn sie danach wieder das Sonnenlicht sehen, sind sie plötzlich unglaublich dankbar für die einfachen Dinge im Leben“, erklärt er. Man müsse nicht immer nach immer mehr streben – manchmal reiche schon ein Sonnenuntergang oder der Blick in das Gesicht eines geliebten Menschen. „Ich bin unglaublich dankbar für euch heute Abend“, sagt er schließlich zum Publikum. „Danke, dass ihr hier seid.“ Immer wieder wechseln Bühnenbilder und Outfits. Mal steht Derulo im eleganten Anzug auf der Bühne, mal wieder oberkörperfrei – während auch seine Tänzer immer neue Looks präsentieren. Beim Song „Trumpets“ regnet es schließlich rotes Lametta von der Decke, während alle weiterhin laut mitsingen. Das große Finale folgt mit „Talk Dirty“ – begleitet von Konfetti, Rauchpistolen, seiner leicht bekleideten Tanzcrew und einem erneut oberkörperfreien Jason Derulo.Zum Abschluss sorgt er dann noch für einen besonderen Moment und singt noch ein Mädchen aus dem Publikum direkt an, beugt sich zu ihr hinunter und singt sogar auf Deutsch statt auf Englisch: „Ich liebe dich.“ Die junge Frau kann ihr Glück kaum fassen.Fazit:„The Last Dance“ ist eine spektakuläre Tanzshow, wie der Name schon verrät. Dass Derulo einige der weltweit besten Tänzer auf der Bühne hat, wird vom ersten Moment an bildlich klar – teilweise stehlen sie ihm aber obendrein kurz die Show. Gesang steht dabei nicht immer im Mittelpunkt, dafür umso mehr Entertainment, Choreografie und Party-Stimmung. Selbst nach 17 Jahren, weiß „Jasoon Derullooo“ wie er ein einfaches Konzert in eine riesige Ü20-Party verwandelt.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:01:28 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4065425/vb169b2/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="2046"
                    height="1151"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Jason Derulo in der Stadthalle]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Andreas Graf]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Debütalbum: „Farben“ - Kane: Newcomer mit Stimmgewalt statt Autotune]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4049978</link>
            <guid>https://www.krone.at/4049978</guid>
            <description><![CDATA[<p>Der Berliner Künstler Kane legt mit seinem Debütalbum „Farben“ nach — und macht damit endgültig klar, welches Potenzial in ihm steckt. Bereits mit seiner ersten EP „Waldbrand“ zog er Aufmerksamkeit auf sich. Wir haben in das neue Werk des charismatischen Künstlers mit der sanften Soul-Stimme hineingehört.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der Berliner Künstler Kane legt mit seinem Debütalbum „Farben“ nach — und macht damit endgültig klar, welches Potenzial in ihm steckt. Bereits mit seiner ersten EP „Waldbrand“ zog er Aufmerksamkeit auf sich. Wir haben in das neue Werk des charismatischen Künstlers mit der sanften Soul-Stimme hineingehört.</p> Seine Stimme ist purer Soul, seine Texte gehen in die Tiefe. Kane zählt aktuell zu den spannendsten Newcomern aus Berlin. Nach seiner erfolgreichen Debüt-EP „Waldbrand“ legt der talentierte Sänger nun mit seinem ersten Album „Farben“ nach — und positioniert sich damit selbstbewusst in der deutschen Musiklandschaft. Schon mit Songs wie „Narben“ oder „Weiße Weste“ zeigte der Kreuzberger, dass in ihm viel Soul und R&B steckt. Genau diese Mischung prägt auch sein Debüt. Kane bringt alles mit, was man von einem modernen Hood-Künstler erwartet: raues Auftreten, klare Straßenreferenzen — und dazu eine überraschend sanfte, fast engelsgleiche Stimme. Dieser Kontrast ist wohl sein größtes Kapital.Poppige Lovesongs sowie Themen wie Verlust und Schmerz, getragen von Soul-Einflüssen, bilden das Fundament von „Farben“. Passend zum Release spielte Kane am 16. Februar seine erste eigene Berlin-Show, die nach wenigen Stunden ausverkauft war. Ein starker Startpunkt für ein Debüt, das klarmacht, wo er herkommt und wo er hin will. Das Album umfasst 16 Tracks bei rund 44 Minuten Laufzeit. Schon das Cover deutet das Konzept an: Der Berliner zeigt sich umgeben von verschiedenen Farben — ein visuelles Statement dafür, dass seine Musik mehr als nur eine Gefühlslage kennt.Seine eigene Welt rettenGleich zu Beginn zieht „Odysee“ tief hinein in Kanes Klangwelt. Die Stimme steht fast nackt im Raum, getragen von einer melancholischen, filmischen Produktion. Es wirkt wie ein Prolog — ruhig, aber eindringlich. Diese Stimmung zieht sich auch durch das folgende „Lifestyle“, in dem Kane seine Herkunft reflektiert und zwischen Straßenrealität und Sehnsucht nach Ausbruch pendelt. Musikalisch bleibt alles im soulig-balladesken Bereich. Immer wieder zeigt er, wie stark er im melodischen Fach ist. „Wir beide“ entfaltet seinen Reiz vor allem über die Stimme, die stellenweise fast nur noch ein Hauch ist und trotzdem trägt. Mit dem Titelsong „Eintausend Farben“ öffnet sich das Soundbild etwas: mehr Tempo, Trap-Einflüsse, eine Hook mit klarer Ohrwurm-Qualität. Hier blitzt deutlich sein Pop-Gespür auf.Zu den prominentesten Momenten gehört die Zusammenarbeit mit Sido auf „Welt retten“. Gleich zu Beginn stellt Kane die zentrale Frage: „Kannst du meine Welt retten? Danach gehör ich dir.“ Der Song greift motivisch Tim Bendzkos Hit von 2011 „Nur  kurz die Welt retten“ auf, übersetzt die Grundidee aber in ein deutlich düsteres, moderneres Gewand. Sido zeigt einmal mehr, warum er seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des Deutschrap zählt: technisch souverän, mit klarem Flow und der gewohnt rauen Präsenz. Egal, wie viel Zeit zwischen seinen Releases liegt — seine Parts sitzen. Während der Rapper routiniert durch seinen Verse gleitet, hält Kane die emotionale Klammer zusammen. Für einen Debüt-Act ist dieses Feature ein starkes Ausrufezeichen.Wenn Harmonie, die Melancholie schlägtAuch in der Album-Mitte bleibt Kane thematisch nah bei sich. In Songs wie „Frieden“ oder „Benzin“ arbeitet er viel mit offenen Bildern und Andeutungen. „Frieden“, geschrieben von Tekin Kanecan und Xavier Naidoo, trägt diese Handschrift besonders deutlich. Mit Zeilen wie „Ich suche nach Frieden, ich brauche deine Liebe“ bringt Kane seine innere Zerrissenheit auf den Punkt. Der Song lebt von seiner verletzlichen Stimmung und der spürbaren Suche nach innerem Halt. Nicht jede Zeile erklärt sich sofort — genau darin liegt aber auch der Reiz. Seine Musik erzählt zwar klar aus seinem Leben, funktioniert aber stärker über Stimmung und Bilder als über klassisch durcherzählte Geschichten.Besonders stark wird die Platte immer dann, wenn große Emotionen auf hochwertige Produktion trifft. Ein Paradebeispiel ist „2 Gesichter“. Hier zeigt sich auch die Klasse von Produzent Berky, der seit Jahren zu den gefragtesten Hitlieferanten im deutschsprachigen Pop, Rap und R&B-Kosmos zählt. Berky arbeitete bereits für Acts wie Ayliva, Apache oder Ski Aggu. Die Streicher sitzen punktgenau, der Aufbau trägt die Vocals perfekt — ein Moment, in dem der Vollblutmusiker sein stimmliches Potenzial voll ausschöpft. 
Der Track „Harmonie“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und versprüht warme 2000er-Vibes, ohne altbacken zu wirken. Der Song trägt eine spürbare Leichtigkeit in sich, die an klassische Soul-Pop-Momente erinnert — stellenweise fühlt man sich an die Wärme und Lockerheit von Lionel Richies „All Night Long“ erinnert, auch wenn der Song ursprünglich aus den 80ern stammt. Dieser positive, fast sommerliche Groove hebt den Track wohltuend aus der sonst eher melancholischen Grundstimmung des Albums heraus. Kanes Stimme vibriert hier spürbar, klingt weich und gleichzeitig selbstbewusst. Spätestens an diesem Punkt wird klar: Der Sänger versteht es, Emotion zugänglich zu machen, ohne ins Kitschige zu kippen.Emotionales FinaleMit Zackavelli holt er sich gegen Ende noch einmal deutliche Rap-Energie auf die Platte. Der Feature-Part auf „Freunde > Feinde“ bringt eine lässige Straßenkante hinein, die gut mit Kanes melodischem Ansatz kontrastiert.Den emotionalen Schlusspunkt setzt jedoch „Fluch“. Der Song wirkt wie ein sehr persönliches Outro, in dem der Künstler Verlust, Druck und innere Konflikte verarbeitet. Besonders die Passage über seinen verstorbenen Vater gehört zu den eindringlichsten Momenten des Albums und verleiht dem Finale echtes Gewicht. Hier hätte man sich allerdings mehr gewünscht — mit gerade einmal 1:30 Minuten fällt das emotionale Outro spürbar zu kurz aus.Fazit: Mit „Farben“ liefert Kane ein geschlossenes Debüt zwischen Soul, R&B und modernem Deutschrap. Seine größte Stärke bleibt die charismatische Stimme: warm, klar und erstaunlich kraftvoll und das ganz ohne übermäßigen Autotune. Noch ist nicht jeder Moment voll ausgereift, doch das Potenzial ist unüberhörbar. Er schafft Atmosphäre, erzählt über Stimmungen statt über plakative Hooks und hebt sich durch seinen markanten Kontrast aus der Masse hervor. Ein Newcomer, den man besser im Blick behalten sollte.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:01:55 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4050829/v449458/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Neues Album von Kane 1.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Sony Music  2026 Bipolar Berlin under exclusive license to FOUR MUSIC PRODUCTIONS GmbH, a Sony Music Entertainment company]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Neues Album von Hava - „Element“: Leise Töne, die mitten ins Herz gehen]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4041001</link>
            <guid>https://www.krone.at/4041001</guid>
            <description><![CDATA[<p>Sängerin Hava zählt zu den Ausnahmetalenten der deutschen Musikindustrie. Sie ist keine klassische Rapperin, sondern verbindet melodischen Rap mit gefühlvollem Gesang. Mit ihrem Album „Element“ gewährt sie tiefe Einblicke in ihre Seele und nimmt uns mit auf eine emotionale Reise in ihr Innerstes. Wir haben uns die berührende Platte genauer angehört.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Sängerin Hava zählt zu den Ausnahmetalenten der deutschen Musikindustrie. Sie ist keine klassische Rapperin, sondern verbindet melodischen Rap mit gefühlvollem Gesang. Mit ihrem Album „Element“ gewährt sie tiefe Einblicke in ihre Seele und nimmt uns mit auf eine emotionale Reise in ihr Innerstes. Wir haben uns die berührende Platte genauer angehört.</p> Seit ihrem Durchbruch im Jahr 2019 zählt Hava zu den erfolgreichsten deutschen Sängerinnen. Der entscheidende Karriereschritt gelang ihr mit der Gold-Single „Kein Schlaf“ gemeinsam mit Nimo, die direkt auf Platz 1 der deutschen Charts einstieg. Seither steht sie für melodischen Rap und ihre unverkennbare soulige Stimme. Doch in den vergangenen Jahren hat sich nicht nur musikalisch viel bei ihr getan, sondern auch privat: Vor Kurzem heiratete sie den Rapper Dardan, und noch in diesem Jahr werden die beiden Eltern.Mit ihrem fünften Album „Element“ zeigt die 27-Jährige eine Seite von sich, die verletzlich und tief emotional ist. Dieses Album ist kein lautes Statement, keine Sammlung von Chart-Hits – es ist vielmehr ein Tagebuch in Musikform. Jeder Song kreist um Liebe, Sehnsucht, Verlust und Hoffnung. Und Hava gelingt es, all diese Gefühle so zu transportieren, dass sie nicht konstruiert wirken, sondern echt.Von Herzschmerz und ewiger VerbundenheitSchon der Opener „Alles für dich“ setzt den Ton. Eine wunderschöne Ballade, getragen von langsamem Bass und einer sanften Melodie. Kein Rap-Part, kein Bruch – nur Gesang, nur Gefühl. Ein Liebessong, der nicht übertreibt, sondern berührt. Mit „Ich suche dich“ wird das Tempo leicht angezogen. Deutsch in den Strophen, bosnisch in der Hook – dieser Sprachwechsel wirkt nicht wie ein Stilmittel, sondern wie Identität. Synthesizer und typische Balkan-Elemente geben dem Song eine besondere Wärme. Man merkt: Hava bleibt ihren Wurzeln treu.Ein besonderes Highlight ist „Gib uns niemals auf“, die Kollaboration mit Rapper und Ehegatten Dardan. Musikalisch wie privat sind die beiden längst ein eingespieltes Team. Gerade erst haben sie geheiratet und erwarten ihr erstes Kind. Der Song fühlt sich an, wie ein Versprechen – „Du bist der Grund, warum ich heute nicht schlaf“ – Zeilen, die nach echter Verbundenheit klingen. Hier geht es nicht um Drama, sondern um Zusammenhalt. Auch „Sta je bol“ – „Was ist Schmerz“ – bleibt emotional. Wieder bosnisch in der Hook, wieder Herzschmerz als zentrales Thema. Die Sängerin bewegt sich sicher zwischen zwei Sprachen und schafft es, beide Welten miteinander zu verbinden.Balkan-QueenRuhig und getragen geht es mit „Immer wenn du gehst“ weiter, bevor „Glas“ etwas mehr Dynamik ins Album bringt. „Mein Herz war aus Glas …“, singt sie – zerbrechlich, aber nicht schwach. Der Song erzählt vom Fallen und vom Wiederaufstehen. Schmerz bleibt ein wiederkehrendes Motiv, doch er wirkt nie monoton, weil Havas Stimme ihm jedes Mal eine neue Nuance verleiht.Überraschend kommt die Kollaboration „Iya“ mit Voyage. Voyage zählt aktuell zu den erfolgreichsten Künstlern auf dem Balkan. Der Song ist komplett in ihrer Muttersprache gehalten – kein Kompromiss für den deutschsprachigen Markt. Vielleicht kein typischer Radiosong hierzulande, aber einer, der auf dem Balkan definitiv gefeiert wird. Mit „Mein Herz klopft“ kehrt sie dann wieder zur puren Emotionalität zurück. Fast ironisch wirkt der viele Herzschmerz dann doch, wenn man weiß, dass sie privat gerade eine glückliche Phase erlebt. Aber genau das macht das Album glaubwürdig: Auch in einer glücklichen Beziehung gibt es Zweifel, Streit oder Unsicherheiten. Mal liebt man sich wild und mal bereut man jeden Schritt, doch irgendwie kann man sich doch wieder zusammenraufen. Frauenpower und leiser Abschluss„Kannst du mich lieben“ bleibt leise,  und verletzlich. „Wer ich bin“ bewegt sich klar im deutschsprachigen Pop und erzählt von zwei Menschen, die unterschiedlich mit Liebe umgehen: „Einer kann heilen und der andre zerbricht.“ Ein Song über Identität innerhalb einer Beziehung.Wenn man sich dann den  Track „Pass auf, wen du liebst“ gemeinsam mit Erda anhört, bekommt das Album endlich einen Moment von Frauenpower. Es fühlt sich an wie ein Gespräch zwischen zwei Freundinnen, die sich gegenseitig warnen und stärken. Emotional, aber nicht kitschig.Last but not Least: Der wohl bewegendste Moment des Albums ist „Wenn du vor mir gehst“. Der Song ist ihrer verstorbenen Schwester Nudjema gewidmet. Man spürt in jeder Zeile Liebe und Verlust zugleich. Es ist ein Abschluss, der lange nachhallt. Auch das Video dazu ist sehr emotional, aber auch wenn es ein Abschluss-Song ist, kann man in dem Track fühlen, dass eigentlich noch lange nichts abgeschlossen ist. 
Fazit: „Element“ ist ein Album für jene, die fühlen, für Verliebte, für Menschen mit gebrochenem Herzen, für alle, die jemanden vermissen oder gerade jemanden gefunden haben. Hava setzt nicht auf große Experimente – sie setzt auf Emotion. Und genau darin liegt ihre Stärke.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:02:19 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4041090/v90217c/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Hava - neues Album 1.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Hypnotize Entertainment under exclusive license of Groove Attack   Instagram/Hava]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Neues Album von Ufo361 - „Beware“: Wenn Provokation den Inhalt ersetzt]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4037141</link>
            <guid>https://www.krone.at/4037141</guid>
            <description><![CDATA[<p>Er ist ein Rockstar durch und durch. Mit „Beware“ schlägt der Berliner Rapper Ufo361 ein neues Kapitel auf –  exzessiv und kompromisslos. Einst lieferte er Nummer-eins-Alben und prägte den Deutschrap maßgeblich mit. Doch was bleibt, wenn Provokation zur Hauptrolle wird? Wir haben uns das Warn-Album genauer angehört ...</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Er ist ein Rockstar durch und durch. Mit „Beware“ schlägt der Berliner Rapper Ufo361 ein neues Kapitel auf –  exzessiv und kompromisslos. Einst lieferte er Nummer-eins-Alben und prägte den Deutschrap maßgeblich mit. Doch was bleibt, wenn Provokation zur Hauptrolle wird? Wir haben uns das Warn-Album genauer angehört ...</p> Wer nennt sich schon bitteschön „unbekanntes Flugobjekt“? Richtig – eigentlich nur ein Berliner Rapper. Ufo361, bürgerlich Ufuk Bayraktar, wusste schon früh, wie man Aufmerksamkeit erzeugt. Seit einem Jahrzehnt ist er fester Bestandteil des Deutschrap-Kosmos – und längst mehr als nur ein kurz aufflammendes Phänomen. 2018 erreichte der damals 30-Jährige mit seinem Studioalbum „808“ Platz eins der deutschen und österreichischen Albumcharts. Wenige Monate später legte er mit „VVS“ nach und sicherte sich erneut die Spitzenposition in Österreich. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs erklärte Ufo361 dann überraschend seinen Rückzug aus dem aktiven Musikgeschäft – aus familiären Gründen. Ganz verschwunden war er jedoch nie: Rund zwei Jahre später kehrte er zurück und blieb seitdem konstant präsent in der Szene.Seine Musik klang aber schon immer wie aus einer anderen Umlaufbahn: schräg, futuristisch, oft sperrig – aber irgendwie deshalb faszinierend. Sein Stil polarisiert, setzt Statements und hebt sich bewusst vom Rest ab. Kein Wunder also, dass viele Artists (RAF Camora und Co.) ihn gerne featuren: Der Künstler wirkt oft tatsächlich so, als käme er nicht ganz von dieser Welt.„Beware of UFO“Mit seinem neuen Projekt „Beware“ meldet er sich nun erneut zu Wort – kompromissloser und experimenteller als zuletzt. Prägend für den Sound ist diesmal die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Produzenten F1lthy, der unter anderem für seine Arbeit mit Playboi Carti bekannt ist. Die Platte klingt wie ein bewusster Bruch: aggressiv und ungeschliffen – aber dennoch nach Ufo361. Allein das Cover signalisiert Alarm. „Beware“ ist ein Begriff, den man eher aus Horrorfilmen kennt als aus Rap-Tracklists, wie eine klare Ansage: Achtung, jetzt komm ich. Hört man sich dann die ersten Takte an, erkennt man diesen Horror-Aspekt sofort. Der legendäre Halloween-Sound von John Carpenter taktet nämlich den Opener „I Know“ an, bevor der Track in eine düstere Trap-Nummer mit klaren Rave- und Club-Einflüssen kippt.Der nächste Song schlägt genau in dieselbe Kerbe, nur dass es in „Damn Cup“ noch expliziter darum geht, was eine Frau alles für ihn macht – und was sie sich dabei alles an Rauschmitteln reinschmeißt. Von Mushrooms bis Lean ist hier alles dabei. „Wo ist mein damn Cup“, rappt Ufo immer wieder in der Hook, und nach dem Song fragt man sich tatsächlich: Wo ist dieser Cup eigentlich? Und wenn ihr ihn findet, gebt dem Jungen endlich seinen Becher – dann gibt er vielleicht endlich Ruhe.Zwischen Afterhour und dem Ruf der Feministinnen„Push It To The Max“, „Kein Skater“ und „Schaufenster“ gehen genau in dieselbe Richtung weiter. Es klingt, als stecke der Rapper mitten in einem intensiven Trip, der die ganze Nacht dauert und durchfeiert –  Afterhour inklusive. Alles fühlt sich rastlos an und permanent in Bewegung, ohne wirkliche Pause. In „Schaufenster“ rappt er dann die Zeile „Zähle Cash day ’n’ night, als wäre ich Kid Cudi„ – ein Moment, der zeigt, wohin die Reise gehen soll. Hier schimmert deutlich der Anspruch durch, nicht nur Deutschrap-Star zu sein, sondern sich an der Aura amerikanischer Superstars zu orientieren. Der nächste Track gönnt uns dann doch eine kurze Pause vom 24-Stunden-Trip. „Geld macht Happy“ schraubt die zuvor auf Anschlag gedrehten Regler wieder etwas zurück. Der Sound wird melodischer, ruhiger – auch wenn auf markante Autotune-Akzente weiterhin nicht verzichtet wird. Inhaltlich bleibt Ufo seinem Status-Narrativ treu – Geld, Luxus und Frauen als Teil dieses Lebensstils. „Chill’ auf ’ner Yacht für Twenty, Ja, mein Cup voll Henny, Meine Bitch liegt in der Sonne, Ja, sie ist nackt und Ready für ihn“. Ein Frauenbild, das vermutlich nicht überall auf Gegenliebe stoßen dürfte und Feministinnen wohl eher auf den Plan ruft als besänftigt.Pornöses Theater und klare SeitenhiebeUnd wer dann denkt, damit sei der Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht, sollte besser nicht in den „Sasha Grey (Skit)“ reinhören. Es sei denn, man hat Lust auf ein kurzes Pseudo-Interview mit der bekannten Ex-Pornodarstellerin, in dem sie über Sextoys spricht und am Ende ganz beiläufig festhält, dass Berlin zu ihren Lieblingsstädten zählt. Was für ein grotesker Unsinn passiert hier eigentlich – und vor allem: Warum? 
„Cullinan Series 2“ bleibt soundtechnisch auf Linie und weicht keinen Millimeter vom harten, futuristischen Trap-Kurs ab. Textlich wird es dafür wieder deutlich bissiger. Sowohl sein Ex-Label Sony Music als auch Pop-Star Justin Bieber bekommen hier einen klaren Seitenhieb ab. Zeilen wie „Ja, Stay High is back, sag dei’m Major, ich brauch nicht verhandeln (Fuck Sony)“ oder „Du warst nie ein Trapper, du singst so wie Justin Bieber, Deine Shows sind keine Rage, geh ma’ schlafen lieber“ lassen wenig Interpretationsspielraum. Der Angriff auf Sony wirkt dabei nicht zufällig: Der Künstler hat sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch über Major-Labels, kreative Einschränkungen und starre Vertragsstrukturen geäußert.Oh, Mann – und dann wäre da noch „Sie weint in mein Cup“. Der Track soll wohl so etwas wie ein Liebessong sein, zumindest auf dem Papier. Hört man jedoch Zeilen wie „Sie weint in mein Cup, Ihre Tränen schmecken nach Lean, Sag was ist Liebe? Ja, ich lieb nur Codein“ ist sofort klar, worum es hier wirklich geht. Romantik bleibt Nebensache – stattdessen dominiert erneut die Verklärung von Rausch und Abhängigkeit.Misstrauen und WarnungDer einzige Song, auf dem der 37-Jährige mal wirklich rappt, ist „Ghost“. Der Track erinnert an frühere, gute Zeiten und alte Alben. Der langsame Bass, das reduzierte Tempo – alles fühlt sich so an, als wäre die Party endlich vorbei und man kommt endlich zur Ruhe. Melancholischer Trap, atmosphärisch – wie der Kater nach einer durchfeierten Nacht. Last but not least, noch bevor man sich durch mögliche Bonus-Tracks arbeitet, folgt „Beware“– der Titeltrack, besser gesagt ein Outro-Warnschild. Keine Auflösung, kein Abschluss im klassischen Sinn. Stattdessen ein letzter Hinweis darauf, wie misstrauisch und abgeschottet dieses Leben inzwischen geworden ist.Fazit: Satz mit X – das war wohl nix! Auch wenn mit F1lthy ein namhafter Produzent beteiligt ist, bleibt „Beware“ insgesamt enttäuschend und stellenweise schlicht geschmacklos. Ufo361 wirkt über weite Strecken wie jemand, der dauerdicht ins Mikro stammelt – Provokation ersetzt dabei oft Inhalt. Das Frauenbild dürfte Feministinnen zuverlässig auf den Plan rufen, und echte Reflexion sucht man vergeblich. Deutlich wird auch: Die große Chartphase ist vorbei. „Beware“ klingt weniger nach Weiterentwicklung als nach endlosem Selbstzitat im Rausch. Man muss sich wirklich gut überlegen, ob man sich diese Seite von dem Rapper wirklich antun will.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:02:47 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4037202/vaa1861/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Neues Album UFO.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Ufo/Instagram, Stay High]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Neu: „Dont Be Dumb“ - A$AP Rocky: Comeback zwischen Style und Substanz]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4019175</link>
            <guid>https://www.krone.at/4019175</guid>
            <description><![CDATA[<p>Nach acht Jahren Pause kehrt Rap-Star und Fashion-Ikone A$AP Rocky mit einem neuen Album zurück. „Don&#039;t Be Dumb“ verspricht einen wilden Mix aus Sounds, Styles und großen Namen. Wir haben genau hingehört und geprüft, ob das Comeback wirklich überzeugt – oder ob Rocky nur eine weitere durchschnittliche Rap-Platte abliefert, die heute niemanden mehr überrascht.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Nach acht Jahren Pause kehrt Rap-Star und Fashion-Ikone A$AP Rocky mit einem neuen Album zurück. „Don&#039;t Be Dumb“ verspricht einen wilden Mix aus Sounds, Styles und großen Namen. Wir haben genau hingehört und geprüft, ob das Comeback wirklich überzeugt – oder ob Rocky nur eine weitere durchschnittliche Rap-Platte abliefert, die heute niemanden mehr überrascht.</p> Wenn man dieses Promi-Paar irgendwo entdeckt, weiß man zunächst gar nicht, wohin man schauen soll. Oder besser gesagt: wen man sich zuerst anschauen soll. Denn sowohl Mann als auch Frau strahlen Präsenz aus - modisch wie persönlich. A$AP Rocky, bürgerlich Rakim Mayers, zeigt sich gewohnt stilsicher an der Seite seiner Partnerin Robyn Rihanna Fenty. Seit 2020 sind die beiden ein Paar, mittlerweile Eltern von drei Kindern. Musikalisch war es zuletzt eher ruhig: Rihannas letztes Studioalbum erschien 2016, Rockys 2018. Umso spannender ist die Frage, ob nach Rockys neuem Werk vielleicht auch von Rihanna bald wieder neue Musik kommt.A$AP Rocky ist längst mehr als nur Rapper. Der heute 37-Jährige hat sich über die Jahre einen starken Ruf als Mode-Ikone aufgebaut. Sein Stil galt lange als richtungsweisend. Er rappte über Trends, Marken und Coolness – und sein Wort hatte Gewicht. Bei Award-Shows, egal ob Fashion Awards oder andere Events, präsentierte er sich stets stilsicher. Mode war für ihn immer Teil seiner Identität. Doch auch ein Mode-Ass möchte irgendwann wieder Musik machen. „Don't Be Dumb“ soll nun also das große Comeback sein – oder sogar das Hip-Hop-Album des Jahres? Die Erwartungen sind hoch, denn 2018 kamen seine Songs sehr gut an. Wir haben inzwischen 2026 – da muss schon etwas Originelleres kommen.Kinder-Kritzeleien und SeitenhiebeEin Blick auf das Cover wirft sofort Fragen auf: Was soll das darstellen? Und was hat Tim Burton damit zu tun? Das Artwork wirkt wie ein Sammelsurium aus Kritzeleien, Ideen und Gedanken. Als hätte der Künstler alles, was ihn in den letzten acht Jahren beschäftigt hat, darauf festgehalten. Chaotisch, verspielt, aber auch bewusst inszeniert. Man merkt: Kreativität ist definitiv vorhanden. Gleichzeitig wirkt das Ganze fast kindlich. Auch wenn das optisch noch Charme hat, muss sich dieser Ansatz musikalisch erst beweisen.15 Tracks umfasst das Album, dazu kommen zwei zusätzliche Bonus-Tracks. Der Opener „Order of Protection“ startet solide. Klassischer Hip-Hop-Vibe, ein guter Einstieg, auch wenn die Hook relativ schnell an Reiz verliert. Beim vierten Track „Stole Ya Flow“ wird es persönlicher. Hier bekommt niemand Geringeres als Drake einen Seitenhieb. Nach Kendrick Lamars Angriffen folgt nun auch Rockys Antwort.Der Streit zwischen Rocky und Drake eskalierte 2023, angeblich wegen Rihanna. Seit Jahren kursieren Gerüchte über ein früheres Verhältnis zwischen ihr und Drake. Ob da noch alte Gefühle im Spiel sind, weiß niemand. Fakt ist: Das Mode-Genie teilt aus. „My Baby Mama Rihanna, So We Unbothered … First You Stole My Flow, So I Stole Your Bitch“ – klare Worte. Klanglich ist der Song stark produziert und sorgt für Aufmerksamkeit.Viele Stile und nostalgische MomenteAb „Stop Snitching“ fühlt sich das Album wie ein wilder Ritt durch verschiedene Stile an. Der Track erinnert an Hip-Hop aus früheren Zeiten: roh, direkt, ohne große Spielereien. Insgesamt gibt es hier viele spannende Klangmomente. „STFU“ (Shut The F**k Up) ist ein energiegeladener Electro-Party-Track mit der Crew Slay Squad, der ordentlich Tempo aufnimmt und exemplarisch für den Genre-Mix des Albums steht. Mal klingt es nach Punk, mal nach Trap, dann eben wieder nach elektronischer Clubmusik.
Rapper Sauce Walka sorgt mit seinem Feature auf „Stop Snitching“ für zusätzliche Dynamik und Musikerin Doechii über einen fast unbearbeiteten Duke-Ellington-Beat rappen zu lassen, ist ebenfalls eine mutige Entscheidung – die dennoch überraschend gut funktioniert. Gegen Ende holt Rocky für einen Track sogar die Produzenten Clams Casino und Harry Fraud zurück – ein kleiner nostalgischer Moment für Fans der ersten Stunde. Beide haben seinen frühen Sound maßgeblich geprägt und standen für jene düstere, atmosphärische Ästhetik, mit der Rocky Anfang der 2010er seinen Durchbruch feierte. Ihre Rückkehr fühlt sich deshalb wie ein Blick zurück auf seine musikalischen Wurzeln an. Hört man das Album einfach nebenbei, wirkt es stellenweise sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Dann gibt es da noch „Punk Rocky“. Im dazugehörigen Video findet sich sogar eine Winona-Ryder-Referenz. Offenbar ist Rocky Fan von ihr und dem „Stranger Things“-Kram. Nur die Demogorgons blieben hier aus. „Air Force“ bleibt solider Trap, während „Whiskey (Release Me)“ zunächst große Erwartungen weckt. Westside Gunn und die Gorillaz auf einem Track klingen schließlich nach einer Traumkombination. Leider wird dieses Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. Am Ende singt Leadsänger Damon Albarn eher zurückhaltend, während Westside Gunn seine bekannten Adlibs inklusive Maschinengewehr-Lauten liefert.Kein roter FadenDer Titeltrack „Don't Be Dumb“ steht exemplarisch für das, was Rocky sich offenbar vorgestellt hat. Ständige Genre-Wechsel, teilweise mehrmals pro Song, sorgen zwar für Abwechslung, lassen aber vieles beliebig wirken. Es entsteht der Eindruck, als wolle man mit möglichst vielen Effekten und Momenten fehlende inhaltliche Tiefe kaschieren. Einzig auf „Don't Be Dumb/Trip Baby“ rappt Rocky konzentrierter und stringenter. Hier scheint ihn Drake als Gegner zusätzlich anzuspornen. Ansonsten zeigt er nur selten, was er wirklich draufhat. Klingt alles vielversprechend? Vielleicht. Doch das große Problem bleibt: Es gibt keinen roten Faden, kein klares Thema, kein echtes Konzept. Die Platte wirkt wie eine Sammlung einzelner Ideen, die nicht immer zusammenfinden – passend zum chaotischen Cover eigentlich, könnte man sagen.FazitUnd trotzdem klingt es oft gut. Das muss man ihm lassen. Der Musiker ist ein guter Zusammensteller. Mit seinem Status kann er sich nahezu jedes Feature holen, das er möchte. Auffällig bleibt auch weiterhin das Tim-Burton-Thema, das groß auf dem Cover platziert ist. Ob Burton nun wirklich kreativ involviert war, bleibt unklar. Fakt ist: „Don't Be Dumb“ ist eine Ansammlung cooler Ansätze, die sich zu einer energiegeladenen, aber ziellosen Show verbinden. Es macht Spaß, wieder ein Hip-Hop-Album mit so viel Aufwand und Theatralik zu hören. Aber ob A$AP Rocky heute noch wirklich neue Impulse für die Rapszene liefert? Diese Frage beantwortet das Projekt leider nicht.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:03:20 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4019430/v2f8151/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Neues Album Asap Rocky.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Asap Rocky/Krone KREATIVInstagram, RCA Records]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[„Krone“-Interview - Uzi Freyja: „Queere Leute haben Kultur geschaffen“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/4008382</link>
            <guid>https://www.krone.at/4008382</guid>
            <description><![CDATA[<p>Kompromisslos, ehrlich und laut: Rapperin Uzi Freyja mischt die Rap-Szene auf. Kurz vor ihrem ersten Wien-Auftritt vor wenigen Wochen, sprach die in Kamerun geborene Künstlerin Kelly Rose mit uns über ihre Wurzeln, ihre queere Identität und ihr Debütalbum „Bhelize Don’t Cry“ – Außerdem darüber, warum sie sich nie wieder anpassen will. </p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Kompromisslos, ehrlich und laut: Rapperin Uzi Freyja mischt die Rap-Szene auf. Kurz vor ihrem ersten Wien-Auftritt vor wenigen Wochen, sprach die in Kamerun geborene Künstlerin Kelly Rose mit uns über ihre Wurzeln, ihre queere Identität und ihr Debütalbum „Bhelize Don’t Cry“ – Außerdem darüber, warum sie sich nie wieder anpassen will. </p> Sie ist schrill, laut – und ihre Texte polarisieren. Uzi Freyja alias Kelly Rose weiß, wie man Aufmerksamkeit erregt. Die in Kamerun geborene Musikerin, die Paris zu ihrer Wahlheimat gemacht hat, ist seit 2019 im Rap-Game aktiv. „Kamerunerin zu sein ist einfach ein Flex“, sagt sie stolz.  Zwei EPs und ein Album markieren bislang die wichtigsten Stationen ihres musikalischen Weges. In ihrem aktuellen Werk „Bhelize Don’t Cry“ rappt sie selbstbewusst und kämpferisch, lässt aber auch leise, verletzliche Momente zu. Ihr Stil bewegt sich zwischen Rap, Punk und elektronischen Elementen – mit einem Hauch Pop. Inhaltlich kreisen ihre Songs um Selbstbestimmung, Empowerment, Identität und Rebellion. Als schwarze, queere Frau verschafft sie sich damit bewusst Raum in einer nach wie vor männlich dominierten Szene.Vor kurzem war die Künstlerin auf großer Europa-Tour und machte dabei auch in Wien Halt. Kurz vor ihrem Auftritt im Flex sprachen wir mit Kelly, die vor ihrem ersten Wien-Konzert sichtlich entspannt und humorvoll war. „Ich hoffe, die Leute feiern mit mir – sonst trete ich ihnen ordentlich in den Hintern“, sagt sie lachend. Für viele Musikliebhaber ist sie noch eine Unbekannte. Deshalb wollten wir zunächst wissen, wie sie sich selbst und ihre Musik beschreiben würde. „Uzi Freyja ist wie ein Obstsalat“, erklärt sie. „Wie das Mädchen auf der Party, das es immer schafft, dass du dich gut fühlst – glücklich, frei, tanzend. Es geht um Lebensfreude, darum, an das Leben zu glauben. Und gleichzeitig trete ich euch, wie zuvor erwähnt, auch ordentlich in den Hintern“, witzelt sie erneut.Von Waffen und Liebes-GöttinnenAuch ihr Künstlername trägt eine klare Botschaft, denn für alle die wissen wollen, was das heißt und was sie damit meint: „Uzi“ bezieht sich auf die gleichnamige Waffe, „Freyja“ ist eine Göttin der Liebe, Fruchtbarkeit und des Krieges. Und genau so sieht sich Kelly selbst. „Viele vergessen, dass Göttinnen nicht nur schön sind – sie kämpfen auch“, sagt sie. „Uzi steht für meinen Flow, für die Art, wie hart und kraftvoll meine Musik manchmal ist. Freyja steht für meine Weiblichkeit. Ich bin eine Frau, und ich bin stolz darauf.“ Als schwarze und queere Frau habe man oft das Gefühl, doppelt so hart kämpfen zu müssen, um das Gleiche zu erreichen. Doch Kelly will sich nicht nur über diesen Kampf definieren. „Ich bin nicht nur eine Kämpferin. Ich kann auch sexy sein, sanft, süß. Aber wenn jemand meine Grenzen überschreitet, kann ich auch zurückschlagen“, sagt sie selbstbewusst.Besonders auf der Bühne lebt sie diese Freiheit aus. Dort sei sie keine andere Person, sondern vielmehr eine „Upgrade-Version“ von sich selbst, erklärt sie. Die Kleidung, die sie auf der Bühne trage, würde sie nachts draußen oft nicht anziehen – einfach, weil sie sich nicht sicher fühlen würde. Auf der Bühne hingegen herrsche Freiheit. Sie könne laut sein, tanzen, schreien, sexy sein, ohne verurteilt zu werden. „Im Alltag passiert das leider oft, vor allem als kurvige Frau“, sagt sie. Auf der Bühne dürfe sie dagegen ganz sie selbst sein – und genau das liebe sie.
Musik ist für mich:Meine Therapie
Das brauche ich immer vor einer Show:Wasser
So fühlt sich mein Album an: Wie der beste Kebab nach einer Party.
Gerade inspiriert mich:Angela Bassett
Alleine schreiben oder mit Produzenten schreiben?Alleine schreiben
Harte Beats oder emotionale Melodien?Ich feiere beides.
Nachteule oder Morgenmensch?Nachteule. Definitiv (lacht)
IdentitätsfindungNachdem sie 2019 mit Musik und Songwriting begonnen hatte und 2020 ihre ersten Projekte realisieren wollte, geriet sie kurz darauf in eine Phase, in der die Welt durch die Pandemie plötzlich stillstand. Wir wollten wissen, wie diese Zeit ihre Musik und Motivation beeinflusst hat. Kelly verbrachte die Tage zu Hause, schaute Filme und Animes, backte Brot und kochte. Gleichzeitig passierte gesellschaftlich unglaublich viel: der Tod von George Floyd, neue Debatten über Rassismus in den USA und auch in Frankreich. All das brachte sie dazu, über ihre eigene Identität nachzudenken – darüber, was es bedeutet, eine schwarze Frau zu sein.Irgendwann hatte sie nichts mehr zu tun. Also begann sie zu schreiben – zuerst Gedichte, später Songs, am liebsten mit Stift auf Papier. Aus dieser intensiven Phase entstanden ihre ersten EPs und letztlich auch ihr aktuelles Album „Bhelize Don’t Cry“.
So befreiend das Schreiben für sie war, so herausfordernd wurde es mit der Zeit auch. Denn mit jeder neuen Zeile öffnete sie ihr Herz ein Stück mehr. „Mein Kopf hat gebrannt vor Ideen“, sagt sie rückblickend. Auf dem Album erzählt sie offen von ihrem Leben und ihren Gefühlen als schwarze, queere Frau – etwas, das sie verletzlich macht. Und trotzdem ist sie sich sicher: Ohne die Covid-Zeit wäre sie heute nicht dieselbe Künstlerin. „Ich hatte keine Ablenkung, nur Zeit für die Musik. Heute ist alles voll mit Interviews, Shows und Vorbereitungen.“„Ich bin queer und liebe Frauen“Wer wissen möchte, wer Kelly Rose wirklich ist – oder besser gesagt: Wer hinter Uzi Freyja steckt – , findet auf „Bhelize Don’t Cry“ viele Antworten. Ihr persönlicher Lieblingssong auf dem Album ist „Medusa“. „Dieser Song ist mein Mittelfinger“, sagt sie lachend. Sie habe aufgehört, sich anzupassen oder anderen gefallen zu wollen. „Ich bin nicht das Monster – das sind die Menschen, die mich klein gemacht haben. Und das lasse ich nicht mehr zu.“Damit spielt sie auch offen auf ihre Queerness an. „Ich bin queer und ich liebe Frauen, das ist ein Teil meiner Identität“, sagt sie. Die queere Community gebe ihr dabei besonders viel Sicherheit und Freiheit – vor allem als schwarze Frau. „Queere Leute haben so viel Kultur und Kunst geschaffen, und trotzdem haben viele Angst vor uns“, erklärt sie. Dabei wünscht sie sich nichts mehr, als dass alle Menschen gleich und ohne Vorurteile leben dürfen.Auch in der Musikbranche sieht Kelly weiterhin großen Nachholbedarf. Ihrer Meinung nach bekommen nicht einmal Frauen genug Raum – und queere Künstler schon gar nicht. Viele Festivals seien nach wie vor zu rund 90 Prozent männlich besetzt, was sie als absurd empfindet. Es gehe ihr dabei nicht um symbolische Alibi-Platzierungen, sondern um echte Vielfalt. Die Musikindustrie wäre ihrer Ansicht nach deutlich spannender, wenn sie „mutiger“ wäre und mehr unterschiedlichen Stimmen eine Bühne geben würde.Wie sich ihr Weg weiterentwickeln wird, wird sich erst in Zukunft zeigen. Zum Abschluss teilt Kelly noch ihre ganz persönliche Botschaft an ihre Fans aus der aktuellen Platte: „Es ist okay zu scheitern, aber gib niemals auf. Es ist okay, traurig zu sein oder sich allein zu fühlen – aber du bist nicht allein. Und: Gib dir selbst nicht die Schuld für Dinge, die du nicht kontrollieren kannst.“]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:04:15 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/4008533/v5a7f6b/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1440"
                    height="810"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[PRESS_BHELIZE_DONT_CRY_06.jpeg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Tom Kleinberg]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Shootingstar Zah1de - „Pretty Privilege“: Zwischen Schule und Charthits]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3995527</link>
            <guid>https://www.krone.at/3995527</guid>
            <description><![CDATA[<p>„Chabos wissen, wer der Babo … ähm, wer Zahide ist“ – dieser Satz ging durch ganz Deutschland und katapultierte „Mona Lisa Motion“ von Jungstar Zahide Kayaci in die Charts. Dass sie ursprünglich nur Tanzvideos auf TikTok posten wollte, scheint heute kaum vorstellbar. Während andere noch vom Bambi träumen, erhielt Zah1de im November bereits ihren ersten als „Shootingstar des Jahres“. Vor wenigen Wochen erschien ihr Debütalbum „Pretty Privilege“ – wir haben es uns angehört.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>„Chabos wissen, wer der Babo … ähm, wer Zahide ist“ – dieser Satz ging durch ganz Deutschland und katapultierte „Mona Lisa Motion“ von Jungstar Zahide Kayaci in die Charts. Dass sie ursprünglich nur Tanzvideos auf TikTok posten wollte, scheint heute kaum vorstellbar. Während andere noch vom Bambi träumen, erhielt Zah1de im November bereits ihren ersten als „Shootingstar des Jahres“. Vor wenigen Wochen erschien ihr Debütalbum „Pretty Privilege“ – wir haben es uns angehört.</p> Wir schreiben das Jahr 2023 als ein 13-jähriges Mädchen in der Berliner Tanzschule Lunatix ein TikTok-Video zu Beyoncés „Déjà Vu“ dreht und über Nacht zum Star wird. Kurz darauf folgt mit „Mona Lisa Motion“ der erste eigene Hit, inklusive einer augenzwinkernden Neuauflage der wohl bekanntesten Deutschrap-Zeile: „Chabos wissen, wer Zahide ist“. Heute, 8,5 Millionen Follower, mehrere Hits, ein Bambi und zwei YouTube Awards später, zählt Zahide Kayaci alias Zah1de zu den bekanntesten Youngstars ihrer Generation – und mit ihrem Debütalbum „Pretty Privilege“ ist sie endgültig im Mainstream angekommen.Die heute 15-jährige Berlinerin mit türkischen Wurzeln jongliert Schule und Karriere: morgens Mathearbeit, abends Vertragsunterschrift. Ihr erstes Album erzählt genau davon – von Ehrgeiz, Alltag und Aufstieg. Auch der Manager und Geschäftsführer der Tanzschule, Serdar Bogatekin, bekannt als „Serdar Abi“, bekommt hier Raum, immerhin war Lunatix der Startpunkt ihrer Karriere.Eine Hommage an die 2000erDas Debütalbum wird mit dem Song „TikTok Sportlich“ eröffnet, einem ruhigen Intro mit langsamem, stimmigem Beat. Inhaltlich geht es hier um das Leben, von dem Zah1de früher nur geträumt hat: Erfolg, große Bilder und ein Hauch Hollywood. Gleichzeitig verankert sie sich klar dort, wo alles begann – bei Lunatix und ihrem Umfeld. Diese Mischung aus Traum und Bodenhaftung zieht sich durch das gesamte Werk. Der zentrale Track bleibt aber „Mona Lisa Motion“ – der Song, der Zah1de bekannt gemacht hat. Mit dem Song rappte sie sich in die Top Ten der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die ikonischen Deutschrap-Zeilen  „Chabos wissen, wer Zahide ist, lange Haare, 14 Jahre, miese Zahl’n, todesfame“ funktionieren als starke Ansage, ohne überstrapaziert zu werden.Musikalisch wird es besonders spannend bei „Kreuzberg Money“, das bewusst mit 2000er-Referenzen spielt. Das Intro erinnert stark an Destiny’s Childs „Lose My Breath“ – ein perkussiver und eingängiger Sound. Später schwingt der lässige Bounce von „Lean Back“ (Terror Squad feat. Fat Joe) mit, dazu kommt die selbstbewusste Attitüde von P. Diddys „Tell Me“ mit Christina Aguilera aus dem Jahr 2006. Kein direktes Sampling, sondern ein klares Y2K-Moodboard – eine stilistische Collage der 2000er. Produziert von Ghana Beats und Geenaro, wirkt der Song wie eine Verbindung aus frühen Hip-Hop-Vibes und modernem Hoodtrap.Hühnerhaus 36 statt überteuerte ScampisAuch viele andere Tracks – darunter „La Bubu Freestyle“, „Zahide Did It Better“, „Uff Ya“ oder „FYP“ – variieren ähnliche Motive: Erfolg trotz jungen Alters, Selbstbewusstsein, Loyalität zu Lunatix und „Serdar Abi“. Auffällig ist, wie selbstverständlich Zah1de dabei Referenzen an ältere Künstlerinnen und Künstler einbaut –  von Eve über Shirin David bis hin zu Kay One, ohne dass es wie bloßes Zitieren wirkt. Die Songs sind kurz, oft unter zweieinhalb Minuten lang, halten das Tempo aber hoch und machen das Album leicht konsumierbar.
Mit „Kotti d’Azur“ zeigt die Berlinerin eine persönlichere Seite. Es ist eher eine Hommage an ihre Lieblingsstadt und das Viertel Kreuzberg und wirkt wie ein versteckter Liebesbrief an das Kottbusser Tor – inklusive Alltagsdetails und Humor: „Ich muss zum Hühnerhaus 36, weil ich schwör‘, ich fühle keine Scampis“. Auch Zeilen über Bambi-Awards oder den Millionärsstatus klingen hier ironisch, gerade weil sie rückblickend Realität geworden sind. Trotz Glamour bleibt die Botschaft aber klar: Berlin bleibt wichtiger als jegliches Bling-Bling. Mittagspause mit „Pretty Privilege“Die einzige Kollaboration des Albums, „Rede“ mit Rapper benno!, passt ins Gesamtbild. Zwei junge Künstler, die ihren Erfolg reflektieren, ohne sich größer zu machen als sie sind. Der ruhigere „Typa Girl“ und der Titeltrack „Pretty Privilege“ schließen das Album ab – letzterer süß im Girlie-Sound, aber inhaltlich deutlich: Morgens Schule, abends Verträge, Einsen in der Klasse und natürlich auch in den Charts. Dass Zah1de diesen Spagat bald erstmals auch live auf die Bühne bringt, wirkt da nur folgerichtig – ihr erstes eigenes Konzert in Deutschland steht bereits Anfang Jänner am Programm.Fazit: Mit 13 Tracks und 27 Minuten Laufzeit ist „Pretty Privilege“ ein Album für die Mittagspause – egal ob auf dem Schulhof oder im Büro. Es sorgt für gute Laune, verzichtet auf Vulgarität und wirkt genau deshalb authentisch. Man hört, dass dies ein Album einer 15-Jährigen ist, die ihren Alltag verarbeitet und einfach Spaß an Musik hat – und gleichzeitig spürt man deutlich: Das hier ist erst der Anfang einer langfristigen Karriere ...]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:04:40 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3995576/v26d0df/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Neues Album Zah1de.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Fioni Versace, Ventura Records/Universal Music]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[„Krone“-Interview  - Rapper Chakuza: „Musik hat mir nie geholfen“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3995510</link>
            <guid>https://www.krone.at/3995510</guid>
            <description><![CDATA[<p>Seit mehr als 20 Jahren ist das Linzer Rap-Phänomen Chakuza Teil der Musikszene. Vor wenigen Wochen meldete sich der Vollblutmusiker mit seinem neuen Album „Träume. Drama. Drums“ zurück. Im „Krone“-Interview spricht er über das Konzept dahinter, seine frühere Alkoholsucht, die prägende Zeit bei Bushidos Label ersguterjunge – und darüber, warum Musik für ihn nie ein Rettungsanker war ...</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Seit mehr als 20 Jahren ist das Linzer Rap-Phänomen Chakuza Teil der Musikszene. Vor wenigen Wochen meldete sich der Vollblutmusiker mit seinem neuen Album „Träume. Drama. Drums“ zurück. Im „Krone“-Interview spricht er über das Konzept dahinter, seine frühere Alkoholsucht, die prägende Zeit bei Bushidos Label ersguterjunge – und darüber, warum Musik für ihn nie ein Rettungsanker war ...</p> Wenn man den Namen Chakuza hört, könnte man zunächst an ein japanisches Mitglied der Yakuza denken. Spätestens beim bürgerlichen Namen Peter Pangerl wird jedoch klar: Hinter dem Pseudonym steckt kein Mafioso, sondern der Linzer Rapper Chakuza. Zunächst war er vor allem als Produzent tätig. Bekannt wurde er 2005, als Bushido eine Demo-CD von ihm und DJ Stickle erhielt und ihn daraufhin bei seinem Label ersguterjunge unter Vertrag nahm. Von dort an nahm seine Karriere rasch Fahrt auf.Mehr als 15 Alben später und unabhängig von Bushido meldet sich der Künstler nun mit „Träume. Drama. Drums“ zurück – einem sehr melancholischen Werk. Das Album richtet sich bewusst gegen die Schnelllebigkeit der Streaming-Logik: kein Sammelsurium einzelner Songs, sondern ein in sich geschlossenes Projekt, getragen von Atmosphäre und Melancholie.„Krone“: Du hast vor kurzem dein neues Werk veröffentlicht. Was sollen denn die Leute fühlen, wenn sie es hören?Chakuza: Es soll sich für die Leute wieder wie ein richtiges Album anfühlen und es sollen Bilder im Kopf entstehen, wenn man das Album komplett durchhört. Man soll sich ein bisschen in eine Welt mitgenommen fühlen. 
Beim Hören wirkt das Album auch fast wie ein Kurzfilm, war das ein Ziel von dir?Ja. Das hast du richtig erkannt. Es ist eine Art Kurzfilm. Die eingesprochenen Skits sind auch von einer Filmstimme gesprochen – von einem sehr bekannten Synchronsprecher namens Martin Kautz (The Punisher, The Walking Dead etc.), der auch einer meiner besten Freunde ist.Deine Songs sind sehr melancholisch. Glaubst du, du wirst irgendwann auch bewusst glücklichere Songs machen?Niemals. Ich höre selbst keine fröhliche Musik (lacht). Selbst wenn ich gut gelaunt bin, höre ich nachdenkliche Sachen, weil mir die gute Laune machen. Partymusik höre ich gar nicht. Das Höchste an Fröhlichkeit ist für mich immer noch „Immer wieder geht die Sonne auf“ von Udo Jürgens – und selbst der ist ja eigentlich melancholisch.Vor „Traume. Drama. Drums“ hast du aber ein witziges Mundart-Album veröffentlicht. Wie kam es denn dazu?Ich habe schon länger mit Mundart-Rap kokettiert und kenne viele Leute, die das machen. Ich habe das immer gefeiert. Irgendwann war es dann einfach Zeit dafür. Der österreichische Humor ist derb und das macht mir unglaublich viel Spaß. In mir steckt diese Seite genauso – egal wie nachdenklich meine Musik sonst ist.
Du warst ja beim Label ersguterjunge unter Vertrag. Was war denn die wichtigste Lektion, die du dort gelernt hast?Sei niemals den falschen Menschen gegenüber loyal. Das ist die wichtigste Lektion für mich gewesen.
Viele verbinden dich bis heute mit dieser Phase an Bushidos Seite. Wie geht es dir damit?Mittlerweile nervt es mich. Ich bin seit mehr als 20 Jahren dabei, aber nur vier oder fünf davon war ich bei „EGJ“. Ich habe danach größere Erfolge gefeiert. Früher wirkte alles nur größer, weil es weniger Medien gab. Ein TV-Auftritt hat gereicht, um als Star zu gelten. Heute ist das Gott sei Dank anders.
Träume sind für mich:Mein Antrieb, Musik zu machen. 
Der schwerste Satz, den ich je geschrieben hab:Der ist so vulgär, dass ich ihn gerade nicht sagen kann (lacht).
Nüchtern sein bedeutet für mich:Ein komplett neues Leben und meine Zukunft.
Meine schönste Erinnerung an Berlin:Unsere WG-Partys.
Auf der Bühne fühle ich mich:Ab der ersten Sekunde sehr wohl.
Die Zeit bei ersguterjunge war:Mein Startschuss für eine berufliche Karriere.
Österreichischer Rap ist für mich:Ein Unikat und noch so, wie Rap sein muss.
Eine Sache, die ich gerne früher verstanden hätte:Das Finanzwesen und den Umgang mit Steuern.
2025 war für mich:Das ereignisreichste Jahr in meinem Leben.
Mein Rat an junge Musiker:Verkauft euch nicht an die Industrie, sondern bleibt, wie ihr seid und macht das, worauf ihr Bock habt. Am Ende des Tages wird nur das übrig bleiben. 
Wann war für dich klar, dass du deinen eigenen Weg gehen musst?Das war ein schleichender Prozess. Ich habe mich musikalisch von der Gang entfernt und es sind Dinge passiert, bei denen ich gemerkt habe: Das ist nicht mein Umfeld. Da will ich nicht sein.Hast du noch Kontakt zu Bushido?Nein, den habe ich seit 2010 nicht mehr. Alles, was zu klären war, lief über Dritte.
Du warst aber kürzlich bei Arafats Podcast „SprichKLARTEXT“. Mit welchen Gefühlen bist du hingegangen und warum?Mit Arafat bin ich immer noch cool. Mit dem hatte ich auch die wenigsten Probleme. Ich habe mich gefreut, weil ich ihn ewig nicht mehr gesehen habe. Wir haben viele witzige Dinge zusammen erlebt. Natürlich gab es früher auch Auseinandersetzungen, aber man konnte immer mit ihm quatschen. Es wurde nichts hinterrücks gemacht, wie es bei anderen Personen der Fall war (grinst). Also man wusste immer genau, wie man dran ist und das ist für mich in Ordnung.
Wenn du auf deinen Karriereweg zurückblickst, was würdest du dem jungen Chakuza vor 20 Jahren raten?Puhh, sei stolz auf das, was du kannst. Versuche nicht jemand zu sein, der du nicht bist und vor allem: Lass gefälligst die Finger vom Alkohol. Du sprichst sehr offen über deine frühere Alkoholsucht, was hat dir den Mut gemacht, das so öffentlich zu teilen?Bei mir war es ziemlich offensichtlich, dass ich ein Problem hatte, deshalb spreche ich heute offen darüber. Ich bekomme unglaublich viele Nachrichten von Menschen, die selbst kämpfen. Ich sehe mich auch nicht als Held – ich habe mich schließlich selbst in diese Lage gebracht, aber wenn ich helfen kann, dann mache ich das. Und ich will auch sagen: „Hey, vergesst den Chakuza von früher. Alles, was ich jetzt mache, mache ich mit klarem Kopf und Verstand“.Hat dir die Musik selbst beim Trockenwerden geholfen?Nein. Musik hat mir nie geholfen. Ich dachte sogar, wenn ich aufhöre zu trinken, ist auch mit der Musik Schluss. Das hat sich nicht bestätigt. Ich mache Musik, weil ich das Musikmachen liebe – aber nicht als Ventil. In dieser Phase hat sie mir eher geschadet als geholfen.
Wie sehr hat dich der Entzug körperlich und mental verändert?Also ich muss sagen, ich bin jetzt mit 44 fitter als je zuvor. Damals war ich einfach dumm, aber ich habe mich Gott sei Dank wieder zurückgeholt. Es war ein Stück Arbeit.
Wie gehst du denn damit um, wenn alte Muster im Kopf wieder lauter werden?Das gibt's nicht mehr. Das flackert kurz mal auf, wo man sich denkt: „Jetzt wäre eine Zigarette und ein Bier cool“. Aber das geht einfach nicht mehr und das ist auch gut so. Ich habe zudem aufgehört zu rauchen, auch wenn es mich nervt (lacht).
Für viele österreichische Künstler warst du sehr prägend. Hast du noch Kontakt zu RAF Camora, Joshi Mizu und anderen?Leider sehr selten, aber wir hatten eine gute Zeit und haben früher sehr viel zusammen gearbeitet.Du gehst im Februar auf Tour. Was erwartet die Fans live?100 Prozent Livemusik. Kein Playback, kein Gedöns. Keine Feuershow, keine Tänzer. Du kommst, siehst mich, hörst Musik – und gehst hoffentlich glücklich nach Hause. Familiär, emotional, ehrlich.Österreich-Termine sind aktuell nicht geplant?Nein, diesmal nicht. Vielleicht erst Ende 2026, wenn alles so hinhaut wie ich das möchte, dann schon. Ich plane nämlich „Träume. Drama. Drums“ irgendwann in einer Akustik-Version mit Band zu spielen. 
Was passiert nach deiner Deutschland-Tour? Ich habe eine EP, ein paar Singles und noch ein Album herumliegen. Eine Platte werde ich sicher noch rausbringen, was danach kommt weiß ich noch nicht.
Zum Abschluss: Was wünschst du dir für das Jahr 2026?Dass alle Menschen um mich herum glücklich und gesund sind.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:05:01 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3995516/vd68539/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="2047"
                    height="1152"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[CHAKUZA]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Zoe Goldstein]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Interview mit Alyzah - „Ich sehe nicht nur gut aus, ich habe auch Talent“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3988243</link>
            <guid>https://www.krone.at/3988243</guid>
            <description><![CDATA[<p>Rapperin und Sängerin Alyzah hat kürzlich ihre zweite EP „Juice“ veröffentlicht. Die Frankfurterin mit philippinischen sowie spanisch-italienischen Wurzeln verbindet lässige Rap-Lines mit souligem Gesang. Im „Krone“-Talk spricht sie über ihre Liebe zu den 90ern und 2000ern – und darüber, warum sich Frauen im Deutschrap oft doppelt beweisen müssen.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Rapperin und Sängerin Alyzah hat kürzlich ihre zweite EP „Juice“ veröffentlicht. Die Frankfurterin mit philippinischen sowie spanisch-italienischen Wurzeln verbindet lässige Rap-Lines mit souligem Gesang. Im „Krone“-Talk spricht sie über ihre Liebe zu den 90ern und 2000ern – und darüber, warum sich Frauen im Deutschrap oft doppelt beweisen müssen.</p> Sie nennt sich wegen ihrer langen schwarzen Haarpracht selbst „Deutschrap-Pocahontas“: Alyzah ist Rapperin und Sängerin aus Frankfurt und gehört zu einer neuen Generation urbaner Künstlerinnen, die Haltung zeigen und musikalisch offen bleiben. Geprägt von ihrem multikulturellen Background und einer markanten Stimme, bewegt sie sich zwischen Rap, R&B und Soul. Wie stark das klingt, zeigt ihr aktueller Track „Hassliebe 2“, den sie gemeinsam mit Musiker Curse veröffentlicht hat. Kürzlich tourte sie mit dem „Wahre Liebe“-Interpreten durch Deutschland – wir erwischten Alyzah einen Tag nach ihrem München-Auftritt entspannt auf der Couch zum Zoom-Talk und sie erzählte uns auch, warum sie ihren Karriereweg eng mit Rap-Legende The Notorious B.I.G. verbindet.„Krone“: Für alle, die dich gerade erst entdecken: Erzähl mal, wie du dich selbst als Künstlerin beschreiben würdest?Alyzah: Also, ich mache Hip-Hop, R&B, Soul und Rap auf Deutsch - mit einigen spanischen Elementen. Mein Sound ist stark von den 90ern und 2000ern geprägt – Die „Golden Era“ des Hip-Hop. 
Du nennst dich „Deutschrap-Pocahontas“. Was bedeutet dieser Name für dich?Das ist mein Spitzname. Er kommt von meinen langen Haaren, meinem Aussehen und auch von meiner Inspiration durch Disneys „Pocahontas“ – vor allem aus meiner Kindheit. Ursprünglich war das einfach eine Line in einem Song, die ich öfter benutzt habe. Ich habe mir dabei anfangs gar nicht viel gedacht, aber irgendwann hat sich das etabliert. Die Leute haben angefangen, mich so zu nennen – und dann habe ich gemerkt: Okay, das ist jetzt einfach ein Teil von mir (lacht).Du bist Rapperin und Sängerin zugleich. Wie findest du die Balance zwischen diesen beiden Seiten? Ich liebe es, dass ich beides machen kann und mich nicht limitieren muss - weder auf eine Range noch auf einen bestimmten Sound oder nur eine Art von Vocals. Ich bin stark von den 90ern und 2000ern beeinflusst und die größten Hip-Hop-Hits aus den USA waren fast immer gerappte Songs mit einer starken Hook. Ob Busta Rhymes mit Mariah Carey oder Biggie mit Faith Evans – es gab immer diese Mischung.Ich brauche also nicht mal ein Feature, ich mache das Feature einfach mit mir selbst. Dadurch kann ich mich viel breiter ausdrücken, mehr Seiten zeigen und habe viel mehr Spielraum. Ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk.
Was sollen die Menschen fühlen, wenn sie deine Musik hören?In erster Linie sollen sie Spaß haben. Jeder soll das fühlen, was er oder sie gerade braucht. Für mich ist Musik Ablenkung, Abschalten, einfach mal loslassen. Klar, es gibt auch Musik für schwere Zeiten, aber bei mir geht es viel um Empowerment, vor allem für Frauen. Ich möchte, dass sie sich stark fühlen, schön fühlen, sich denken: „Wenn sie das kann, kann ich das auch“. Meine Musik soll zum Tanzen bringen, aber auch Mut machen. Ich hoffe, dass die Leute sich darin wiederfinden.
Eine Stadt, die mich inspiriert, ist ...... New York. 
Eine Sache oder eine Person, die mich zum Lachen bringt, ist ...... meine Freundin Daisy. Sie ist unfassbar lustig.
Mein verstecktes Talent ist ...... Humor. Ich finde mich selbst sehr lustig.
Im Studio esse ich immer ...... ein Frikadellenbrötchen von Kaufland. Schnell, warm und perfekt (lacht). 
Diese Serie liebe ich ...„The Big Bang Theory“. Die lief immer im Fernsehen und hat mich nach der Arbeit runtergebracht.
Meine persönliche „Red Flag“?Pünktlichkeit (lacht). Ich bin selber unpünktlich.
Ich wäre gerne einen Tag lang ...... ein Mann.
Wenn ich ein Geräusch wäre ...... wäre ich ein Wasserfall. 
Wie bist du zur Musik gekommen? Es heißt, ein Song von Biggie – „One More Chance“ – spielte dabei eine Rolle ...Ja, das ist eine lustige Geschichte. Es war an einem Todestag von Biggie - nicht 1997, sondern viele Jahre später. Ich war allein in meinem Zimmer und sentimental, habe Kerzen angemacht und das Instrumental von „One More Chance“ abgespielt. Ich habe die Hook gesungen und mich dabei aufgenommen und es dann spontan in meine Instagram-Story gepostet. Ein Produzent, der früher mein Schulkamerad war, hat das gesehen und mir geschrieben: „Coole Stimme, komm doch mal ins Studio“. Ich habe dann auch überraschend viel positives Feedback bekommen. Ohne diesen Moment hätte ich Musik vielleicht immer nur für mich gemacht.Wer hat dich denn musikalisch geprägt – und mit wem würdest du heute gerne zusammenarbeiten?Mich haben viele geprägt. Unter anderem die 90er, aber auch der Deutschrap. Bushido, Sido – und ganz besonders Schwesta Ewa. Sie war für mich frischer Wind, weil dieses harte Auftreten sonst fast nur von Männern kam. Sie hat das kompromisslos gemacht, kam aus Frankfurt und war einfach real.International haben mich Künstlerinnen wie Foxy Brown geprägt und Alicia Keys wegen des Soul. Mein absolutes Traumfeature ist ganz klar Schwesta Ewa, das ist ein echter Herzenswunsch.
Viele Künstler haben auf ihrem Weg einige Hürden erlebt, wie sieht es bei dir aus?Ja, wie das Leben halt so spielt ...Wenn man mit Musik anfängt, verdient man erst mal kein Geld. Man muss trotzdem leben, essen, Rechnungen zahlen – und gleichzeitig an seiner Leidenschaft festhalten. Auch familiär war es nicht immer leicht. Meine Mutter ist Filipina und hätte sich einen sicheren Weg für mich gewünscht: Studium, Anwältin, Ärztin. Sie hat mich nie aufgehalten, aber die Gespräche waren mental nicht einfach. Du hast vor kurzem deine zweite EP „JUICE“ veröffentlicht. Was bedeutet dieser Titel für dich?„Juice“ steht für meinen Flavour – meine Nuance, meinen Style, meine Attitütde. Es ist eine Flex-EP und eine Spaß-EP. Ich wollte genau die Songs machen, die ich immer machen wollte.Meine vorherige EP hieß „Natural“. Wenn man beides zusammennimmt – „Natural Juice“ – beschreibt mich das ziemlich gut (lacht). Du hast für deine EP mit dem Produzenten Koolade gearbeitet, der unter anderem auch mit Rappern wie Ghostface Killah gearbeitet hat. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?Über meinen Manager Sunny Business, der selbst Musiker ist. Er kannte Koolade schon lange und meinte, er würde perfekt zu meinem Sound passen. Wir haben uns dann kennengelernt, es hat menschlich sofort gepasst.Ich war dieses Jahr sogar zum ersten Mal bei ihm in Zagreb. Die Zusammenarbeit lief so gut, dass ich sie mir inzwischen kaum mehr ohne ihn vorstellen kann.
Wie erlebst du die Deutschrap-Szene aktuell? Glaubst du, muss man sich als Frau im mehr durchsetzen?Auf jeden Fall. Wie in vielen anderen Branchen muss man sich als Frau im Rap immer doppelt beweisen, um ernst genommen zu werden. Es wird meist zuerst aufs Aussehen geschaut. Wenn eine Frau gut aussieht, denken viele direkt: „Okay, sie hat nur Erfolg, weil sie gut aussieht“.Und da muss man erst mal aus diesem Schatten raus und klar sagen: „Ich habe auch Talent – ich sehe nicht nur gut aus“.Dazu kommt oft, dass es die Absegnung eines Mannes braucht, damit eine Frau wirklich ernst genommen wird. Dass erst ein Rapper sagt: „Ey, die ist krass“, damit andere überhaupt anfangen hinzuhören. Klar, Deutschrap ist immer noch ein männerdominiertes Business, aber es bewegt sich etwas. Es gibt mehr Frauen, mehr Vielfalt, mehr Stimmen. Und ich habe kein Problem damit, doppelt so viel zu arbeiten. Wenn die Leute mich am Ende wegen meines Talents wahrnehmen, dann reicht mir das.Du warst zuletzt als Support von Rapper Curse auf Tour und hast auch mit ihm zusammengearbeitet. Wie wichtig war diese Erfahrung für dich?Die Tour war extrem lehrreich für mich. Curse hat eine sehr loyale Crowd, die seit Jahrzehnten Hip-Hop hört und genau hinschaut. Da ging es nicht um Aussehen oder Bonus, sondern nur darum: Kannst du was oder nicht?Ich musste mir die Energie jedes Abends erarbeiten und genau das hat mich wachsen lassen. Diese Tour hat mich selbstbewusster gemacht und mir gezeigt, dass ich auch vor anspruchsvollem Publikum bestehen kann.Kann man dich demnächst sonst wo live erleben?Dieses Jahr habe ich noch zwei kleine Shows im Dezember. 2026 stehen bereits mehrere Termine fest: Mein erstes eigenes Konzert ist am 21. Februar in Darmstadt, außerdem spiele ich bei „Queens Of Hip-Hop“ in Freiburg, bei einem neuen Festival in Mannheim und habe weitere Sachen in Planung. Vielleicht klappt es aber auch 2026 mit Wien – das wäre auf jeden Fall schön.
Wenn du nach vorne blickst und gleichzeitig auf 2025 zurückschaust: Welche Themen möchtest du künftig noch stärker in deiner Musik behandeln – und was hast du in diesem Jahr über dich selbst gelernt?Ich will auf jeden Fall tiefere und persönlichere Themen angehen: meine Identität, meine Herkunft, die Geschichte der Philippinen, Kolonialisierung, Queerness und auch meinen Weg als Frau in der Szene. 2025 hat mir gezeigt, wie viel Potenzial noch in mir steckt. Die Tour mit Curse war extrem prägend – eine anspruchsvolle Crowd, viel Live-Erfahrung und die Erkenntnis: Ich kann das alles händeln und bin daran gewachsen.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:05:50 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3988430/vdc9626/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1500"
                    height="844"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Alyzah.jpeg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[CALOGERO-CIMINO]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[„Krone“-Interview  - Rapper Joshi Mizu: „Hip-Hop war eine gute Schule“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3983294</link>
            <guid>https://www.krone.at/3983294</guid>
            <description><![CDATA[<p>„Chardonnay“ war 2017 ein absoluter Streaming-Hit – und generell lieben seine Fans die melodischen Texte von Joshi Mizu. Seit Jahren fest im Rap-Game verankert, war sein radikaler Stilwechsel umso überraschender: Vor Kurzem kehrte er dem Genre vorerst den Rücken und startet nun als House-DJ neu durch. Wir sprachen mit ihm über seine musikalische Entwicklung – und warum er glaubt, für etwas Neues bestimmt zu sein.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>„Chardonnay“ war 2017 ein absoluter Streaming-Hit – und generell lieben seine Fans die melodischen Texte von Joshi Mizu. Seit Jahren fest im Rap-Game verankert, war sein radikaler Stilwechsel umso überraschender: Vor Kurzem kehrte er dem Genre vorerst den Rücken und startet nun als House-DJ neu durch. Wir sprachen mit ihm über seine musikalische Entwicklung – und warum er glaubt, für etwas Neues bestimmt zu sein.</p> „Ching Ching Ching, guck die Rolex auf dem Arm, Ching Ching Ching, kannst du hören, was sie dir sagt?“ (Song: „Ching Ching“)– wenn man sich diese Textzeile anhört, klingt sie eigentlich wie eine typische, klischeehafte Line aus einem Deutschrap-Song. Nur dass wir hier einen melodischeren Part haben, heißt: Es ist nicht ganz purer Rap. Viele Rapper nutzen heute diesen Stil. Einen davon trafen wir im Wiener Soundcube im Gasometer – dem Bereich für absolute Künstler. Josef Valenzuela, bis vor Kurzem noch mit melodischem Rap unterwegs und besser bekannt als Joshi Mizu, begrüßt uns herzlich mit einem Lächeln und zeigt uns als Erstes das Studio, das er angemietet hat. Der Raum ist nicht besonders groß – eine kleine Couch, ein Tisch mit dem Nötigsten und zwei Keyboards, ein Bildschirm, Boxen etc. „Drüben haben wir noch einen DJ-Raum, da sind wir auch manchmal“, sagt er.Wir machen es uns auf den zwei Studio-Stühlen bequem, und das Erste, was er uns erzählt, ist, wie seine Reise überhaupt in die Musik begonnen hat. „Als 14-jähriger, junger und hungriger österreichischer Rapper“, lacht er. „Wobei mich das DJ-Ding eigentlich schon immer interessiert hat. Wir waren damals zu viert, und einer hat das DJ-ing übernommen, weil er den geschäftstüchtigeren Sinn hatte. Wir haben dann auf seinen Partys angefangen zu Freestylen. So hungrig nach Erfolg und dumm hatten wir damals keinen anderen Plan als Musiker zu werden.“ Volljährig und gemeinsam mit Freund RAF Camora kam dann der erste Major-Deal in Österreich, der jedoch scheiterte. Nach dem Bundesheer sind dann Joshi und RAF nach Berlin gezogen, um dort ihr Glück zu probieren. Und tatsächlich, nachdem sie den Linzer Rapper Chakuza getroffen haben, der damals bei Bushidos Label EGJ gesignt war, kam eines zum anderen und irgendwann nahm seine Karriere Fahrt auf.  Schreibblockade und neue LeidenschaftMit seinem Mixtape „Zu!Name“ crashte er 2012 den Server des Rap-Portals 16Bars. Und 2014 war Joshi nicht nur ein wichtiger Teil des Albums „Zodiak“ mit Chakuza und RAF Camora, sondern stellte endlich auch sein eigentliches Debütalbum „MDMA“ fertig. Ein paar Platten später war Joshi Mizu endgültig in der Rap-Szene angekommen. Neben Bausa, Ufo361, Kontra K und RAF Camora spielte er längst in der Oberliga des Deutschraps. Doch irgendwann brauchte er einen Stilwechsel: „Ich habe dann angefangen, melodischen Rap zu machen – wie ,Chardonnay’ oder ,Simsalabim’“, erzählt er. Ersterer wurde zum absoluten Streaming-Hit und gehörte 2017 zu den meistgehörten Songs des Jahres.Trotz des langjährigen Erfolgs entschied sich der Musiker nun, einen neuen Weg einzuschlagen – „mit Herzblut“, wie er im Gespräch sagt. Nach dem letzten Album „VIE“, das vorerst auch sein letztes Rap-Album bleibt, ist House-Musik seine neue Leidenschaft. Auslöser dafür waren eine Schreibblockade und ein unerwartetes Gefühl: „Ich habe gemerkt, dass sich meine Leidenschaft, Rap-Texte zu schreiben, plötzlich wie Arbeit anfühlt. Und wenn es sich so anfühlt, dann ist es doch keine Leidenschaft mehr“, erzählt er. Songs aus der House-Schiene mochte er schon immer: „Daft Punk oder ,King of My Castle’ habe ich gefeiert. Diese Art von Musik hat mich schon immer interessiert.“ Irgendwann produzierte Joshi dann selbst einen House-Beat und spielte ihn seinen Jungs vor. „Und du musst dir denken: Die sind absolute Hip-Hopper (lacht) – und trotzdem waren sie sofort begeistert. Die haben mich dann auch motiviert, weiter in die Richtung zu gehen und nach dem ich Michael Bibi und Gordon oder Chris Lake – hier bin ich großer Fan – kennengelernt habe, bin ich immer mehr in die Materie reingeraten.“
Wien ist für mich ...... die geilste Stadt der Welt.
Eine Sache, die viele falsch denken ......, dass ich arrogant bin.
Was mich gerade antreibt, ist ...... House-Musik.
Frühstück – Team süß, salzig oder nur Kaffee?Salzig.
Etwas, das mich sofort nervt ... … Ich hasse es, wenn Sachen zu langsam passieren. 
Der Track auf „VIE“, der mich selbst überrascht hat ...... ist „Jordan Belfort“.
Diesen Weihnachtssong liebe ich ...„Last Christmas“ – der Sänger lebt ewig von seinen Tantiemen. 
Studiosession oder Liveauftritt?Ein perfekter Ausgleich
Mein Lieblingsstudio-Snack …In Deutschland könnte ich’s sagen, aber in Wien nicht. Wasser.
Der beste Rat, den ich jemals bekommen habe ...... Versuche nicht, immer die 100 % auf einmal zu bekommen, hol dir lieber 100-mal die 1 %.
B2B-Projekt mit bekanntem RapperDas letzte Album „VIE“ war für ihn ein guter Abschluss mit Rap – und selbst dort waren bereits erste Ansätze seines Stilwechsels zu hören. „Hip-Hop war für mich eine gute Schule, ein guter Prozess. Aber ich glaube, ich bin für etwas anderes bestimmt. Momentan bin ich einfach Feuer und Flamme für die House-Musik und das DJ-ing.“ Einige Fans feiern diesen Richtungswechsel, andere wiederum waren enttäuscht. „Ich kann verstehen, dass nicht jeder das fühlt, was ich jetzt mache. Aber ich bin noch immer dieselbe Person. Vielleicht ändert sich der Name und der Musikstil, aber meine Leidenschaft und mein Talent bleiben dieselben.“ In letzter Zeit stößt er aber doch viel auf positives Feedback: „Ich bin dankbar, dass die treuen Fans so cool damit sind – und freue mich auf die neuen Fans, die dadurch dazukommen.“Auch ein anderer bekannter Musiker aus der Rap-Szene interessiert sich für House-Musik und ließ auf seinem letzten Album „Der Faktor Mensch“ erste House-Elemente durchblitzen: Die Rede ist von Joshis Freund und Rapper Bausa. Gemeinsam starten die beiden ein B2B-Projekt als Valenzuela & Sauber und haben bereits mehrere Clubs erobert. „Baui liebt House auch schon seit eh und je. Wir hatten schon immer denselben Musikgeschmack und auch er produziert. Aber er bleibt dem Rap weiterhin treu – Bausa bleibt Bausa und macht das eher nebenbei.“ Vor Kurzem traten die beiden in einem Wiener Club auf, und laut den Videos auf Social Media merkt man deutlich, dass die Leute sichtlich Gefallen daran finden.Geheime ZusammenarbeitNeben Bausa kann sich Joshi aber auch weitere gemeinsame Projekte vorstellen. „Es gibt so viele, aber mein absoluter Favorit ist Chris Lake. Mit ihm würde ich sehr gerne etwas machen.“ Doch auch aus der House-Schiene gibt es bereits eine Zusammenarbeit – die allerdings noch geheim bleibt. „Ich kann nur sagen: Es sind Österreicher, und ich bin so happy darüber“, grinst er.Bei all der Euphorie rund um den neuen, radikalen Stilwechsel wollen wir noch wissen, wie sich – abgesehen vom Schreiben und Produzieren – sein kreativer Prozess verändert hat. „Da hat sich nicht viel geändert. Ich gehe in der Früh ins Studio, hör mir Songs an und sample manches davon. Wenn ein Sänger da ist, singt er die Vocals ein, etc.“ Nach kurzem Überlegen fällt ihm dann aber doch eine Veränderung ein: „Ich musste viel Technisches dazulernen und habe sogar angefangen, Bücher zu lesen – und ich hasse Bücher lesen“, lacht er.Wiener Herz schlägt wiederAuf die Frage, woran er gerade arbeitet und was man in dieser neuen musikalischen Phase erwarten kann, meint er, dass er momentan rund 90 Songs herumliegen hat, die er sich erst einmal in Ruhe ansehen muss. Geplant ist jedenfalls einiges. „Es sind viele Aufträge reingekommen und wir wollen Anfang nächsten Jahres alle vier, fünf Wochen etwas droppen, Remixe angehen, die Musikportale wie SoundCloud angreifen und die Welt bereisen.“ Apropos Reisen: Der Wahl-Berliner lebt inzwischen wieder mehr in Wien. „Ich habe eine Wohnung in Wien und eine in Berlin. Aber momentan schlägt mein Wiener Herz wieder stärker. Ich möchte eigentlich einen Abschluss – und deswegen wäre es für mich gut, wieder hierherzuziehen und von Wien aus alles zu steuern.“„Dankbar für die Journey“Die ersten Auftritte als DJ waren, wie schon erwähnt, ein voller Erfolg. Aber wie hat sich die Live-Performance im Vergleich zum Rappen auf der Bühne verändert? „Als Rapper bist du ganz vorne und extrem nah am Publikum, aber du musst viel Technik managen und perfekt timen. Beim DJ-ing hatte ich plötzlich wieder diese schöne Nervosität – richtigen Nervenkitzel. Das fühlt sich fast wie eine Droge an“, erzählt er. „Du bringst die Leute zum Abgehen, ohne ein Wort zu sagen, nur mit deiner Songauswahl. Dieses Gefühl hat mich sofort gepackt.“ Ob er früher Lampenfieber hatte? „Eigentlich nicht. Ich habe ja schon früh angefangen, Freestyle-Shows zu spielen – da wächst man rein. Ich liebe die Bühne. Ich liebe Shows. Und ich liebe es, im Mittelpunkt zu stehen.“Wer Joshi live im Mittelpunkt sehen und in seinem neuen Element erleben möchte – am 12. Dezember spielt er neben Robin Schulz und weiteren Künstlern beim Ye Winter Opening in Königsleiten (Tickets: www.ye-munich.com/winteropening ).Zum Abschluss wollen wir noch wissen, wie er auf das Jahr zurückblickt. „Es war mein wichtigstes Entwicklungsjahr. Ich habe mit Rap aufgehört und mit House angefangen. Ich bin dankbar für meine Journey und es ist mir auch bewusst, dass es nichts Normales ist, einfach so das Genre zu wechseln. Aber ich bin zuversichtlich. Zusammen schaffen wir das.“Ob er jemals wieder zum Rap zurückkehren würde, lässt er offen. Vielleicht würde er einmal „aus der Laune heraus“ einen Rap-Song machen. „Ich schließe es nicht aus, aber momentan kann ich es mir nicht vorstellen, zurückzugehen.“]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:05:26 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3983313/v307a60/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="2048"
                    height="1152"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[ADABEI / ÖSTERREICH, WIEN / RAPPER UND DJ JOSHI MIZU IM INTERVIEW Auf dem Bild: Joshi Mizu]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Mario Urbantschitsch]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Neues Album: „Beluga“ - Rapper Olexesh: Zwischen Beton und Kommerzpfad]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3971855</link>
            <guid>https://www.krone.at/3971855</guid>
            <description><![CDATA[<p>Seit seinem Chart-Erfolg „Magisch“ mit Edin (2018) kennt man Olexesh nicht nur als Straßenrapper, sondern auch als Künstler mit Mainstream-Potenzial. Der gebürtige Ukrainer bleibt zwar dem rauen Sound seiner Kranichstein-Wurzeln treu, doch mit seinem neuen Werk „Beluga“ schlägt er wieder hörbar kommerziellere Töne an.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Seit seinem Chart-Erfolg „Magisch“ mit Edin (2018) kennt man Olexesh nicht nur als Straßenrapper, sondern auch als Künstler mit Mainstream-Potenzial. Der gebürtige Ukrainer bleibt zwar dem rauen Sound seiner Kranichstein-Wurzeln treu, doch mit seinem neuen Werk „Beluga“ schlägt er wieder hörbar kommerziellere Töne an.</p> Es gibt Rapper, die erzählen ihre Geschichte. Und es gibt Rapper wie Olexesh (Oleksij Kossarew), die eine ganze Welt erschaffen – eine Welt aus Kranichstein, Motorengeräuschen und einem Akzent, der seit mehr als zehn Jahren zum festen Sound des Frankfurter Labels 385i gehört. Die Rapper Celo & Abdi holten ihn damals ins Team und legten damit den Grundstein für eine Karriere, die weit über Musik hinausgeht. Heute ist Olexesh nicht nur Rapper, sondern auch Schauspieler: In der Netflix-Serie „Skylines“ stand er mit Nimo vor der Kamera, in Felix Lobrechts Film „Sonne und Beton“ übernahm er ebenfalls eine Rolle. Diese Vielseitigkeit prägt auch sein neues Album „Beluga“, das selbstbewusst zwischen Streetrap, Experiment und kommerziellem Feinschliff pendelt.Schon im Intro macht er klar, was seine Haltung ist: Er ist ein Veteran, jemand, der ein Jahrzehnt im Business war und immer noch mit derselben Wucht rappt wie am ersten Tag. Diese Härte zieht sich wie ein Faden durch das Album, auch wenn Olexesh diesmal deutlich offener für melodische, massentaugliche Momente ist. Stücke wie „Brennpunkt“ mit Nimo oder „Parkplatz“ zeigen ihn in einer glatt produzierten, fast schon funkigen Soundwelt – ein Stil, den man in den letzten Jahren eher mit Apache 207 assoziiert. Dass er nach Jahren wieder mit Nimo auf einem Track auftaucht, fühlt sich fast nostalgisch an, besonders weil die beiden zuletzt 2019 musikalisch zusammengefunden hatten.Ein bisschen Kommerz schadet nichtTrotz der kommerziellen Elemente bleibt der Kern von „Beluga“ rau. Immer wieder bricht der alte Olexesh durch: düstere Bässe, schnelle Flows und Straßenbilder, die so präzise wirken, als wären sie direkt aus Kranichstein heraus fotografiert. Tracks wie „Ich und mein RS“ oder der Titeltrack „Beluga“ mit Celo & Abdi holen genau diesen Vibe zurück – kompromisslos und ohne radiofreundliche Rundungen. Hier zeigt sich seine größte Stärke: das Dokumentieren und Erzählen dieser Welt.Zwischendurch erlaubt er sich Ausflüge in neue Richtungen. Mit Amo, Edin oder Benjie entstehen Tracks, die Pop, Autotune und Nostalgie miteinander vermischen. Besonders „Anders“ mit Edin – die lang erwartete Reunion nach dem Mega-Hit „Magisch“ - zeigt, dass Olexesh sehr wohl weiß, wie man moderne, eingängige Hooks baut, auch wenn der Zauber von 2018 diesmal nicht ganz reproduziert wird. Aber trotzdem, es ist schön zu sehen, dass die beiden auf einem Track wieder drauf sind: Denn mit Edin hatte er den einzigen kommerziellen Nummer-eins-Hit damals und nur dadurch wurde Olexesh noch bekannter.Hommage an SeedBeim Song „Ganja“ sticht sofort das legendäre Sample aus Seeeds gleichnamigem Hit hervor – ein klarer Rückgriff auf die 2000er und eine Hommage, die jeder sofort erkennt, egal ob jung oder alt. Der Song ist ziemlich clever gewählt und perfekt in den modernen Sound eingebettet worden.Auffällig ist außerdem, wie nah Olexesh in mehreren Songs an persönliche Themen herangeht. Immer wieder tauchen Beziehungen, Loyalität und Identität auf – mal direkt, mal zwischen den Zeilen. Er wechselt dabei von zarten Lovesong-Andeutungen (Break My Heart) zu vulgärem Schlagabtausch wie in „Pusi Kurac“, wo er gemeinsam mit Rapper Zined in einen dialogartigen Austausch geht. Genau dieser Mix macht einen Teil des Albums so spannend: Olexesh zeigt sich mal hart, mal verletzlich, mal OG, mal jemand, der offensichtlich noch immer zwischen Gefühl und Fassade pendelt. Der Titeltrack „Beluga“ schwankt dadurch ständig zwischen Intimität und Aggression, zwischen altbekanntem Straßenimage und dem Wunsch, neue Facetten zu öffnen. Man merkt, dass er sich nicht mehr nur auf eine Version von sich selbst beschränkt – sondern verschiedene Seiten zulässt, auch wenn diese sich manchmal widersprechen.Fazit: „Beluga“ zeigt einen Olexesh, der genau weiß, woher er kommt – und trotzdem Lust hat, sich neu zu erfinden. Er wechselt mühelos zwischen hartem Frankfurter Straßenrap und modernen, poppigen Produktionen. Manche Stellen klingen bewusst kommerzieller, andere liefern die rohe Energie, für die man ihn seit Jahren schätzt.Unterm Strich beweist der heute 37-Jährige vor allem eines: Fleiß, Wandelbarkeit und die Fähigkeit, auch nach mehr als einem Jahrzehnt im Game noch genauso hungrig zu klingen wie am Anfang. Wenn „Beluga“ etwas bestätigt, dann genau das: Olexesh bleibt ein Arbeiter – nur diesmal im grauen Gucci-Beluga-Anzug.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:06:16 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3971984/v102eb6/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1280"
                    height="720"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Olexesh Beluga neues Album]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/2025 385idéal, Instagram/Olexesh]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Rapper im Porträt - Phänomen Haftbefehl: Vom Abgrund zurück ins Leben]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3962935</link>
            <guid>https://www.krone.at/3962935</guid>
            <description><![CDATA[<p>Mit 13 drogenabhängig, mit 28 Jahren ein deutsch-türkischer Rapstar. Das Leben von Frankfurter Aykut Anhan, heute 39, schockiert und fesselt derzeit in der Netflix-Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“. Wer ist der Mann wirklich?</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Mit 13 drogenabhängig, mit 28 Jahren ein deutsch-türkischer Rapstar. Das Leben von Frankfurter Aykut Anhan, heute 39, schockiert und fesselt derzeit in der Netflix-Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“. Wer ist der Mann wirklich?</p> ]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:06:41 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3962950/vc6c6d7/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="655"
                    height="368"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Haftbefehl Netflix]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Netflix]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Newcomer im Interview - Nenda: Mit Rap wird sie zum Krampus der Herzen]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3961762</link>
            <guid>https://www.krone.at/3961762</guid>
            <description><![CDATA[<p>Gute vier Jahre nach ihrem in Indie-Kreisen erfolgreichen Debütsong „Mixed Feelings“ schießt die Ötztalerin Nenda das Album „KRRRA“ nach. Eine musikalische Melange aus Rap, Indie und Spoken-Word, die zwischen melancholischer Trauerbewältigung und aktiver Rassismusbekämpfung mäandert. Im „Krone“-Gespräch gibt die sympathische Künstlerin Einblicke in ihr vielseitiges Leben.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Gute vier Jahre nach ihrem in Indie-Kreisen erfolgreichen Debütsong „Mixed Feelings“ schießt die Ötztalerin Nenda das Album „KRRRA“ nach. Eine musikalische Melange aus Rap, Indie und Spoken-Word, die zwischen melancholischer Trauerbewältigung und aktiver Rassismusbekämpfung mäandert. Im „Krone“-Gespräch gibt die sympathische Künstlerin Einblicke in ihr vielseitiges Leben.</p> Wer mit offenen Ohren und Neugierde auf neue Musik durch die heimische Landschaft geht, stolperte vor gut vier Jahren vielleicht über den Song „Mixed Feelings“. In Englisch, Deutsch und herzhaftem Tirolerisch rappte die Ötztalerin Nenda Neururer über Alltagsrassismus am Land, Vorurteile, Ressentiments und erklärte darin auch, warum sie von der pittoresken westösterreichischen Berglandschaft hin in die große englische Metropole London übersiedelte. Direkt nach der Matura ging es nach Großbritannien, wo sie die letzten zwölf Jahre verbrachte und enorm viel fürs Leben lernte. „Ich war mir nie sicher, welche Jobs in Österreich ich bekommen würde“, erzählt uns Nenda im „Krone“-Gespräch, „so wie ich ausschaue und rede. Deshalb wollte ich immer nach England, um dort eine Schauspielschule zu besuchen und international tätig zu sein.“ Nach einem „Foundation Year“ hat das auch geklappt und Nenda arbeite sich fleißig weiter voran.Nacktschnecken in der KüchenschubladeWer sich schon einmal mit den Wohnungspreisen in der Acht-Millionen-Stadt auseinandergesetzt hat, weiß, als Ottonormalverdiener sind keine großen Sprünge möglich. „Ich war in einem schimmligen Haus, wo die Nacktschnecken bei der Gartentür reinkamen oder in der Küchenschublade unterwegs waren. Das war richtig schlimm.“ Nenda hält sich jahrelang mit diversen Schauspielrollen über Wasser, vernetzt sich, schreibt nebenbei Musik und saugt das Leben in der Großstadt auf. Nach mehr als einer Dekade ist es nun aber Zeit für ein neues Kapitel – mit Jänner 2026 übersiedelt sie nach Wien – preislich doch noch ein Unterschied und auch kulturell eine Möglichkeit, in neue Sphären zu schnuppern. Die Musik ging bei Nenda erst nur nebenher. Bis auf eine kurze Phase im Chemie-Studium in Innsbruck war immer Kunst und Kultur der Bereich, in dem sie sich und ihre Zukunft gesehen hat. Mit der alten Heimat im ruralen Tirol, dort, wo der einstige Landeshauptmann Günther Platter Fußballprofi David Alaba auf Englisch begrüßte, pflegt sie eine ambivalente Beziehung.„Natürlich war es eine schöne Gegend, um als Kind dort aufzuwachsen. Man kann ganz allen in den Wald rennen und dort spielen - wenn die Mama schreit, kommt man zurück, weil dann gibt es wahrscheinlich was zu essen. In London ist das denkunmöglich. Aber ich hatte immer Ausgrenzungserfahrungen und suchte ein Ventil, um sie zu verarbeiten. ,Mixed Feelings‘ war so ein Song, der entstand nach dem Mord an George Floyd und im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung. Da ich aussehe, wie ich aussehe, hat mich das Thema natürlich betroffen und das kam aus mir raus.“ Das Lied an sich wurde zu einem Hit im Indie-Segment, bis zum Debütalbum „KRRRA“, das dieser Tage auf den Markt kam, hat es trotzdem einige Jahre gedauert. Ein in Ton gegossenes Manifest gegen Rassismus, Nationalismus und das Patriarchat, vermischt mit einer kräftigen Dosis Persönlichkeit und Emotionalität.Wichtige Liebesbekundung„Viele negativen Geschichten häufen sich mit den Jahren und finden statt, seit ich klein bin. Irgendwann hat man einfach keinen Bock mehr auf das Ganze und lässt alles raus. Songs zu schreiben, ist für mich eine Möglichkeit, mit diesen Dingen klarzukommen. Es gibt Themen, die sind mit der Familie oder von Angesicht zu Angesicht schwer zu besprechen. Aber ich kann solche Gedanken aufschreiben, ein paar Reime basteln und einen schönen Song drumherum bauen.“ Einen gewichtigen Teil des Debüts nimmt der tragische und viel zu frühe Tod ihres Herzensbruders Ben ein. Lieder wie „R2F“, „Alone“ oder „Stellar“ sind von Trauer geprägt, mit dem Intro „Bentro“ gibt es sogar eine Botschaft von ihm zu hören. „Vor zwei Jahren hätte ich diverse Songs niemals singen können, aber mittlerweile ist es okay. Es ist ein schönes Vermächtnis und ich hoffe, dass Ben stolz auf mich wäre.“ Die persönlichen und emotionalen Lieder stellen nicht nur das Verarbeiten einer persönlichen Tragödie dar, sie sind auch als Liebesbekundung gedacht.Neben der Melancholie herrscht vorrangig das Gefühl von Selbstermächtigung und dem Freistrampeln von rassistischen Umtrieben und toxischen Männlichkeitsbildern. „Ohne Liebe gibt es kein Empowerment. Es gehört beides dazu und man kann nicht immer nur stark sein.“ Stärke zeigt Nenda etwa im flotten Titeltrack, wo der urösterreichische Krampus nicht Furcht verbreitet, sondern von der Künstlerin gefressen wird – quasi eine metaphorische Zurückeroberung der Selbständigkeit und Kraft in der Gesellschaft. „Der Krampus ist das perfekte Bild für Tradition, vor allem in Tirol. Ich bin Tirolerin, genauso wie alle anderen auch, als darf ich auch der Krampus sein und das Symbol umdeuten.“ Das Wort Tradition ist für die Sängerin nicht nur negativ behaftet, aber „die Leute verwenden es als Ausrede, um Veränderungen im Weg zu stehen. Wenn man sich nur quer stellt und Veränderungen boykottiert, dann kann ich Traditionen wirklich nicht brauchen.“Reise in die SeelenweltDas Aufbrechen von Dogmen, klischeehaften männlichen Rollenbildern und althergebrachten, verstaubten Idealen ist Nenda ein besonders wichtiges Anliegen. „Das Album ist eher an Frauen und nicht-binäre Menschen gerichtet, die sich trauen sollten, mehr und selbstsicherer den Platz im Leben einzunehmen. Wo man sich nicht immer vom Männlichkeitsbild und seiner vermeintlichen Stärke verjagen lässt.“ Musikalisch ist „KRRRA“ eine frische Melange aus Rap, Hip-Hop, Indie-Sounds, elektronischen Versatzstücken und Spoken-Word-Einsprengseln – und das dreisprachig, wenn man den Tiroler Dialekt dazuzählt. „Ich war früher immer am Nova Rock und habe extrem viel Punk gehört – bis mir Leute gesagt haben, Punk wäre weiß und ich dürfte keiner sein. So kam es dann zum Rap und dafür bin ich im Nachhinein sogar dankbar.“ Auf „KRRRA“ kann man jedenfalls ganz tief in den inhaltlichen Kosmos von Nenda eintauchen und wird sogar über temporäre Narkolepsie unterrichtet, die sie in Teenagerjahren belastete. Eines der frischesten und spannendsten österreichischen Alben dieses Jahres.Live-Auftritte in ÖsterreichAm 26. November stellt Nenda ihr Debütalbum „KRRRA“ im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses live vor. Derzeit gibt es für die Show keine Karten mehr, aber es gibt weitere Termine. Am 27. November in der Stadtwerkstatt Linz, am 28. November im Villacher Kulturhof, am 29. November im Grazer Dom im Berg, am 11. Dezember in Kammgarn in Hard und am 13. Dezember im Innsbrucker Treibhaus.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:12:30 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3960813/v7d5a2e/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1260"
                    height="712"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Nenda.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Krone KREATIV/Whirlwind Productions, Eva Manhart]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Live in der Stadthalle - Rapper Kontra K: „Man soll mit dem Herzen schauen“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3960281</link>
            <guid>https://www.krone.at/3960281</guid>
            <description><![CDATA[<p>Starke Performance und echte Wien-Liebe! Rapper Kontra K liefert eine Show voller Pyro, Emotion und Nähe – ein Abend, an dem der 38-Jährige die Fans von der ersten Sekunde an mitreißt. Wir trafen den Berliner kurz vor seinem Auftritt und sprachen mit ihm über Familie, Werte, sein neues Album und einer Doku, die gerade in aller Munde ist.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Starke Performance und echte Wien-Liebe! Rapper Kontra K liefert eine Show voller Pyro, Emotion und Nähe – ein Abend, an dem der 38-Jährige die Fans von der ersten Sekunde an mitreißt. Wir trafen den Berliner kurz vor seinem Auftritt und sprachen mit ihm über Familie, Werte, sein neues Album und einer Doku, die gerade in aller Munde ist.</p> Es ist Montag – der erste Tag einer neuen Arbeitswoche. Die U-Bahnen sind voll, die Menschen ein bisschen grantig, und für Autofahrer ist der Stau praktisch vorprogrammiert. Als wäre das nicht genug, zeigt sich Wien an diesem Abend grau, kühl und verregnet. Also: Warum nicht einfach flüchten? Und zwar dorthin, wo ein Montag plötzlich nach Wochenende klingt – in die Wiener Stadthalle. Denn was macht einen Wochenstart besser als Maximilian Tibor Albert Diehn alias Kontra K live auf der Bühne? Der Berliner Rapper, der seit seinem Hit „Erfolg ist kein Glück“ fest in der deutschsprachigen Musikszene verankert ist, füllt seit Jahren Hallen quer durch Europa. In Wien kamen an diesem Montagabend rund 9000 Besucher – nicht ausverkauft, aber beeindruckend gut gefüllt. Wien zählt seit langem zu seinen Lieblingsstädten, wie er uns im Gespräch verrät, denn wir trafen Max kurz vor seinem Auftritt im Backstagebereich – und das Erste, was er sagte, war ein Satz, der den ganzen Abend auf den Punkt bringen sollte: „Leider hätte das Wetter besser sein können, aber ich mach’s auf der Bühne warm.“ Vor kurzem veröffentlichte der 38-Jährige sein mittlerweile 13. Album „Augen träumen Herzen sehen“ – ein Werk, das persönlicher, verletzlicher und ein wenig wütender klingt als vieles zuvor. Aber genau mit dieser Mischung aus Ehrlichkeit, Ruhe und Energie starteten wir in unser Gespräch.„Krone“: Wie geht es dir kurz vor deinem Auftritt?Kontra K: Mir geht’s sehr gut. Wir hatten einen Tag Ruhe, den haben wir auch gebraucht – wir werden ja nicht jünger. Fünf Shows am Stück sind anstrengend, aber gut. Ich hab’ Bock. Nur das Wetter hätte besser sein können. Normalerweise bringe ich immer gutes Wetter mit – das tut mir jetzt leid. Aber dafür mach’ ich’s warm dann auf der Bühne (lacht)
Du hast hier schon öfter gespielt. Was verbindest du denn mit Wien?Ich habe sehr oft hier gespielt. Ich liebe diese Stadt. Immer wenn wir ankommen, tingeln wir durch die Innenstadt und gucken uns die alten Gebäude an. Sieht man uns vielleicht nicht an (grinst), aber wir sind Nostalgiker.Was unterscheidet das österreichische Publikum vom Deutschen?Oh, man darf an keine Stadt Erwartungen haben. Jede Stadt hat ihre eigenen Menschen – alle sind top, aber auf ihre ganz eigene Art. Letztes Mal hier war die Stimmung richtig dufte. Die Wiener sind aber generell cool.Hast du ein Ritual, bevor du auf die Bühne gehst?Ja, mittlerweile ganz andere als früher. Wir setzen uns zusammen, meditieren, rufen uns nochmal ins Bewusstsein, warum wir hier sind. Was das für eine Ehre ist, dass so viele Menschen uns zuhören. Dass man nicht nur einsaugt, sondern etwas zurückgibt.Wir manifestieren vorher und hoffen, dass die Leute mit einem guten Gefühl nach Hause gehen – und ein bisschen nachdenken.
Dein Album „Augen träumen, Herzen sehen“ war in Deutschland auf Platz 1, in Österreich und der Schweiz auf Platz 2. Wie unterscheidet sich dieses Werk von deinen bisherigen?Vom Inhalt – Musik hat nur vier Inhalte – die kann man aber wunderschön kombinieren, wie Komplementärfarben. Auf dem Album geht’s viel um Schmerz und Verarbeitung. Wir hatten leider ein paar Todesfälle. Die habe ich darin verarbeitet und versucht, die Hoffnung wiederzufinden. Dazu kommt Wut – darauf, was wir gerade aus uns machen. Social Media, wie wir uns teilen und teilen lassen. Das ist die Quintessenz. Man soll mit dem Herzen schauen, nicht mit den Augen. Und so ist auch der Titel der Platte entstanden.
Auf dem Album ist der Song „Geboren, um zu leben“ mit Unheilig und der österreichischen Künstlerin Ness. Warum war gerade sie die richtige Partnerin?Der Song hat eine ganz andere Vorgeschichte. Ich habe an dem Tag den Song über meinen Vater aufgenommen – „2 Meter tiefer“. Und am selben Tag ist der kleine Bruder einer meiner besten Freunde gestorben. Ich konnte da nichts machen, die Familie war abgeschottet. Ich wollte ihm irgendwas geben. Mein Produzent hat dann eine Coverversion von Ness abgespielt: „Guck mal, wie schön sie singt.“ Ich meinte: „Lad ihre Stimme rein, wir produzieren drumherum, und ich schreibe jetzt was für ihn, warum er nicht aufgeben sollte.“ Dann haben wir sie gefragt, ob sie das nochmal singen würde. Mir ist egal, wer jemand ist oder woher er kommt – wenn jemand was Gutes macht, muss man das unterstützen.
Welche Szene im Musikvideo „Geboren, um zu leben“ fängt für dich den Geist der Kollaboration am besten ein?Ich habe ja selbst Regie geführt. Die beste Szene ist die, in der sie auf diesem Felsen steht, den ich mir schon ausgesucht hatte. Ich bin ja seit Jahren dort – ich habe mir sogar ausgesucht, was sie trägt. Wie das weht – die Szene sieht aus wie aus einem alten Madonna-Video. Das beschreibt es perfekt.Welche Rolle spielen deine persönlichen Erfahrungen – als Vater, Künstler und Mensch – in den Songs?Immer alle. Natürlich gibt es einige Ausnahmen. Zum Beispiel man kann ja auch mal wütend sein als Vater und anders reden. Oder man kann auch mal ohne die Kinder reden und die Tür zu machen – auch das passiert auf dem Album. Tendenziell bin ich aber immer Max. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen Kontra und Max als Vater – außer, dass ich als Kontra bereit bin, mehr nach draußen zu gehen und zu kämpfen.Wie schaffst du es, Tourleben, Musikbusiness und Vatersein unter einen Hut zu bringen?Ganz einfach: nicht feiern und meinen Job machen. Das Schöne an meinem Job ist, dass ich zwar 24/7 arbeite, aber ich kann entscheiden, ob ich um 18 Uhr nach Hause komme, meine Kinder ins Bett bringe und morgens in den Kindergarten oder in die Schule fahre.
Was haben dir deine Kinder über dich beigebracht, was dir vorher nicht bewusst war?Trauer zuzulassen. Und dass es nicht viel kostet, ein Kind glücklich zu machen. Das, was wir wahrscheinlich alle vermisst haben. Es kostet nicht viel. Man muss als Vater nur da sein, sie ab und zu in den Arm nehmen und bestärken. Das haben die mir beigebracht.Du bist schon so lange im Rap-Business oder Musikgeschäft - was hat sich deiner Meinung nach verändert?Ich würde gar nicht sagen „Rap-Business“, ich höre jede Musik. Und gerade wendet es sich wieder in eine gute Richtung. Sängerin Rosalia hat einen riesigen Schritt für alle gemacht. Alles ist sehr schnelllebig geworden. Jeder hat leicht Zugang zu Musik – das ist wunderschön, aber es macht es auch zu Fast Food. Vieles wiederholt sich, das kann man mir auch nachsagen.Aber über Liebe und Ehrlichkeit kann man nicht genug reden. Über Schmuck und Geld schon. Musik ist Revolution. Kunst ist Revolution. Viva la Revolution!Die Haftbefehl-Doku ist gerade in aller Munde. Hast du sie gesehen und was sagst du dazu? Könntest du dir selbst eine Doku vorstellen?Ich drehe seit 15 Jahren eine Doku. Wir filmen seit knapp 17 Jahren alles, was passiert. Ich habe ihm aber auch selbst geschrieben, denn ich mag nicht, dass so viele Leute viel Meinung und wenig Ahnung haben. Es gehört wahnsinnig viel Courage dazu, das so zu zeigen. Ich hoffe, dass es ihm gut geht, seiner Familie, seinen Kindern. Mehr wage ich nicht zu sagen. Ich stecke da nicht drin.
Welchen Rat würdest du jungen Künstlern geben?Macht Musik nicht einfach, um irgendwas zu machen. Macht es nicht für Fame. Wenn ihr etwas ausdrücken wollt – sehr gerne. Der beste Ratschlag: Wenn ihr was zu sagen habt, macht Musik. Aber nur Musik zu machen, um erfolgreich zu werden oder Geld zu haben? Weiß ich nicht. Lasst es sein. Dann lieber Revolution.
Kontra K ist ...... ehrlich
Auf Tour am liebsten ...... gesund bleiben.
Meine Papasuperkraft ist ...... einfach Max, sein.
Ein Song von mir, der nie altern wird ...... „Erfolg ist kein Glück“
Angst ist für mich ...... Schwäche, die den Körper verlässt.
Mein persönlicher Endgegner im Alltag ...... Menschen
Wenn ich ein Cocktail wäre, ...... wäre ich ein Whisky Sour.
Ein Wort, das dein heutiges Gefühl beschreibt ...... stark
Fast 9000 Fans kommen an diesem verregneten und kalten Montag in die Wiener Stadthalle. Sängerin Anna Grey eröffnet den Abend mit einer starken Stimme – sie hat auch einen Song mit Kontra K auf dem aktuellen Album („Weit weit weg“). Pünktlich um 20 Uhr startet dann das Intro: Schlagzeug, dramatische Musik, Handylichter, Pyro. Der Vorhang fällt, Wolfslogo, große Bühne – und Musiker Kontra K steht da. Die Halle dreht sofort durch. Die Bühne wirkt wie ein düsterer Wald, komplett mit Wurzeln und Baumstamm. „Guten Abend, ihr wunderschönen Menschen“, sagt er. Mit „Die besten bleiben“ geht’s los, bei „Die letzte Träne“ singt die Crowd schon den Chorus alleine. Die Stimmung ist überraschend warm und fröhlich für den ersten und grauen Wochentag.Der Musiker interagiert viel: „Wien, habt ihr Power?“ – und seine Überleitungen sitzen und passen perfekt. Er klettert herum, singt sogar kurz a cappella und zeigt in einem Mash-Up aus „Rollin‘“ (Limp Bizkit) und seinem Song „Blei“ dass er schnell mal Hip-Hop in Rock verändern kann. Zwischendurch spricht er über Familie und Verantwortung, spricht, wie toll sein Supportact war und singt danach auch wieder emotional mit ihr auf der Bühne. Beim Track „Tollwut“ bringt Kontra K wieder pure Energie, Drum- und Gitarren-Soli inklusive. Danach taucht er auf einer Schwebebühne in der Hallenmitte auf. Bei „Nur für dich“ leuchten alle Handys – einer der wunderbarste Moment des Abends. „Berlin ist ein Moloch. Ihr habt hier so was Schönes“, sagt er und leitet in „Follow“ und „Tiefschwarz“ über.Zwischen Unterbrechung und HommageSpäter wünscht er Wien „alles Glück der Erde“ und leitet damit perfekt in den Song „Das Glück“ über – begleitet von viel Feuer. Bei „Kampfgeist“ wurde ihm wohl selber zu warm, denn plötzlich fliegt sein Shirt. Zurück auf der Hauptbühne gibt’s eine Hommage an Sido mit „Mein Block“, dazu „Keine Helden“ für SDP und einen Newcomer namens Sam. Im Laufe des Abends gibt es aber mehrere kurze Unterbrechungen, weil Fans umkippen. Sehr vorbildhaft: Kontra K reagiert jedes Mal sofort – „Unterbrechen wir die Scheiße, wenn es jemandem nicht gut geht.“ Bevor er die Halle bei „Adrenalin“ und „Bloc Party“ springen lässt, hebt er seinen Becher und ruft: „Prost ihr Säcke!“ Das Publikum antwortet wie aus der Pistole geschossen: „Prost du Sack!“ – einmal mehr zeigt sich, wie sehr ihm die Fans aus der Hand fressen. Danach folgen „Summertime“, „Nach Haus“ und „2 Meter tiefer“, den er wegen eines medizinischen Notfalls sogar zweimal spielt. Zum großen Zugabe-Finale regnet es rote Rosen während dem 80er-Hit „Rote Rosen“, und bei „Geboren um zu leben“ singt die ganze Halle kräftig mit. Zum Schluss bedankt er sich und holt seine komplette Crew auf die Bühne: „9000 Mal danke, Wien.“Nach den letzten beiden Songs „Erfolg ist kein Glück“ und „Wölfe“, einigen Handshakes und Selfies mit den Fans, endet ein intensiver Abend.
Fazit: Ein starkes Konzert. Viel Pyrotechnik, viel Rock’n’Roll für jemanden, der nicht als Rock-Act gilt. Ehrlich, emotional, mitreißend. Jede Aussage über Wien und das Wiener Publikum wirkte echt – man nimmt ihm seine Liebe zur Stadt ab. Ein poetischer Rap-Abend, getragen von Herz, Feuer – und seinem Wolfsrudel.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:07:07 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3960939/vab426f/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1961"
                    height="1103"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Konzert Kontra K, am 17. November 2025, in Wien.]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Eva Manhart]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Streaming-Kritik - Rapper Haftbefehl: „Ich war schon tot!“]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3947897</link>
            <guid>https://www.krone.at/3947897</guid>
            <description><![CDATA[<p>Die aktuell erfolgreichste Doku ist keine gewöhnliche Musikbiografie: In „Babo – Die Haftbefehl-Story“ öffnet der Frankfurter Musiker sein Innerstes – verletzlich, nahbar und ehrlich wie nie zuvor. Netflix begleitete ihn auf einer Reise, die tief blicken lässt: hinter die Fassade des Stars, in seine Abgründe und zu einem Menschen, der einfach verstanden werden will ...</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuell erfolgreichste Doku ist keine gewöhnliche Musikbiografie: In „Babo – Die Haftbefehl-Story“ öffnet der Frankfurter Musiker sein Innerstes – verletzlich, nahbar und ehrlich wie nie zuvor. Netflix begleitete ihn auf einer Reise, die tief blicken lässt: hinter die Fassade des Stars, in seine Abgründe und zu einem Menschen, der einfach verstanden werden will ...</p> In Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg ist „Babo – Die Haftbefehl-Story“ auf Platz eins der Streaming-Charts. Wenn man sich den Netflix-Hit genauer anschaut, erkennt man in kürzester Zeit, warum. Diese Doku geht unter die Haut – und wie sie das tut. Aykut Anhan, so wie Haftbefehl mit bürgerlichem Namen heißt, ist alles andere als ein klassischer Vorzeige-Musiker.Seine Songs handeln öfter von Gewalt, Suchtmitteln, dem Frankfurter Armutsviertel und vom täglichen Überlebenskampf. Und wer jetzt denkt: „Das ist doch typisches Rap-Klischee“, der irrt sich – denn nicht jeder hat erlebt, was Anhan als Kind erleben musste. Schon zu Beginn des Films zeigen sich zwei Versionen von Haftbefehl: Die eine wirkt müde, erschöpft und still. Man merkt sofort, dass hier Aykut spricht – nicht die harte Bühnenfigur Haftbefehl. Die ersten fünf Minuten treffen mitten ins Herz: „Aykut, wie geht’s dir?“, fragt einer der Produzenten. „Du fragst wie mein Therapeut. Mir geht’s gut, Brudi – ich war Therapie!“, antwortet Anhan, bevor er ergänzt: „Ganz ehrlich, ich wäre gestorben, wenn ich nicht da reingegangen wäre – ich war schon tot.“ Danach sieht man einen deutlich frischeren, fokussierten Menschen – ein Jahr zuvor. „Falls mir mal was passiert, will ich, dass meine Geschichte richtig erzählt wird.“ Und das wird sie, denn zwei Jahre lang begleitete Netflix den Künstler auf seinem Weg bis an den Abgrund.Zwischen Rausch und RealitätsverlustDieser Dokumentarfilm zeigt nicht nur Haftbefehl, den Star-Rapper, sondern den Menschen hinter der Fassade – warum er so ist, wie er ist. Archivaufnahmen, Kindheitsbilder, Auftritte, Wegbegleiter wie Kool Savas, Xatar, Marteria oder Jan Delay, die über seinen Einfluss in der Hip-Hop-Szene sprechen. Aber auch seine Brüder und Ehefrau Nina kommen zu Wort: „Den Aykut liebe ich, den Haftbefehl nicht“, sagt sie mit einem schweren Seufzen.
GESEHEN FÜR SIE:„Babo – Die Haftbefehl-Story“ 
WERTUNG: Fesselnd bis zur letzten Minute (5/5 Kronen)
 STREAMINGDIENST:auf Netflix abrufbar
Alles wirkt roh und echt, auch wenn Anhan über Depressionen und den Suizid seines Vaters spricht. „Ich habe mit 13 angefangen, Drogen zu nehmen – 25 Jahre lang“, sagt er. Es sind Sätze, die man nicht mehr vergisst.Die Regisseure Juan Moreno, Sinan Sevinc und Elyas M’Barek inszenieren hier unaufgeregt, ohne Filter oder Glamour und zeigen: „Babo“ ist keine typische Heldenstory oder Musikbiografie – sie ist ein fesselndes, schonungslos ehrliches Bekenntnis.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:07:41 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3947900/vd9f8be/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="1820"
                    height="1024"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[Haftbefehl Doku &quot;Babo&quot;]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[Netflix]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
                <item>
            <title><![CDATA[Live in der Simm City - Samra: Feuer über Wien – aber mit leiserer Flamme]]></title>
            <link>
            https://www.krone.at/3941992</link>
            <guid>https://www.krone.at/3941992</guid>
            <description><![CDATA[<p>Berlin lebt – oder in dem Fall Wien lebt, denn Rapper Samra war zu Besuch in unserer schönen Hauptstadt und brachte mit seiner „Feuer über Deutschland“-Tour am Mittwochabend die Simm City zum Beben. Letzter Tourstopp, ausverkauftes Haus, laute Crowd – und wir waren live dabei.</p>]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Berlin lebt – oder in dem Fall Wien lebt, denn Rapper Samra war zu Besuch in unserer schönen Hauptstadt und brachte mit seiner „Feuer über Deutschland“-Tour am Mittwochabend die Simm City zum Beben. Letzter Tourstopp, ausverkauftes Haus, laute Crowd – und wir waren live dabei.</p> „Wir nahmen’s in die Hand, Cataleya. Waren so blank, Cataleya. In die Bank, Cataleya“. 2018 hat jeder diesen Song mitgesungen – und Hussein Akkouche alias Samra war plötzlich nicht mehr aus dem Rap-Game wegzudenken. In Deutschland wie auch in Österreich schoss der Track auf Platz 1 und wurde zum Durchbruch für den Berliner. Kurz darauf tat sich Samra mit Capital Bra zusammen – das Ergebnis: ein Hit nach dem anderen und das gemeinsame Erfolgsalbum „Berlin lebt 2“, die Fortsetzung von Capitals Soloalbum und der Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit.Zu Beginn standen sowohl Samra als auch Capi bei Bushidos Label Ersguterjunge unter Vertrag, wo das Duo erstmals für Furore sorgte. Nach einer intensiven, aber turbulenten Zeit trennten sich beide vom Label – und später auch voneinander, um ihre Solokarrieren unabhängig fortzusetzen. Nach der lauten Hypephase wurde es ruhig um Samra. Nach Jahren voller Nummer-eins-Hits, Skandale und Dauerpräsenz zog sich der Berliner 2021 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er sprach offen über seine mentale Gesundheit und seine Suchtprobleme und nahm sich bewusst eine Auszeit vom Musikgeschäft – weniger Releases, weniger Auftritte. Jetzt ist er zurück - stärker denn je, psychisch wie auch physisch – und beweist mit seiner „Feuer über Deutschland“-Tour, dass er wieder für die Bühne brennt.Ein Döner vor dem FeuerAuch in Wien hat sich Samra angekündigt – der letzte Stopp seiner Tour, also das große Finale. Vor ausverkauftem Haus in der Simm City soll er am Mittwochabend spielen. Schon am Eingang steht ein Polizist und checkt die Lage – klar, bei einem Rap-Konzert keine Überraschung. Um 19.30 Uhr ist ein Voract angekündigt: Caney030. Um 20 Uhr dann Samra. Doch weder der eine noch der andere lässt sich blicken. Kurz nach acht hallen schon die ersten „Samra! Samra! Samra!“-Rufe durch den Saal.
Die Crowd ist bunt gemischt: eingefleischte Rap-Fans neben ganz normalen Jugendlichen und älteren Besuchern – ein wilder, sympathischer Mix. Während das Publikum ungeduldig wartet, kann man auf Instagram live mitverfolgen, wo sich Samra gerade befindet. Und ja, er ist da - allerdings im Backstage, wo er genüsslich seinen Ferhat-Döner isst. Rap-Klischee somit erfüllt. Um 20.30 Uhr gehen endlich die Lichter aus, das Publikum tobt, und mit Herzschlag-Intro und arabischen elterlichen Stimmen aus der Kindheit betritt der Rapper in schwarzer Baseball-Jacke mit Louis Vuitton Glitzerschrift die Bühne. Sein erster Song: „Feuer über Deutschland“ – diesmal allerdings brennt das Feuer über Wien.Stimmung, Stimme, Samra„Wien, was geht? Wir rasieren heute!“, ruft er – und die Menge flippt aus. Gemeinsam mit seinem Backup-Rapper Sony legt er los, doch ehrlich gesagt: Er hätte ihn gar nicht gebraucht. Samra klingt live fast wie auf einer Platte – beeindruckend kräftig, technisch sauber und voller Energie. „Sind ein paar Asoziale hier?“, ruft er ins Publikum, bevor der Track „Asozialer Araber“ startet. Dazwischen feuert er immer wieder Crowd-Interaktionen ab: „Geht’s euch gut, Wien?“ oder „Zeigt mir, wie krass ihr seid!“Mit „Colt“, „BaeBae“ und „Shoote ma Shoote“ reiht sich ein Hit an den nächsten. Die Bühne leuchtet in Rot und Orange – das visuelle Feuer zur Tour. Bei „Monami“ singt das Publikum lautstark mit: „Ich sitz hier, mit Gold auf der Brust und am Arm ...“ – Gänsehautmoment. Auch bei „Zu Ende“, eigentlich ein Duett mit Sängerin Elif, übernehmen die Wiener Fans begeistert den Gesangspart.Leonie, Gänsehautmoment und ein reiferer SamraBevor Samra seinen Riesenhit aus „Berlin lebt 2“ „110“ anstimmt, sucht er eine Sängerin im Publikum, die den Chorus von Pop-Musikerin Lea einsingt. Er erzählt, dass sich beim letzten Konzert jemand gemeldet habe, die zwar mutig, aber nicht besonders treffsicher war. Diesmal läuft es anders: Ein junges Mädchen aus der Menge, Leonie, traut sich auf die Bühne. Sie schnappt sich das Mikro und singt die ersten Zeilen: „Wenn wir uns noch lieben, warum tut es so weh?“ – und sie trifft jeden Ton. Das Publikum flippt aus, Samra ist begeistert und für das junge Mädchen, die ein Cappy trägt, ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Denn wer möchte nicht einen Hit-Song mit dem Rapper, der den größten Wiedererkennungswert hat, performen? Nach einem Selfie und herzlichem Dank verabschiedet er sie mit einem breiten Grinsen.Danach folgen weitere Klassiker: „Tilidin“, „Wieder Lila“, „Zombie“ - alles Hits aus „Berlin lebt 2“. Zwar ohne Kollege Capital Bra, aber mit voller Wirkung. Beim Refrain von „Zombie“ lässt Samra das Publikum allein singen: „Mama, ich war ein Junky, Junky, Junky“ – ein ehrlicher Moment, in dem er seine Vergangenheit nicht beschönigt. Auch Songs wie „Weiß“ aus seinem Soloalbum „Jibrail & Iblis“ fehlen nicht. Die Crowd rappt jedes Wort, textsicher und laut.Nach gut einer Stunde bedankt sich Samra: „Danke, Wien – ich küss euer Herz“ Dann verschwindet er von der Bühne. Doch die Fans wollen mehr. „Zugabe! Zugabe!“ schallt es durch die Halle – und natürlich kommt er zurück, denn ohne DEN einen Song kann er nicht einfach abzischen. Zum großen Finale gibt’s „Cataleya“ – der Song, mit dem alles begann. Die Menge tobt, Samra lächelt, sagt noch einmal „Danke Wien, bis bald“ – dann gehen die Lichter an.FazitEin ruhiges Konzert mit starker Stimme, aber wenig Überraschungen. Die Setlist war kompakt, viele Hits waren dabei – andere wie zum Beispiel „Dünnes Eis“ oder „Weisse Orchideen“, die man vielleicht auch gerne in Wien live gehört hätte, fehlten. „Feuer über Deutschland“ oder doch eher Lagerfeuer über Wien? Trotz kleiner Schwächen dominierte Samras unverwechselbare Stimme. Manchmal wirkte er etwas angeschlagen, doch gerade das machte ihn menschlich. Keine Eskapaden, kein Chaos – stattdessen ein gereifter, konzentrierter und technisch top-fitter Rapper, der eher Gentleman als Gangster auf der Bühne war.
Nach rund 70 Minuten war Schluss – kein Abriss – wie er anfangs ankündigte – aber ein ehrlicher, stimmungsvoller Abend. Und vielleicht genau das, was man an einem Mittwochabend nach einem langen Arbeitstag gebraucht hat.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 21 May 26 12:08:15 +0000</pubDate>
            <dc:creator></dc:creator>

                          <media:content
                    url="https://imgl.krone.at/scaled/3943149/v9e0c0e/full.jpg"
                    type="image/jpg"
                    width="3239"
                    height="1822"
                    expression="full"
              >
              <media:description type="plain">
                <![CDATA[SamraKRONENZEITUNG_2025-10-29_Chaluk_021.jpg]]>
              </media:description>

              <media:credit role="author" scheme="urn:ebu">
                <![CDATA[CHALUK Lukas]]>
              </media:credit>

            </media:content>


            
            

        </item>
        
    </channel>
</rss>